ARBÖ Bezirksorganisation St. Pölten

News

 30.4.2021 - Mit dem Rad auf Autoreisen


Das Fahrrad transportieren
Entweder mit dem Zug. Oder im Auto, wenn der Innenraum groß genug ist. Alternativ kann man das Fahrrad zerlegen. Praktischer ist es, einen Fahrradträger zu montieren. Aufs Autodach, die Heckklappe, die Anhängerkupplung. Je nach Bedarf und Möglichkeiten.
Beliebt und praktisch sind Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Die Stiftung Warentest hat jüngst acht Modelle verglichen, "help" berichtete.
Alle Testkandidaten können zwei Fahrräder transportieren und mit bis zu 60 Kilogramm -so die Anhängerkupplung für dieses Gewicht zugelassen ist - beladen werden. Sie sind also auch für schwere E-Bikes geeignet.
Die Testkriterien waren Haltbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Testsieger -und am teuersten -war das Modell Easy-Fold XT2 von Thule. Die Hälfte der getesteten Fahrradträger wurde als "unsicher" bewertet. Sie fielen vor allem beim Crashtest durch.
Unter www.test.de finden sich die Testergebnisse. Und insgesamt die Vor-und Nachteile der Fahrradträger für (zusammengefasst) die Anhängerkupplung
Vorteile:
Aufgrund der niedrigen Montagehöhe müssen Fahrräder nicht hoch gehoben werden. Mit Auffahrschienen wird es noch leichter.
Mit abklappbaren Trägern bleibt der Kofferraum zugänglich.
Durch die Position am Heck gibt es kaum Luftwiderstand.
Nachteile:
Durch die Position am Heck werden die Fahrräder, anders als beim Transport auf dem Dach, schmutzig.
Die Sicht nach hinten ist eingeschränkt. Einparkhilfen funktionieren eventuell nicht.
Wichtig ist, dass Kennzeichen und Beleuchtung sichtbar bleiben. "Verdeckt ein Heckträger das hintere Kennzeichen, kann man in Österreich rote Kennzeichentafeln verwenden oder das 'normale' hintere Kennzeichen umstecken", so der ÖAMTC.
Bei Reisen ins Ausland sind die jeweiligen Vorschriften zu beachten.
die Heckklappe
Vorteile: preislich günstig, rasche Montage. Der Luftwiderstand ist gering.
Nachteile: Bei noch so vorsichtigem Hantieren sind Schäden am Autolack nicht ausgeschlossen. Und, siehe Anhängerkupplung: Die Sicht nach hinten ist eingeschränkt, die Einparkhilfe irritiert.
fürs Dach
Vorteile: Ebenfalls günstiger als Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Die Sicht nach hinten und der Zugang zum Kofferraum sind frei.
Nachteile: Der Luftwiderstand ist höher, was sich ungünstig auf Kraftstoffverbrauch und Fahrverhalten auswirkt.
Man muss die Räder aufs Dach (auf die höchstzulässige Dachlast achten) heben. Und: Vorsicht bei Durchfahrten mit geringer Höhe.
Information
Stiftung Warentest: www.test.de Autofahrerclubs: www.oeamtc.at, www.arboe.at ð

 

 

28.4.2021 -  Klimafreundliches Verhalten wird bestraft

 

Durch die MöSt-Erhöhung zahlen auch all jene mehr, die mit Fördergeld auf umweltfreundliche Plug-in Hybridfahrzeuge setzen. 

Mit der geplanten 50-prozentigen MöSt-Erhöhung kommen auf heimische Autofahrerinnen und Autofahrer hohe Mehrkosten zu. Künftig sind für Diesel 10 Euro und für Eurosuper 95 12,5 Euro mehr zu bezahlen – pro 50-Liter-Tankfüllung wohlgemerkt. Wer mehr als zweimal im Monat in Summe 100 Liter Treibstoff tankt, muss mindestens 20 Euro mehr einplanen, pro Jahr hochgerechnet ergibt das zusätzliche Ausgaben im Ausmaß von 240 bis 300 Euro.

Die von der MöSt-Erhöhung betroffenen Mehrkosten fallen für alle der 5,1 Millionen angemeldeten Personenkraftwagen an, also auch für jene Fahrzeuge, die mit umweltfreundlichen Plug-in-Hybridantrieben bewegt werden. Neben der grundsätzlichen Ungerechtigkeit, die eine derartige Massensteuer mit sich bringt, sieht der ARBÖ auch einen nicht nachvollziehbaren Mechanismus. „Das ist eigentlich eine Frotzelei: Zuerst wird den
Konsumentinnen und Konsumenten ein gar nicht so günstiges Plug-in-Hybridfahrzeug mittels Förderung durch das E-Mobilitätspaket schmackhaft gemacht und dann wird die MöSt erhöht, wodurch sich die Kunden die Förderung eigentlich selbst bezahlen. Das entbehrt jeder Logik und erinnert an Taschenspielertricks“, kritisiert KommR Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, abermals die Pläne der türkis-grünen Bundesregierung.

Für den ARBÖ zeigen unlogische Maßnahmen wie diese, dass es der Regierung nicht um die Ökologisierung des Individualverkehrs geht, sondern einzig und allein um die höhere finanzielle Belastung von Autofahrerinnen und Autofahrern. Der Pkw-Besitz und -Betrieb soll wohl für den Großteil der Österreicherinnen und Österreicher unleistbar werden. „Der Regierung fällt nichts anderes ein, als an der Steuerschraube zu drehen. So lange, bis eine
Zwei-Klassen-Gesellschaft entsteht. Das ist Gift für das soziale Klima und hilft in keiner Weise dem so wichtigen ökologischen Klimaschutz“, schließt Gerald Kumnig ab. 

 

Klimaschutzgesetz: Autofahrerclubs schießen sich ein


Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ schießen sich weiter auf einen von der Bundesregierung angedachten Steuererhöhungsautomatismus beim Verfehlen von Klimazielen ein, der unter anderem die Mineralölsteuer (MöSt) steigen ließe. Die angekündigte Steuerreform mit Einführung einer zusätzlichen CO2-Besteuerung sei hier noch gar nicht Thema, gab der ÖAMTC zu bedenken. Der ARBÖ kritisierte neben hohen Mehrkosten fürs Tanken auch, dass Plugin-Hybrid-Autos ebenso betroffen wären.
Künftig seien für Diesel 10 Euro und für Eurosuper 95 12,5 Euro mehr zu bezahlen - pro 50-Liter-Tankfüllung, so der ARBÖ am Dienstag in einer Aussendung. Wer mehr als zweimal im Monat in Summe 100 Liter Treibstoff tanke, müsse mindestens 20 Euro mehr einplanen, pro Jahr hochgerechnet ergebe das zusätzliche Ausgaben im Ausmaß von 240 bis 300 Euro.
Und das könnte erst der Beginn sein, geht man nach einer Mitteilung des ÖAMTC: "Wenn man sich bei der CO2-Steuer an Deutschland orientiert, summieren sich die jetzt geplanten Preiserhöhungen auf ungefähr 50 Cent je Liter Kraftstoff. Von den versprochenen Ausgleichsmaßnahmen ist im Klimaschutzgesetz jedoch nichts zu finden", so Bernhard Wiesinger vom Autofahrerclub. "Der Vorschlag ist eine reine Belastungsaktion."
Es brauche eine Entlastung der Betroffene beziehungsweise Alternativen zu Steuererhöhungen, fordert der ÖAMTC. "Es wäre sinnvoll - anders als jetzt - den Betrieb anstatt den Besitz von Fahrzeugen stärker zu besteuern", sagt Wiesinger. "Eine Rückverteilung mittels Gießkanne wäre unfair. Daher fordern wir bei einer Erhöhung der MÖSt oder der Einführung einer zusätzlichen CO2-Steuer auf Kraftstoff eine Entlastung in selber Höhe bei der motorbezogenen Versicherungssteuer sowie einen Ausgleich für Pendler."
"Der Regierung fällt nichts anderes ein, als an der Steuerschraube zu drehen", kritisierte ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig. Er warnte vor dem entstehen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft durch neue Massensteuern fürs Autofahren und warf der türkis-grünen Regierung "Taschenspielertricks" vor.

 

26.4.2021 -  Autofahrer werden mal wieder kräftig zur Kassa gebeten

 

Mit der geplanten automatischen Erhöhung der Mineralölsteuer um 50 Prozent müssen mehr als fünf Millionen Pkw-Besitzer künftig mehr zahlen.

 

Nach der Normverbrauchsabgabe, der motorbezogenen Versicherungssteuer und der Sachbezugsregelung wird nun auch die vierte Kfz-Steuer teurer. Wie Klimaministerin Gewessler eingestehen musste, ist ein Automatismus geplant, wonach die Mineralölsteuer künftig automatisch um bis zu 50 Prozent angehoben wird, sobald die Klimaziele nicht
erreicht werden könnten. „Diese Pläne sind dreist, wenig ökologisch, unsozial und zutiefst unfair. Schon wieder wird den Autofahrern das Geld aus der Tasche gezogen - und das von einer Regierung, die keine zusätzlichen Steuern versprochen hat. So genau dürfte es Türkis-Grün mit Wahlversprechen nicht nehmen“, kritisiert KommR Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, das bekannt gewordene Vorhaben. Mit Ende 2020 waren laut Kfz-Bestandsstatistik der Statistik Austria mehr als 5,1 Millionen Personenkraftwagen zum Verkehr zugelassen. Damit ist die MöSt Erhöhung eine Massensteuer im klassischen Sinne und trifft Millionen von Autofahrern, die zwangsläufig mehr zahlen werden müssen.

 

Diese Pläne werden einzig und allein dazu führen, dass sich ein Klima verändert, nämlich das soziale Klima, kritisiert Gerald Kumnig die publik gewordenen Pläne weiter: „Dieses wird rauer, weil Wenigverdiener, aber auch Familien, Pendler und Personen, die keine qualitativ hochwertigen öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung haben und auf das eigene Auto oftmals angewiesen sind, durch eine derartige Maßnahme verhältnismäßig mehr betroffen sind als Besserverdiener. Reiche und Superreiche können die höhere MöSt aus der viel zitierten ,Portokassa‘ zahlen, während der größte Teil der Pkw-Besitzer höhere Energiekosten stark spürt. Unfairer geht es nicht.“

 

Dazu kommt, dass all jene, die ihr Haus mit Öl oder Erdgas heizen, doppelt bestraft werden,da die Steuererhöhung für alle fossilen Energieträger angehoben werden würde: „Da holt sich die Regierung das Geld von jenen, die sich keine Wohnung im urbanen Innenstadtgebiet mit U-Bahnanschluss leisten können, sondern am Stadtrand oder am Land leben und auf ein eigenes Auto angewiesen sind und im Winter ihre eigenen vier Wände heizen möchten“, schließt Kumnig ab.

 

 

22.4.2021 -  Beschädigtes Pickerl muss getauscht werden

Pickerlwechsel Pickerlwechsel_1

 

 

Pickerlwechsel_2Nach den Wintermonaten sollten Autolenker auf Schäden der §57a-Begutachtungsplakette achten. Autolenkern wurde in den vergangenen Monaten das Leben durch Eis und Schnee schwer gemacht. Allzu hartnäckig war oftmals die Eisschicht auf den Fahrzeugscheiben festgefroren, wodurch starker Krafteinsatz notwendig war, um freie Sicht zu erlangen. Wer mit der scharfen Kante des Eisschabers dabei die §57a-Begutachtungsplakette beschädigt hat, sollte keine Zeit verlieren und das Pickerl möglichst schnell tauschen. „Sobald die Ziffern nicht mehr lesbar sind oder ein Teil der Plakette überhaupt fehlt, muss es ersetzt werden, da es sonst zu einer Strafe kommen kann“, erklärt ARBÖ-Verkehrsjurist Martin Echsel. Die Strafe für ein beschädigtes oder unlesbares Pickerl beträgt theoretisch bis zu 5000 Euro, in der Praxis sind in den meisten Fällen zwischen 100 und 200 Euro zu bezahlen.

Wer sein Pickerl tauschen muss, benötigt dafür den aktuellsten §57a-Begutachtungsbericht sowie den Zulassungs-schein. „Der Wechsel des §57a-Pickerls wird in der Begutachtungsdatenbank hinterlegt, das alte Pickerl komplett entfernt und das neue angebracht. ARBÖ-Mitglieder bezahlen mit 1,90 Euro nur die Kosten für das Pickerl“, rät Echsel angesichts der drohenden Strafen zu einem raschen Wechsel.

 

21.4.2021 - Ozon gegen schlechte Gerüche


Muffiger Mief statt frischer Brise im Innenraum des Autos? Eine Desinfektion mit Ozon lässt schlechte Gerüche verschwinden.


Bei der Desinfektion wird auch der Luftfilter geprüft
Gerade in Zweitwagen, die nur im Sommer gefahren werden, oder in Wohnmobilen macht sich gerne muffiger Geruch breit. „Die Fahrzeuge werden über den Winter nicht regelmäßig gelüftet, die abgestandene Luft setzt sich in den Sitzpölstern fest“, erklärt Kärntens ARBÖ-Chef Peter Pegrin. Eine Innenraumdesinfektion vertreibt diesen muffigen Geruch wirkungsvoll. Auch hartnäckige Gerüche wie von Zigarettenrauch oder von Tieren kann mit der Ozon-Desinfektion wirkungsvoll zu Leibe gerückt werden.
„Ich habe die Desinfektion beim ARBÖ machen lassen und bin echt begeistert. Als langjährige Pferdebesitzerin war mein Auto schon länger etwas duftintensiv. Mit einer Reinigung war das nicht mehr getan. Ich hoffe, der Effekt hält jetzt etwas an“, berichtet Sandra Wadsack, sie hat eine der Desinfektionen gewonnen, die von Krone und ARBÖ verlost wurden.
Bis Anfang Mai haben alle Krone-Leser und ARBÖ-Mitglieder jetzt noch die Chance, die Innenraumdesinfektion mittels Ozon vergünstigt in einem der ARBÖ-Prüfzentren durchführen zu lassen. Dabei kann auch die Klimaanlage geprüft werden.  

 

„Rechtliche Fragen sind zu klären“


ARBÖ-Verkehrsexperte Sebastian Obrecht über den Nutzen des autonomen Fahrens, Aussichten und die Haftung bei Unfällen.
Was bringt das autonome Fahren überhaupt?
Der „Faktor Mensch“ spielt keine Rolle mehr, Emotionen oder Gedankenlosigkeit haben keinen Einfluss auf Manöver.
Wann wird sich die Technik durchsetzen?
Das wird noch dauern. Es müssen ja nicht nur die Hersteller die Fahrzeuge und Komponenten entwickeln, sondern es muss ja auch die IT- und Straßeninfrastruktur dafür ausgebaut werden. Dazu sind auch rechtliche Fragen zu klären. Schneller könnte es bei Lkw gehen, wenn diese im Verbund auf der Autobahn unterwegs sind.
Wer wird für Unfälle haften – Entwickler oder Besitzer?
Die Frage ist noch nicht geklärt. Derzeit liegt die Letztverantwortung immer beim Lenker. Das ist auch gut und richtig so. Wer später Verantwortung übernimmt, wenn ausschließlich ein Computer das Fahrmanöver verantwortet, ist neben der rechtlichen auch eine moralische, ethische und technische Frage.

 

Selbstfahrende Autos sind nicht aufzuhalten


Autonomes Fahren ist für viele Österreicher noch eine Horrorvision, doch viele Assistenten nehmen uns schon jetzt das Steuern ab
Hände weg vom Steuer – für viele Autohersteller die Zukunft
Neunzig Prozent aller Verkehrsunfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. So tüfteln Hersteller am selbstfahrenden Auto. Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit unter 511 Österreichern aus dem Jahr 2019 lehnen rund 65 Prozent das vollautonome Fahren jedoch ab. Tödliche Unfälle wie der jüngste mit einem Tesla in Texas beflügeln Kritiker. Aufhalten lässt sich die Technik aber nicht.
Spurhalten oder -wechseln, Einparken, vor Ampeln selbstständig halten und wieder wegfahren – all das ist bereits auf der Straße. „Was man heute an Assistenzsystemen sieht, ist lebensrettend“, weiß DI Martin Russ, Geschäftsführer von AustroTech, „der verhinderte Unfall steht halt in keiner Statistik.“ Was ist in Österreich erlaubt? „Derzeit ist der Lenker bis auf zwei Ausnahmen verpflichtet, mindestens mit einer Hand das Lenkrad zu halten“, erklärt ARBÖ-Sprecher Sebastian Obrecht, „die Ausnahmen betreffen die Autobahn. Dort ist der Lenker in bestimmten Situationen zur Einhaltung der Spur von der Verpflichtung entbunden, mit einer Hand das Lenkrad festzuhalten.“ Zweite Ausnahme? „Zum Einparken darf man sogar das Fahrzeug verlassen. In beiden Fällen muss der Fahrer aber sofort eingreifen können.“    
 

 

19.4.2021 - Täglicher Einkauf im März drei Prozent teurer als vor einem Jahr


Inflation erreichte 2 Prozent – Hohe Rohölpreise befeuern Teuerung
Die Verbraucherpreise haben im März in Österreich deutlich angezogen. Die Inflationsrate erreichte 2 Prozent – nach einem Plus von nur 1,2 Prozent im Februar. Hauptverantwortlich für diesen starken Anstieg der Inflation waren Energieprodukte wie Treibstoffe und Heizöl. „Die Rohölpreise am Weltmarkt haben die Teuerungsrate im März 2021 auf den EZB-Zielwert von zwei Prozent ansteigen lassen und damit die Phase niedrigster Inflationsraten vorerst gestoppt“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Wie der ARBÖ berichtet, wurde Diesel seit Jahresanfang um 14 und Eurosuper um 16 Prozent teurer.
3 Prozent höhere Kosten für täglichen Einkauf
Deutlich zu spüren ist die Teuerung auch beim täglichen Einkauf. Der Mikrowarenkorb, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, verteuerte sich im Jahresvergleich um 3 Prozent, nach einem Plus von 1,8 Prozent im Februar. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, erhöhte sich um 3,7 Prozent (Februar: plus 1 Prozent).
Gegenüber dem Februar lag die allgemeine Teuerung bei 1,1 Prozent. Hauptpreistreiber im Vergleich zum Vormonat waren Bekleidungsartikel (durchschnittlich +17,9 Prozent). Zurückzuführen ist dies vor allem auf das Ende des Winterschlussverkaufs.

 

16.4.2021 -  Diesel seit Jahresanfang um 14 % und Eurosuper um 16 % teurer

 

Die Kosten für einen Liter Treibstoff sind massiv angestiegen, einPreisvergleich vor dem Tanken zahlt sich aus. 

Die Treibstoffkosten ziehen seit Anfang dieses Jahres ordentlich an. Ende 2020 lag der Preis für einen Liter Diesel oder Eurosuper 95 bei rund einem Euro, oftmals sogar deutlich darunter. Mit dem Jahreswechsel kam es zur Trendwende, die Preise kletterten Cent für Cent hinauf. Der österreichweite Durchschnittspreis für einen Liter Diesel betrug am 4.Jänner, der erste Werktag des Jahres, noch 1,008 Euro, für Eurosuper 95 waren 1,054 zu bezahlen. Rund 100 Tage später kostet der Liter Diesel im Durchschnitt 1,149 Euro, was einer Steigerung von 14 Prozent entspricht. Der Preis für ein Liter Eurosuper 95 stieg von 1,054 Euro auf 1,222 Euro, ein Plus von rund 16 Prozent.

Geschuldet ist die Preissteigerung den Rohölpreisen, die seit einigen Monaten ebenso im Steigen begriffen sind. Ein Barrel der Rohölsorte Brent kostete die Mineralölkonzerne Anfang des Jahres 51,42 US-Dollar. Mit Stand 15.4. kostet die gleiche Menge 66,32 US-Dollar, was einer Steigerung von 23,4 Prozent entspricht. „Nach dem Einbruch, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, hat der Rohölpreis nun wieder die Vor-Corona-Dimension erreicht. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Preis auf diesem Niveau einpendeln wird. Autolenker sollten sich aber darauf einstellen können, dass es zumindest bis Sommer zu keinem weiteren sprunghaften Anstieg der Treibstoffkosten kommen wird“, so ARBÖ-Sprecher Sebastian Obrecht.

Trotzdem zahlt sich ein Preisvergleich der einzelnen Tankstellen aus. Die Bandbreite für den Diesel-Literpreis reicht von 1,049 Euro bis 1,569 Euro. Auch bei Eurosuper 95 liegen zwischen der günstigsten Tankstelle (1,111 Euro) und der teuersten (1,599 Euro) knapp 50 Cent Preisunterschied. „Bei einer 50 Liter-Tankfüllung macht der Preisunterschied bis zu 25 Euro aus. Daher lohnt sich vorab der Blick auf die Treibstoffpreise, insbesondere auf
Autobahnen und in Autobahnnähe, wo die Treibstoffpreise immer höher sind“, empfiehlt Obrecht weiter.

Stundenaktuell sind die Treibstoffpreise auf www.arboe.at oder in der ARBÖ-App geocodiert abrufbar. So sind stets die günstigsten Tankstellen in der direkten Umgebung leicht zu finden.

 

16.4.2021 - Pro.Bike: Jede Kurvenlage fest im Griff


GERADE BEIM BIKEN HAT SICHERHEIT VORRANG. MIT DER PRO.BIKE-GUTSCHEIN-AKTION GIBT ES DAS MOTOR-RAD-FAHRSICHERHEITSTRAI-NING BIS 30. SEPTEMBER ZUM VERGÜNSTIGTEN PREIS.
Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2020 in Österreich insgesamt 32.204 Motorräder neu für den Straßenverkehr zugelassen. Die Zahl lag damit um 4.508 höher als im Jahr 2019. Damit ist das Jahr 2020 seit Beginn der Aufzeichnungen mit einem Plus von 16,3 %das mit Abstand stärkste bei den Motorrad-Zulassungen.
PRO.BIKE GIBT SICHERHEIT
"Umso mehr richtet sich mein Appell an alle Motorradfahrer, besonders aber an die Neu-und Wiedereinsteiger, auch heuer unsere Aktion Pro.Bike, die Gutscheine für Fahrsicherheitstrainings beinhaltet, zu nutzen. Denn nur wer sich auf der Straße und bei der Handhabe seines Motorrades sicher fühlt, hat auch uneingeschränktes Fahrvergnügen", weiß Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.
VON TAUSENDEN GENUTZT
Im Vorjahr haben 1.087 Biker ein Training absolviert. 612 Mal wurde das Warm-up-Training gebucht und 475 Motorradfahrer bereiteten sich mit einem Intensiv-Training auf die Saison vor. "Das Land Steiermark fördert heuer zum 7. Mal Fahrsicherheitstrainings. In Summe haben knapp 9.000 Motorradfahrer an den Trainingsformaten teilgenommen. "Die ,Lust auf 2 Rädern' fordert Fahrkompetenz und die richtige Selbsteinschätzung in gefährlichen Situationen", so Maria Knauer-Lukas, zuständig für Verkehrssicherheit in der Abteilung 16. Ob ein Warm-up-Training oder ein Intensivkurs "Training und Ausfahrt" bzw. "Aktiv Training Motorrad" - mit dem Gutschein des Landes erhalten die Biker beim ARBÖ, beim ÖAMTC oder beim FahrAktivZentrum Fohnsdorf ein Fahrsicherheitstraining um bis zu 40 EURO günstiger.
Gutschein abrufbar über www.verkehr.steiermark.at
 

 

15.4.2021 - Name ist Programm


Wenn man seinen Reifen Wetproof (übersetzt: "nasssicher") nennt, muss man ziemlich überzeugt sein. Der finnische Reifenhersteller Nokian ist es und nennt als Geheimnis hinter der Balance zwischen Trocken- und Nasseigenschaften das "Konzept der doppelten Sicherheitszone". Beim ARBÖ-Test in der Dimension 225/45 R17 gehörte der Wetproof zu den besten Pneus im Kapitel "Sicherheit nass". Für die Zukunft plant Nokian einen Konzeptreifen aus erneuerbaren und recycelten Materialien.

 

Tipps für Rad-Check


Bei Fahrrädern ist ein regelmäßiger Fahrtüchtigkeits- und Sicherheits-Check wichtig. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) empfiehlt das Rad zumindest ein Mal im Jahr zum Service in ein Fachgeschäft zu bringen.
Beim Check zu Hause gilt es laut VCÖ Folgendes zu kontrollieren:
• Bremsen: Sind Bremsseile richtig eingestellt? Sind die Bremsbacken in gutem Zustand?
• Beleuchtung: Funktioniert die Beleuchtung (vorne und hinten)?
• Ketten ölen
• Ist das Fahrrad mit Reflektoren ausgerüstet? (vorne ein Weißer und hinten ein Roter. Reflektoren an den Pedalen sowie Speichenreflektoren)
• Sattelhöhe richtig einstellen
• Alle Schrauben auf Festigkeit kontrollieren und gegebenenfalls nachziehen.
• Reifen mit ausreichend Luft aufpumpen.
 

 

14.4.2021 - Nach Zeitumstellung Vorsicht vor Wildwechsel in den Morgenstunden


Nicht nur im Herbst ist besondere Vorsicht vor Wildunfällen geboten. Auch nach der Zeitumstellung ist gerade zu den Berufsverkehrszeiten in den Morgenstunden vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen.
Nach überstandenem Winter begeben sich Tiere auf die Suche nach Futter und neuen Revieren. Dabei kreuzen die Wege der Tiere unweigerlich mit denen der motorisierten Menschen. Besonders in Waldgebieten sowie zwischen Feldern und Fluren ist Vorsicht geboten. Rehe, Wildschweine und Co. sind mit großer Vorliebe in der Morgen-und Abenddämmerung aktiv. Durch die Umstellung von der Winter-auf die Sommerzeit ist zudem gerade zu den Berufsverkehrszeiten in den Morgenstunden vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Damit es dabei nicht zu Kollision zwischen Tier und Fahrzeug kommt, sollte einiges beachtet werden. Tempo reduzieren und vorausschauend sowie mit permanenter Bremsbereitschaft durch die Morgen-und Abenddämmerung fahren, gerade im Bereich von Wäldern und zwischen Feldern und Fluren. Unbedingt ausreichend Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten. Sieht man das querende Wild noch rechtzeitig, mehrmals kurz die Hupe betätigen. Keinesfalls Dauerhupen oder mit dem Fernlicht blenden. "Dies irritiert das Wild und es kann passieren, dass es im Schock einfach mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt", warnt Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des Arbö Oberösterreich. Die gefährlichsten Situationen entstehen durch unkontrollierte Ausweich-und Bremsmanöver, bei denen das Auto auf die Gegenfahrbahn gerät. Experten raten im Zweifel eher einen abgebremsten Zusammenstoß mit dem Wild in Kauf zu nehmen, als hektisch zu reagieren. Kommt es zu einer Kollision, muss auf alle Fälle die Polizei verständigt werden selbst, wenn das Tier nur angefahren wurde.

 

Mobilität: Noch keine Wende


Die schlechte Versorgung des Waldviertels mit öffentlichen Verkehrsmitteln macht der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer jüngsten Studie, die auf Daten der Statistik Austria beruht, einmal mehr deutlich – das berichtete der Wirtschaftspressedienst. Demnach entfallen im Bezirk Waidhofen auf 1.000 Einwohner 755 Pkw und Kombi. Nirgendwo sonst in Österreich ist der Motorisierungsgrad so hoch wie hier. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der VCÖ-Untersuchung entnimmt, weisen einen hohen Auto-Bestand, inklusive Firmen- und Behördenfahrzeuge, auch die Bezirke Zwettl (732 Pkw je 1.000 Einwohner), Horn (718) und Gmünd (717) auf.
Die vielbeschworene Mobilitätswende kommt im Waldviertel offenbar nicht an. Denn seit 2015 ist in allen vier Bezirken der Motorisierungsgrad gestiegen – am stärksten in Waidhofen, wo statistisch auf 1.000 Einwohner 61 Pkw und Kombi hinzugekommen sind. In Gmünd beträgt das Plus 59 Fahrzeuge, in Zwettl 55 und in Horn 53.

 

 

13.4.2021 - Reifen wechseln, wenn Temperaturen steigen


Autobereifung sollte Fahrbahn angepasst sein
In den Werkstätten ist man fürs Reifenwechseln gerüstet.
Mit 15. April endet in Österreich die situative Winterreifenpflicht. Aber auch außerhalb dieses Zeitraumes muss ein Lenker auf die richtige Bereifung für die jeweilige Fahrbahnbeschaffenheit achten. „Während Winterreifen bei Glätte und Schnee den Sommerreifen überlegen sind, bieten Sommerreifen bei Temperaturen über sieben Grad Celsius mehr Sicherheit auf nasser und trockener Strecke“, so ARBÖ-Experte Sebastian Obrecht. Wenn also jemand auch nach dem 15. April in höheren Lagen – wo noch Schnee liegt – unterwegs ist, sollte er trotzdem auf Winterreifen setzen. Bei Schönwetter allerdings ist es ratsam, Sommerpneus aufzuziehen, weil dadurch der Bremsweg kürzer wird. Mit Winterreifen im Sommer unterwegs zu sein zahlt sich also nicht aus.

 

ARBÖ: Winterreifen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen verpflichtend

 

Auch nach Ende der situativen Winterreifenpflicht mit 15. April sind Winterreifen auf Schnee- und Eisfahrbahn vorgeschrieben.  

 

Der Winter gibt sich noch immer nicht geschlagen. In weiten Teilen Österreichs fällt dieser Tage nochmals viel Schnee, was bei Autolenkern, die bereits Sommerreifen aufgezogen haben, zu Problemen führen kann, wie ARBÖ-Verkehrsjurist Martin Echsel ausführt: „Das Ende der situativen Winterreifenpflicht bedeute nicht automatisch, dass in keinem Fall mehr Winterreifen verwendet werden müssen. Auch außerhalb der vorgeschriebenen Zeit sind dann Winterreifen zu verwenden, wenn auf winterlicher Fahrbahn mit Sommerreifen das sichere Anhalten nicht möglich ist oder der Lenker so langsam unterwegs sein muss, dass eine Verkehrsbehinderung besteht. Darüber hinaus kann mittels Verkehrszeichen oder Verordnung das Befahren von bestimmten Straßenabschnitten mit Winterreifen
vorgeschrieben werden.“  

 

Wer auf Schnee und Eis mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur hohe Strafen,sondern auch Probleme mit der Versicherung. Kommt es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Verkehrsunfall – der Anhalteweg verlängert sich mit Sommerreifen um das Vier- bis Fünffache - ist es möglich, dass die Haftpflichtversicherung Regressansprüche stellt und die eigene Kaskoversicherung aussteigt. „Der ARBÖ empfiehlt, bei winterlichen
Fahrbahnverhältnissen auch außerhalb der situativen Winterreifenpflicht nur dann zu fahren, wenn am Fahrzeug Winterreifen montiert sind oder mindestens zwei Schneeketten an den sommerbereiften Antriebsrädern angebracht sind. Letzteres ist aber nur bei einer durchgehend schnee- oder eisbedeckten Fahrbahn zulässig. Und wer noch nicht gewechselt hat, sollte noch zuwarten bis stabile sommerliche Temperaturen gemessen werden“, so Mag. Martin Echsel abschließend.

 

12.4.2021 - Elektrobiker starten in den Frühling


Das Burgenland sitzt gern im Sattel. Ausgedehnte, idyllische und malerische Radwege laden ein, auf zwei Rädern erkundet zu werden. Die Pandemie hat den Trend noch verstärkt. Immer mehr sind elektrisch unterwegs. Doch das birgt auch Risiken.
Elektro-Fahrräder boomen. Kein Wunder: Die Bewegung ist gesund, schonend für die Gelenke und gerade in Zeiten der Pandemie eine willkommene Aktivität an der frischen Luft. Laut aktuellen Schätzungen kurven alleine im Burgenland rund 40.000 Zweiräder mit Motor durch die Gegend. Vor allem im vergangenen Jahr sind viele dazugekommen. Mangels Reiseeinschränkungen haben viele ihr Urlaubsbudget in ein elektrifiziertes Fahrrad gesteckt. Natürlich waren diese über den Winter eingelagert. Jetzt, wo die Temperaturen steigen, werden die Stromdrahtesel wieder aus dem Keller geholt. Wie bei herkömmlichen Fahrrädern sollten auch E-Bikes jetzt einem Service unterzogen werden. Hat man wenig Erfahrung, sollte ein Frühlings-Service unbedingt vom Fachmann durchgeführt werden.
Regelmäßige Pflege beim E-Bike besonders wichtig
Doch einige Handgriffe beziehungsweise Wartungsarbeiten können auch Neulinge selbst erledigen. Sich ein paar Stündchen an einem sonnigen Nachmittag nehmen und alle Teile am Pedelec durchgehen, kann alles andere als schaden. Dank einer gelegentlichen Wäsche des Rades sieht es erstens wie neu aus und es können sich zweitens keine Verschmutzungen ablagern, die in weiterer Folge größere Reparaturen erforderlich machen würden. Denn an einem sauberen Rad erkennt man am besten, ob etwas kaputt ist. Dem gröbsten Dreck wird trocken mit Handfeger oder Bürste zu Leibe gerückt, an schwer zugänglichen Stellen helfen eine alte Zahnbürste, Borstenpinsel oder Zahnstocher. Wichtig ist dabei, dass der Schmutz auch wirklich entfernt und nicht noch weiter in Bauteile und versteckte Ecken eingearbeitet wird. Lockere Schrauben und andere Mini-Mankos können gleich in einem Aufwasch miterledigt werden. Flüssigkeiten sollten bei E-Bikes nur sparsam und schonend eingesetzt werden und vom Hochdruckreiniger sollte man generell die Finger lassen, da dieser Schmutz und Feuchtigkeit in die Lager presst und somit beschädigen kann. Ideal sind etwas lauwarmes Wasser und ein Schwamm. Für schwer zugängliche Stellen eignet sich eine Zahnbürste.
Alle beweglichen Teile wie etwa die Schaltung vertragen gut dosiert auch Ölschmierung, entweder klassisch in flüssiger Form oder als Sprühöl. Auch eine Reinigung der Kette sollte vor dem ersten Ausritt unbedingt auf dem Programm stehen. Tipp: Bei den Bremsen ist häufige Kontrolle wichtig, denn sie werden bei E-Fahrrädern intensiver beansprucht als bei normalen Fahrrädern. Der eigenen Sicherheit zuliebe sollten Radler öfters mal einen Blick darauf werfen. Hydraulische Bremsen, die sich bis zum Anschlag durchziehen lassen, gehören entlüftet. Sind die Bremsbeläge verschlissen, müssen sie ebenfalls dringend ausgetauscht werden. Scheibenbremsen sollten vom Fachmann gecheckt werden. Ein Blick auf die Felgen und Speichen kann nicht schaden, sie sollten keine Dellen haben und unter Zug stehen.
Der Reifendruck hat beim E-Bike großen Einfluss auf die Akku-Reichweite. Ein Radreifen verliert pro Monat circa ein Bar Luftdruck, weswegen man ihn regelmäßig überprüfen sollte. Den Minimal- und Maximaldruck des jeweiligen Modells führen die Hersteller auf der Seitenflanke der Reifen auf. Empfehlenswert sind Pumpen mit Manometer oder spezielle Druckmessgeräte.
Apropos Akku: Hilfreich ist es, die Steckerpole am Akkuhalter zu reinigen und mit Polfett oder technischer Vaseline leicht zu fetten. Bevor der Akku eingesetzt wird, die Kontaktstellen gründlich trocknen. Das Laden des Akkus sollte in trockener Umgebung und bei Raumtemperatur erfolgen. Sollte es in diesem Jahr noch einmal kühler werden, gibt es für die Aggregate auch wärmende Neopren-Abdeckungen – das schützt vor Entladung.
Vor dem ersten Ausritt:
Tipps für E-Bike-Anfänger
Obwohl die Fahrradsaison erst jetzt angefangen hat, ist eines schon klar: E-Bikes sind auch in diesem Jahr begehrte Ware. Also sind auch wieder Neulinge auf den burgenländischen Fahrradwegen unterwegs. Neulinge sollten auf jeden Fall bedenken, dass sich ein E-Bike anders als ein herkömmliches Fahrrad fährt. Das Fahren von einem E-Bike im Verhältnis zu einem „normalen“ Fahrrad unterscheidet sich erheblich. Daher ist es wichtig, zu wissen, worauf es ankommt. Besonders zu beachten ist der längere Bremsweg. Durch die höhere Geschwindigkeit verlängert sich dieser im Vergleich mit herkömmlichen Fahrrädern beachtlich: Wer mit Tempo 25 unterwegs ist, hat einen etwa doppelt so langen Bremsweg als „Biker“, die mit 15 km/h unterwegs sind. Zudem verändert sich das Kurvenverhalten, was besonders beim Abbiegen zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch nasse Straßen sowie unerwartete Beschädigungen am Straßenrand können Unfälle herbeiführen. Die Fahrrad-Experten von ARBÖ und ÖAMTC empfehlen daher eigene E-Bike-Trainings.
Vorschriften gelten auch für E-Bike-Fahrer
In Österreich sind E-Bikes verkehrsrechtlich „normalen“ Fahrrädern gleichgestellt. Bezüglich Ausrüstung ist wichtig: Es gelten die Vorgaben wie bei Fahrrädern, Pflicht sind also Klingel, Scheinwerfer, Rücklicht, Rückstrahler und Reflektoren an Speichen und Pedalen. Auch bei E-Bikes und Pedelecs gilt: 0,8-Promille-Grenze, Telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung. Anhänger dürfen übrigens nur dann gezogen werden, wenn am E-Bike auch ein Fahrradständer montiert ist.


 

10.4.2021 -  Gefahren von Schlaglöchern nicht unterschätzen

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Nach dem Winter weisen die Straßen häufig Frostschäden auf. Tiefe Schlaglöcher und Risse gefährden besonders für Motorrad- und Fahrradfahrer.

Minustemperaturen, Schnee und Eis sind Einflüsse, die dem Straßenbelag enorm zusetzen.Vor allem nach den sehr kalten Wintermonaten ist die Fahrbahn häufig mit Rissen und Schlaglöchern übersäht, und auch die Straßenbankette sind oftmals beschädigt. Eine kaputte Fahrbahn gefährdet die Technik eines Fahrzeugs und erhöht die Unfallgefahr.
„Besonders Motorradfahrer sollten jetzt vorsichtig unterwegs sein. Wer ein Schlagloch übersieht, kann leicht zu Sturz kommen und sein Fahrzeug beschädigen. Und gerade jetzt überraschen Schlaglöcher auch auf Straßenabschnitten, die im Herbst noch vollkommen in Ordnung waren“, erläutert Sebastian Obrecht, ARBÖ-Pressesprecher. Die Fahrbahnschäden sind zudem noch nicht ausgebessert, weshalb eine vorausschauende Fahrweise enorm wichtig ist.  

 

Eine zusätzliche Gefahr ist Regenwasser auf der Fahrbahn. Dies führt weiters dazu, dass Schlaglöcher nicht gut oder gar nicht sichtbar sind. „Unsere Mitglieder erzählen immer wieder davon, dass sie das Schlagloch nicht gesehen haben, nicht frühzeitig abbremsen konnten und dann ist es schon geschehen“, erzählt Günther Schießendoppler, Leiter des ARBÖ-Prüfzentrums in Salzburg. „Neben der enormen Unfallgefahr kann der abrupte Stoß aber auch zu Reifen- bzw. Felgenschäden führen. Der Reifen entwickelt durch den starken Druck eine Beule, da die Karkasse des Reifens (für das Auge nicht sichtbar) beschädigt wird.Wenn das passiert, muss der Reifen sofort gewechselt werden, da es im schlimmsten Fall zu einem Reifenplatzer führen kann“, warnt Schießendoppler weiter. Eines der häufigsten
technischen Gebrechen bei Schlaglöchern sind die Radaufhängungen. Hier kann der starke Aufprall dazu führen, dass die Gelenke ausschlagen und in Folge wird die Spur des Fahrzeugs verstellt.   

 

Schlaglöcher, Risse und kaputte Bankette gefährden nicht nur die Technik, sondern erhöhen die Unfallgefahr enorm. Gerade für Radfahrer, Moped- oder Motorradlenker sind Schlaglöcher am Fahrbahnrand oder Risse auf der Fahrbahn äußerst gefährlich. Immer wieder werden dadurch unvorhersehbare Ausweichmanöver gestartet, die die Unfallgefahr
mit dem darauffolgenden Verkehr erhöhen. „Besonders gefährlich wird es, wenn die Verkehrsteilnehmer ohne erkennbare Zeichengebung plötzlich ausweichen. Das betrifft nicht nur den nachkommenden Verkehr, sondern unter Umständen auch den Gegenverkehr“,warnt Obrecht. Durch die Sturzgefahr oder ein abruptes Abbremsmanöver vor Schlaglöchern wird die Gefahr eines Auffahrunfalls massiv erhöht. Längsrillen in der Fahrbahn sind vor allem für Zweiradfahrer - im Speziellen für Fahrradfahrer - sehr gefährlich. „Man muss bedenken, dass Radfahrer ungeschützt sind. Daher kann es bei einem Sturz zu erheblichen Verletzungen kommen“, hebt Obrecht hervor. 

Was kann man aus Verkehrsteilnehmer selbst tun, um sicher unterwegs zu sein? Der ARBÖ gibt Sicherheitstipps:

• Vorausschauend fahren: Egal ob man mit dem Zweirad oder Auto unterwegs ist, das vorausschauende Fahren vermeidet Unfälle.

• Achtsam sein: Aufeinander Rücksicht nehmen lautet das Gebot der Stunde. Keine voreiligen Überholmanöver sowie genügend Abstand halten.

• Geschwindigkeit anpassen: Bei engeren Straßen Tempo drosseln. Aber auch, wenn man motorisierte oder unmotorisierte Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.

• Fahrbahn ausnutzen: Selbstbewusstes Fahren ist sicheres Fahren. Als Radfahrer oder Moped- bzw. Motorradlenker ist es wichtig, nicht ganz an den Fahrbahnrand zu fahren. 

• Fahrtrainings absolvieren: Wenn man in unvorhersehbaren Situationen richtig reagiert, kann man Unfälle vermeiden. Daher empfehlen sich besonders im Frühjahr Motorrad-Sicherheits-Trainings (beispielsweise das Warm-up-Traning in einem der drei Fahrsicherheits-Zentren des ARBÖ; Infos unter: www.ich-fahr-sicher.at), aber auch Fahrsicherheits-Trainings für den eigenen PKW. 

• Sicherheitscheck machen: Sollte man in ein Schlagloch gefahren sein, dann in der Fachwerkstätte das Fahrzeug auf technische Schäden überprüfen lassen. 

 

 

7.4.2021 - ARBÖ: "Vollbetrieb trotz des Lockdowns!"


„Trotz Lockdowns in der Ostregion Österreichs sind die sieben burgenländischen ARBÖ-Prüfzentren offen und voll in Betrieb", stellt ARBÖ-Landesdirektorin Gabi Rittenbacher klar.
"Auf Auto angewiesen"
"Wir bieten unser ganzes Service von Pickerl-Überprüfungen bis hin zu Reparaturen an“, so Rittenbacher.
„Die Menschen sind jetzt mehr denn je auf das Auto angewiesen. Sollte es Probleme mit dem Kraftfahrzeug geben, helfen die ARBÖ-Techniker bei Pannen und technischen Gebrechen“, erklärt Rittenbacher.
Hygiene-Beachtung
Die Prüfzentren sind zu den gewohnten Zeiten von Montag bis Samstag von 7 bis 19 Uhr offen, am Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 17 Uhr. Der Pannendienst ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 1 – 2 – 3 erreichbar.
Selbstverständlich werden alle Hygienevorschriften strengstens eingehalten.
Termin für Werkstattbesuch
„Bei geplanten Werkstattbesuchen ersuchen wir unsere Kunden, rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren, damit es zu keinen größeren Menschenansammlungen in den Prüfzentren kommt“, empfiehlt die Landesdirektorin.

 

Neue Steuer trifft Handwerksbetriebe


Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen schon bald alle, die sich einen Kasten- oder Pritschenwagen zulegen wollen. Betroffen seien davon vor allem Gewerbetreibende und Handwerker sowie Handelsbetriebe, schlägt der ARBÖ Burgenland Alarm. Der Autofahrerklub fordert die Rücknahme der neuen Steuer.
Teuerung ab Juli. ARBÖ warnt nun:
Die Bundesregierung plant, ab 1. Juli leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen höher zu besteuern. Mit der neuen Normverbrauchsabgabe würde ein Mercedes Sprinter zum Beispiel um mehr als 8000 Euro teurer, was rund einem Drittel des aktuellen Kaufpreises entspricht. Da derartige Fahrzeuge vor allem von kleineren und mittleren Betrieben gekauft werden, warnt ARBÖ-Präsident Peter Rezar nun vor einer zusätzlichen Belastung für die Firmen. „Mitten in der Covid-19-Pandemie und inmitten einer Wirtschaftskrise an der Steuerschraube zu drehen und die Betriebe noch zusätzlich zu belasten ist völlig falsch und gefährdet Arbeitsplätze“, so Rezar. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Firmen aufgrund der Anhebung Anschaffungen beim Fuhrpark aufschieben und ihre älteren Fahrzeuge länger nutzen.
Um der neuen Steuer der Bundesregierung zu entgehen, müssen Betriebe, die Investitionen überlegen, schon vor dem 1. Juni einen entsprechenden Kaufvertrag abschließen.
   


Nie ohne Helm und Schutzkleidung aufs Motorrad!


Mit den ersten warmen Frühlingstagen sind sie wieder auf Tirols Straßen zu sehen: die Motorräder. Doch obwohl die Unfallgefahr für Zweiradfahrer deutlich größer ist als im Auto, nehmen es viele Motorradfahrer mit der Schutzausrüstung nicht so genau, wie eine Untersuchung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) unter 3.500 Motorrad-, Roller-und Mopedfahrern zeigt.
Vor allem im städtischen Bereich wird gerne auf die Schutzausrüstung verzichtet. Jeder achte Motorradfahrer im Ortsgebiet trug bei der Fahrt eine kurze Hose und ein kurzärmliges Oberteil, bei den Mopedfahrern sogar jeder Dritte. Dabei kann die passende Schutzausrüstung im Ernstfall zwischen Leben und Tod entscheiden.
Moped-oder Motorradlenker haben bei einem Unfall keine Knautschzone. Helm, Motorrad-Jacke und -Hose (inklusive Protektoren), Stiefel und Handschuhe gehören zu jeder guten Schutzausrüstung. Keinesfalls soll hier gespart werden, nur qualitativ hochwertige Kleidung schützt.
Gefordert sind aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer: "Motorradunfälle mit Pkw-Beteiligung
sind besonders schwere Unfälle. Damit diese effizient verhindert werden können, ist Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer wichtig", erinnert das KFV. Motorräder werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette immer wieder übersehen. Für Motorradfahrer wiederum gilt: Ein sicherer Abstand zu den vorausfahrenden Pkws reduziert das Unfallrisiko.

 

6.4.2021 - Hohe Spritpreise: Tipps zum Sparen


ARBÖ rät angesichts steigender Preise zur richtigen Tank-Strategie
Nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Rohölpreises ist die Inflation auf zwei Prozent geklettert. Das merken Autofahrer auch an der Zapfsäule. Denn in den vergangenen drei Monaten stieg der Benzin-Preis um 13 Prozent, der Diesel-Preis legte um 12 Prozent zu. Für eine 60-Liter-Tankbefüllung mit Diesel zahlt man aktuell um rund 6,5 Euro mehr als noch zu Beginn des Jahres, rechnet der Autofahrerclub ARBÖ vor. Die Experten raten daher zu einer guten Tank-Strategie.
Einfache Regeln
Schon einfache Tricks helfen Geld zu sparen: So gilt es den richtigen Zeitpunkt für die Sprit-Aufnahme zu wählen. Grundsätzlich ist das Tanken am Vormittag am günstigsten, denn Tankstellen dürfen die Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, aber beliebig oft senken. Auch steigen in der Regel die Treibstoffpreise vor dem Wochenende, um dann wieder zu fallen. Dadurch sind die Preise am Sonntag und Montag tendenziell günstiger.
Entscheidend ist oft auch die Lage der jeweiligen Tankstelle. Im Stadtgebiet und bei Autobahnen sind die Preise am höchsten. Auf arboe.at gibt es hierzu einen Preisvergleich.
Auf den Verbrauch achten
Auch wenn man billiger tankt, gilt es auf den Spritverbrauch zu achten. Die wichtigsten Tipps:
Den Motor nicht warmlaufen lassen, sondern direkt nach Start des Motor losfahren. So kommt er schneller auf die effiziente Betriebstemperatur.
Den Reifendruck anpassen und unnötige Fahrzeugbeladung ausräumen.
Konstant und vorausschauend beschleunigen und bremsen. Jeder Wechsel zwischen Beschleunigen und Bremsen kostet Treibstoff.
Einen möglichst hohen Gang wählen, um so die Drehzahl möglichst gering zu halten.
 

 

2.4.2021 - ARBÖ-Pannendienst voll verfügbar

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Der Pannendienst des ARBÖ ist auch während des Oster-Lockdowns rund um die Uhr einsatzbereit.  

Am ersten Tag des Lockdowns Nummer 4 ging das Verkehrsaufkommen merklich zurück, wie Jürgen Fraberger, Leiter des ARBÖ-Callcenters, bestätigt: „Im Vergleich zu gestern, Mittwoch, haben wir heute bis zu Mittag um ein Drittel weniger Einsätze zu verzeichnen. Zum Teil führen wir dies auf den heute beginnenden Lockdown zurück, andererseits darauf, dass gestern noch viele den letzten Tag vor dem Lockdown genutzt haben, um Ausflüge oder
Besorgungen zu machen. Daher war gestern das Einsatzaufkommen besonders stark.“

Der ARBÖ ist jedenfalls auch während der Osterruhe in Ostösterreich in dieser Region voll verfügbar. Egal ob Pannenhilfe, Abschleppung oder die Durchführung technischer Dienstleistungen: Die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Burgenland, in Niederösterreich und in Wien haben derzeit keine Auswirkungen auf die Öffnungszeiten des ARBÖ. Die ARBÖ-Pannenhelfer sind rund um die Uhr in ganz Österreich
im Einsatz und garantieren dadurch die Mobilität aller Mitglieder. Die Öffnungszeiten der ARBÖ-Prüfzentren sind tagesaktuell unter www.arboe.at abrufbar, der ARBÖ-Pannendienst ist von 0 bis 24 Uhr unter dem Pannen-Notruf 123 oder über den Notrufbutton in der ARBÖ-Pannen-App erreichbar.

Die 91 ARBÖ-Prüfzentren sind geöffnet. Notwendige Reparaturen und sicherheitsrelevante Dienstleistungen werden weiterhin unter strengsten Hygieneregeln ungehindert durchgeführt. Um unnötige Wartezeiten und soziale Kontakte zu vermeiden, ist eine telefonische Terminvereinbarung notwendig.

 

Weniger Autos auch am Land im Coronajahr


Mit 570 Pkws auf 1.000 Personen ist die Anzahl der Pkws im Vorjahr laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einzelnen Bezirken erstmals auch außerhalb der Landeshauptstädte zurückgegangen. Neben acht Wiener Bezirken nahm die Zahl der Autos etwa in der Südoststeiermark (minus 700 Pkws) und im Bezirk Mödling (minus 300) ab. Am wenigsten Pkws im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es im 15. Wiener Bezirk, die höchste in Bezirk Waidhofen/Thaya (NÖ). Bei den Landeshauptstädten hat Innsbruck nach Wien die zweitniedrigste Pkw-Dichte. In manchen Bezirken sinkt die Einwohnerzahl, die Zahl der Autos steigt aber, etwa im Waldviertel oder in manchen burgenländischen und steirischen Bezirken. Der VCÖ fordert den Ausbau von Öffi-Verbindungen und Radwegen sowie Car-Sharing-Angeboten.


 

31.3.2021 - Spaß-Faktor


Ende eines guten Dauertest-Jahres: Der Nissan Micra N-Sport sammelte bis zum Schluss viel Lob. Pluspunkte gab's vor allem für seinen agilen, stressfreien Charakter.
Intensivtest-Abschluss: Nissan Micra N-Sport
Nicht jede erfolgreiche Vergangenheit ist unbedingt von Vorteil. Mit der des Nissan Micra verknüpfen zumindest nicht mehr ganz Junge immer noch das Bild des blütenweißen Sondermodells "Mouse", ein erklärter Mädchenschwarm aus der Föhnwellen-Ära der 80er. Was unfair ist -die Susi-Variante war eher der Ausreißer als die Norm in der Vita des kleinen Japaners. Im Mutterland hieß er überhaupt March und hat dort bis heute eher den Ruf, zu dem ihm die Sportvarianten R und Superturbo verholfen haben -mit letzterem wurde sogar ein eigener Cup gefahren.
So gesehen ist der heutige N-Sport der eigentliche Fahnenträger der Baureihe, der die Tradition der Ahnen hochhält -nur etwas erwachsener und gereifter als die willden Hobel von früher. So wurde sein Charakter auch unisono von der Tester-Riege bewertet: sportlich, ohne deswegen mit weißen Knöcheln und verschwitzten Handflächen unterwegs sein zu müssen. Dass sich der flinke Nippon-Hobel subjektiv viel flotter anfühlte, als seine Katalogwerte bescheinigen, darf er als Lob ins Ausgedinge des Testjahres mitnehmen -es gibt ohnehin zu wenig Autos, die überhaupt noch auf der Emotionsskala Werte erzielen.
Erreicht hat er das unter anderem mit einem angenehm straffen Fahrwerk, das aber auch bei den Komfort-Qualitäten keine Kompromisse verlangt. Solides Einlenkverhalten, geringe und gut abschätzbare Tendenz zum Untersteuern, ruhiger Geradeauslauf, wenig Wankbewegungen und gute akustische Entkopplung von Oberflächen-Geräuschen -mehr braucht es nicht, um auch mit 117 PS Spaß am Fahren zu haben und dabei nicht einmal die Ordnungsmacht unnötig herausfordern. Die nur 1170 Kilo Kampfgewicht tragen natürlich ebenfalls dazu bei und verhelfen dem Micra zum leichtfüßigen Eindruck, den er bei den Testern hinterlassen hat.
Die präzise geführte Schaltung und die guten Ganganschlüsse des Sechsgang-Getriebes gefielen ebenfalls. Schade, dass die letzte Abgasnorm-Verschärfung die feine Kombination
mit dem 117 PS-Motor inzwischen gekillt hat. Nissan führt zwar noch einen N-Sport im Programm - der wurde der Gesetzgebung wegen aber um satte 25 PS degradiert. Die verbliebenen 92 Ponys sind gerade einmal für matte ein Prozent weniger NoVA gut, die sich auch im günstigeren Kaufpreis niederschlagen. Der Spaßfaktor reduziert sich damit aber noch deutlicher.
Das vergangene Jahr hat sich natürlich auch in den Auswertungen unserer Testflotte abgebildet: Der eingeschränkten Reisemöglichkeit wegen sind die Kilometerstände geringer als gewohnt, mehr Stadtverkehr und Kurzstrecken schlagen sich im Testverbrauch nieder. Der kletterte beim N-Sport damit gegen Testende noch auf 6,6 Liter, auf Überland-Abschnitten blieb er
aber mehr als einen halben Liter unter dem WLTP-Wert von 5,9.
Warum Nissan bei der digitalen Mitgift knausert und nur alternativ Sound-oder Navi-Paket anbietet, nicht aber beides, ist unklar. Das somit im Vergleich zum Mitbewerb weniger komplette Infotainment-System bestand dafür in der Zuverlässigkeit und leistete sich das ganze Jahr über keine Hänger -mit Gruß an den VW-Konzern, wo derzeit bei manchen Modellen schon eine Stunde ohne Digital-Kollaps als Erfolg gewertet wird.
Kritik heimste der Micra nur bei der Qualität der Dämmung -hier speziell bei den hinteren Türen mit ihrem blechernen Klang beim Zumachen - und der Teppiche ein. Die vertrugen die Beanspruchung des regelmäßigen Staubsauger- Einsatzs nur bedingt. Allerdings nicht mit steigendem Grad: Es blieb beim relativ früh beginnenden leichten Ausfransen, das sich aber nicht weiter verstärkte.
Vorne hielten sich Bezüge und Polsterung tadellos, die Abdrücke der hinten zeitweise montierten Kindersitze blieben aber dauerhaft sichtbar. Die Fensterheber sträubten sich bei Kälte, bei Minusgraden verrichteten sie ihren Dienst merkbar unwilliger und langsamer.
Der technische Abschluss-Check des ARBÖ attestierte dem Japaner vorrangig gute Noten - lediglich die Abnutzung der Wischerblätter und leichte Korrosion am Endschalldämpfer wurden beanstandet.
Kleinigkeiten, die das Fazit des Dauertests nicht beeinträchtigen: Dass es noch Autos gibt, die zum Spaßmachen keine überbordenden PS-Leistungen und auch keine politisch korrekte Elektro-Unterstützung brauchen - Hallelujah! Und trotzdem nicht einmal in Image oder Auftritt mächtig darauf pochen. Der Micra N-Sport plustert sich optisch nicht auf, schöpft sein Gaudi-Potenzial vor allem aus solider Abstimmung und bleibt damit auch preislich im Rahmen - selbst wenn ihm etwas weniger Sparzwang beim Interieur guttun würde. Die redaktionsinternen Wetten, wie oft feine Spaßmacher dieser Art noch unseren Fuhrpark bereichern werden, stehen leider nicht allzu gut.

 

30.3.2021 -  Autofahren in anderen Umständen

Das Autofahren für Frauen in der Schwangerschaft ist oftmals herausfordernder als gedacht, möchte doch jede Frau ihr Baby schützen. Der ARBÖ gibt Informationen über die richtigen Gurtsysteme und was als werdende Mama im Straßenverkehr beachtet werden sollte.

Eine schwangere Frau muss sich so über einiges Gedanken machen. Vor allem wenn der Babybauch immer größer wird, denken viele an die Farbe des Kinderzimmers, welche Hebamme sie wählen aber auch Geburtsvorbereitungs-kurse werden ins Visier genommen.Einhergehend fragen sich viele, ob man als Schwangere noch Autofahren darf und wie man den Babybauch am besten vor Gefahren schützt. „Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, in der
Schwangerschaft zu fahren. Zusätzlich gibt es keine gesetzliche Regelung, wie lange man als Schwangere Autofahren darf“, erklärt Renate Eschenlohr vom ARBÖ Salzburg. 

Die Straßenverkehrsordnung (§58 StVO) spricht ganz allgemein davon, dass man nur dann Autofahren darf, wenn man körperlich und geistig dazu in der Lage ist. „Wichtig ist, auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Fühlt man sich unwohl oder verspürt man Übelkeit, sollte in diesen Momenten, wenn möglich, auf das Autofahren verzichtet werden“, so Eschenlohr weiter. 

Gurtpflicht in Österreich

Niemals ohne Gurt fahren. Sicherheit hinterm Lenkrad hat – auch wenn sich der Gurt möglicherweise unangenehm anfühlt - während der Schwangerschaft oberste Priorität. In Österreich gilt Gurtpflicht, daher muss sich auch eine Schwangere anschnallen. „Zusätzlich zur eigenen und der Sicherheit des Ungeborenen, kommt hinzu, dass im Falle eines Unfalls die Versicherung die Zahlung verweigern kann,“ sagt ARBÖ-Rechtsexperte Martin Echsel. 

Spezielles Gurtsystem verwenden

Der Fachhandel bietet Schwangerschaftsgurte, die die Sicherheit des Kindes beim Autofahren erhöhen. „Dieses Gurtführsystem kann bereits ab dem 2. Schwangerschaftsmonat verwendet werden und bietet dem ungeborenen Kind im Falle eines Unfalls erhöhte Sicherheit. Zusätzlich sind solche Gurtsysteme beim Autofahren für viele Frauen angenehmer, da der Gurt nicht auf Bauch oder Blase drückt,“ empfiehlt Eschenlohr. Sollte die Autofahrt ohne speziellen Gurt gemacht werden, so sollte der Gurt möglichst straff angezogen sein. Wichtig ist auch darauf zu
achten, dass dieser nicht verdreht ist und zwischen den Brüsten verläuft. Der untere Teil des Gurtes sollte möglichst unter dem Bauch herumgezogen werden und nicht zu fest sein, damit er nicht auf den Bauch drückt. Keine Sorge: Ein richtig angelegter Gurt schützt Mutter und Kind.

 

Vorsicht bei langen Autofahrten  
Man kann nicht pauschal vorgeben, wie lange eine Autofahrt dauern sollte. Grundsätzlich ist es wichtig darauf zu achten, wie sich die Frau fühlt. Es kann sein, dass mit fortschreitender Schwangerschaft Autofahrten behäbiger werden. Die Beweglichkeit könnte eingeschränkt sein, aber auch Müdigkeit und Kreislaufprobleme können auftreten. Daher ist es wichtig, auf einige Punkte bei längeren Fahrten zu achten:

- Ausreichend Pausen einlegen, aussteigen, frische Luft tanken und leichte Körperübungen durchführen.
- Genügend Flüssigkeit mitführen und trinken.

- Bei längeren Wartezeiten Übungen mit den Beinen machen, um die Durchblutung anzuregen.
- Eventuell Kompressionsstrümpfe tragen.
- Bei Unwohlsein vor Fahrtantritt ist es besser, das Auto stehen zu lassen und Alternativen überlegen.

 

Wann sollte man auf das Autofahren verzichten
Da der Gesetzgeber grundsätzlich nichts Konkretes bei einer Schwangerschaft vorschreibt, sollte man bei folgenden Punkten auf das eigenständige Fahren vom Auto verzichten:

- Am Ende der Schwangerschaft, wenn bereits Wehen eingesetzt haben oder die Fruchtblase geplatzt ist.
- Grundsätzlich bei Unwohlsein. Übelkeit, Schwindel oder Müdigkeit erhöhen das Unfallrisiko.  
- Zur Sicherheit des Kindes sollte man sehr holprige Fahrbahnen meiden.
- Bei sehr schlechtem Wetter bzw. wenn man selbst unsicher ist. Zum Beispiel bei Schneefall, Eisfahrbahn oder Nebel.

- Bei längeren Wartezeiten Übungen mit den Beinen machen, um die Durchblutung anzuregen.
- Eventuell Kompressionsstrümpfe tragen.
- Bei Unwohlsein vor Fahrtantritt ist es besser, das Auto stehen zu lassen und Alternativen überlegen.

 

26.3.2021 - Autolobby schreibt an Kurz: Kein Aus für Verbrennungsmotor


Der Plan der Bundesregierung und acht weiterer EU-Länder für ein Ausstiegsdatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren erzürnt weiterhin die Autobranche, Automobilklubs und Frächter. Sie wenden sich heute mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Kernaussage des Schreibens: "Diese Politik eines Technologieverbotes ist falsch."
Für die CO2-Bilanz beim Betrieb eines Fahrzeuges sei nicht die Technologie des Antriebsstrangs entscheidend, sondern der Einsatz von sauberer Energie - grünem Strom oder CO2-neutralem Kraftstoff. In einer über die Betriebsdauer hinausgehenden Lebenszyklus-Betrachtung, die den CO2-Ausstoß von der Produktion bis zur Verwertung eines Fahrzeuges berücksichtigt, könne ein Verbrenner-Fahrzeug sogar besser abschneiden als Fahrzeuge mit anderen Antrieben. Verbote würden Innovationen und wirtschaftliche Entwicklungen hemmen.
Außerdem warnen die Branchenvertreter der Kfz- und Transport-Branche vor einem frühzeitigen Wertverlust der derzeit rund fünf Millionen Autos der Österreicher. "Ein Neuzulassungs-Verbot mit der Aussicht auf ein generelles Verbot von Verbrennungsmotoren gefährdet unmittelbar den Wiederverkaufswert dieser Fahrzeuge und greift damit direkt in das Vermögen der Menschen ein", heißt es in dem offenen Brief. Die Interessensvertreter rechnen vor: "Die Hälfte der Autobesitzer hat noch nie ein Neufahrzeug erworben, rund 70 Prozent der Bestandsfahrzeuge haben einen Wiederverkaufswert von unter 10.000 Euro."
Innerhalb der österreichischen Automobil-Wirtschaft, die einschließlich Zulieferbetriebe sowie der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche rund 355.000 Personen beschäftige, seien rund 25.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer direkt mit der Fertigung von Motor oder Getriebeteilen beschäftigt.
Unterzeichnet wurde der offene Brief unter anderem von Günther Apfalter (Magna), Helmut List (List), Peter Mitterbauer (Miba), Stefan Pierer (KTM), Günther Kerle (Autmobilimporteure), Johann Marihart (Agrana), Alexander Klacska (Transporteure), Oliver Schmerold (ÖAMTC) und Gerald Kumnig (ARBÖ) sowie vom Investor Siegfried Wolf, der gerade um das MAN-Buswerk in Steyr (OÖ) rittert. Sie alle fordern Bundeskanzler Kurz auf, in der EU gegen ein Zulassungs-Verbot für Verbrennungsmotoren einzutreten.
Ein konkretes Ausstiegsdatum für Österreich gibt es noch nicht. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) verwies zuletzt auf die Bandbreite zwischen dem Jahr 2025, in dem Norwegen aus dem Verbrennungsmotor aussteigen will, und 2040, das Frankreich anpeilt. Rund zwei Drittel der Neuwagen in Österreich werden an Firmenkunden verkauft.
 

 

25.3.2021 - ARBÖ-Sommerreifentest: Alle Testkandidaten mit überzeugenden Leistungen

Der heurige Sommerreifentest liefert ein erfreuliches Ergebnis: Alle neun Pneus schneiden mit „sehr empfehlenswert“ oder „empfehlenswert“ ab.

 

Gemeinsam mit seinen deutschen Testpartnern ACE Auto Club Europa und der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat der ARBÖ neun Sommerreifen des Formats 225/45 R 17 mit dem Golf VIII als Testfahrzeug verglichen. Die unter die Lupe genommene Reifengröße ist passend für Kompakt- und Mittelklasse-Pkw, wie zum Beispiel Audi A3, BMW 1er-, 2er-, 3er-Baureihe, Honda Civic, Mercedes A-, B-, C-Klasse, Opel Astra, Peugeot
308, Seat Leon, Toyota Corolla oder eben VW Golf.

 

Die neun getesteten Reifen wurden von namhaften Reifenherstellern ins Rennen geschickt und passend zum positiven Ausgang des Tests gibt es heuer zwei dritte Plätze und auch zwei Sieger: Der Michelin Primacy 4 und der Nexen N’fera Sport SU2 teilen sich mit einer Gesamtpunktezahl von 138 den ersten Platz und dürfen somit das Siegerlabel tragen. Besonders im Kapitel „Sicherheit Trocken“ überzeugen die beiden Sieger, während es in der
Kategorie „Sicherheit Nass“ Reifen gibt, die besser abschneiden.

 

Besonders der Falken Azenis FK510 liefert auf nassem Untergrund Bestwerte ab, auf trockener Fahrbahn und in der Kategorie „Umwelt/Wirtschaftlichkeit“ reicht es aber nicht ganz zu einem Spitzenplatz, was in der Endabrechnung Platz 3 bedeutet. Diesen teilt sich der Falken mit dem Nokian Wetproof, der in sämtlichen Kapiteln solide Topwerte abliefert.Alle vier Reifen sind uneingeschränkt geeignet und erreichen eine Gesamtbeurteilung von „sehr empfehlenswert“.

 

Aber auch der zweite Teil des Testfelds überzeugte die Tester. Mit 133 Punkten reiht sich der Continental Premium Contact 6 auf den fünften Platz ein, der besonders auf nasser Fahrbahn zu den Besten des Feldes gehört. Einen Punkt dahinter folgt der Maxxis Premitra 5, der zwar auf nasser Fahrbahn Probleme beim Bremsen hat, dafür aber bei Aquaplaning gut performt. Auf trockenem Untergrund und bei der Wirtschaftlichkeit kann der Maxxis nicht
ganz mit den Allerbesten mithalten. Im Mittelfeld auf Platz Sieben reiht sich der Goodyear EfficientGrip Performance 2 ein, der überall gut abliefert, aber in keiner Kategorie heraussticht.

 

Platz Acht und Neun gehen an den BF Goodrich Advantage und den Laufenn S Fit EQ+. All diese Reifen werden mit „empfehlenswert“ ausgezeichnet, was Erich Groiss, technischer Koordinator des ARBÖ, besonders freut: „Wir können heuer alle, und zwar wirklich alle, getesteten Reifen empfehlen. Das heurige Testfeld liegt extrem knapp beieinander. So trennen den letzten von den beiden ersten Plätzen in der Endabrechnung gerade einmal zwölf Punkte. Die Reifen leisten nur in Nuancen bessere oder weniger bessere Leistungen.Insgesamt ein sehr erfreuliches Ergebnis.“

 

 

24.3.2021 - Stinkefinger ist kein Kavaliersdelikt


Im Straßenverkehr gehen oft die Emotionen hoch. Den eigenen Unmut sollte man aber keinesfalls an anderen Verkehrsteilnehmern auslassen. Warum Stinkefinger und Co. im Straßenverkehr unterlassen werden sollten.
"Da hat mich der doch glatt so geschnitten, dass ich eine Vollbremsung hinlegen musste - das war mordsgefährlich und es blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Unmut kund zu tun und ihm den Mittelfinger zu zeigen", so ein entrüstetes Arbö-Mitglied bei der Rechtsberatung. Das Mitglied wurde wegen Beleidigung angezeigt. "Wer andere Menschen öffentlich beschimpft, verspottet, am Körper misshandelt oder ihnen mit einer körperlichen Misshandlung droht, macht sich nach §115 StGB Beleidigung strafbar", so Arbö-Rechtsexperte Martin Echsel. In Oberösterreich kann das unter Umständen mit einer verwaltungsrechtlichen Geldstrafe bis zu 360 Euro enden. "Dabei ist es schwer, Ausreden oder eine legitime Begründung zu finden. Im Einzelfall wird der Richter entscheiden, ob die Tat entschuldbar ist. Dies ist der Fall, wenn man sich nur durch Entrüstung über das Verhalten eines anderen dazu hinreißen lässt, ihn in einer den Umständen nach entschuldbaren Weise zu beschimpfen und wenn die Entrüstung, insbesondere auch im Hinblick auf die seit ihrem Anlass verstrichene Zeit allgemein begreiflich ist", sagt Echsel. Jedenfalls lässt sich dieses Prozedere, welches oft nur zu zusätzlichem Aufwand und weiterer Verärgerung führt, gänzlich vermeiden, indem man sich derartige "Komplimente" erspart.
Kühlen Kopf bewahren
Der Arbö appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, im Sinne der Verkehrssicherheit einen kühlen Kopf zu bewahren und gelassen zu bleiben, denn Wut führt oft zu irrationalem Verhalten und in den schlimmsten Fällen zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Auch wenn es nicht immer leicht fällt, sollte man stets versuchen, möglichst verständnisvoll zu agieren bzw. zu reagieren, denn grundsätzlich entstehen Fehlverhalten im Straßenverkehr gänzlich unabsichtlich, aus Versehen und nicht etwa aus mutwilliger Provokation. Wenn auf ein solches Versehen eine aggressive Reaktion folgt, wird diese schnell mit einer weiteren aggressiven Reaktion beantwortet, und im schlimmsten Fall wird so aus einer Kleinigkeit ein nervenraubendes rechtliches Verfahren.  

 

23.03.2021 - Sie kehrte nach einem Jahr zum Auto zurück


Vor rund vier Jahren wagte Renate Eschenlohr, die Sprecherin des ARBÖ in Salzburg, einen Selbstversuch: Sie trennte sich von ihrem Auto und beschloss, ihre Wege fortan zu Fuß, mit dem Rad und mit den Öffis zu erledigen. „Mir war diese Erfahrung wichtig. Ich wohne mitten in Liefering, die S-Bahn ist sieben Minuten entfernt, der Obus vier Minuten.“ Die ARBÖ-Landeszentrale lasse sich von zu Hause aus bequem zu Fuß oder per Rad erreichen. Für schwere Einkäufe habe sie sich gelegentlich das Auto ihres Sohnes ausgeborgt.
„Ich habe ein Jahr lang durchgehalten, dann habe ich aufgegeben und wieder ein Auto gekauft“, schildert Eschenlohr. Ein Punkt habe den Ausschlag gegeben: „Ohne Auto muss man sein Leben viel stärker planen, ich habe es vermisst, spontan etwas zu unternehmen und zum Beispiel noch am Abend eine Freundin zu besuchen, die in Henndorf wohnt.“
Nicht ganz einfach sei auch die Freizeitgestaltung gewesen. „Man braucht zwar für Ausflüge und diverse Unternehmungen nicht unbedingt ein Auto, aber es ist umständlicher.“ Wenn sie nicht mit Öffis ans gewünschte Ausflugsziel gekommen sei, habe sie im Freundeskreis eine Mitfahrgelegenheit gesucht. „In gewisser Weise ist man abhängig und muss sich nach den anderen richten.“ Beim Wandern mit dem Hund wäre sie bei schönem Wetter oft gern länger geblieben. „Aber ich musste den Bus zurück nach Salzburg erwischen.“ Als positiv hat Eschenlohr die Entschleunigung erlebt. Mit einem Auto schleiche sich oft unbemerkt Hektik ein, weil man verleitet sei, „noch schnell“ Erledigungen zu machen. Sie habe nun zwar wieder ein Auto, versuche aber, kurze Wege mit dem Rad zurückzulegen, und hinterfrage öfter, ob sie in gewissen Situationen tatsächlich das Auto brauche.
SN-Umfrage: Könnten Sie sich vorstellen, auf Ihr Auto zu verzichten? Bisher antworteten 50 Prozent mit Nein, 15 Prozent brauchen kein Auto, 34 Prozent können gelegentlich verzichten.

 

22.3.2021 - Warnung vor Unfällen


Immer mehr Biker sind zum Start der Saison auf den Straßen. Damit steigt aber auch das Unfallrisiko
Dieser Motorradfahrer erlitt schwerste Verletzungen bei der Kollision mit einem Auto. Er wurde ins Krankenhaus geflogen.
Dieser Biker schützt sich mit einer speziellen Motorradjacke sowie einem Vollvisierhelm und mit Handschuhen. Ratsam wären laut Experten auch Lederstiefel mit eingebauten Protektoren für Knöchel und Unterschenkel.
Deutlich mehr Motorräder wurden – wie berichtet – im Vorjahr verkauft. Einer der Gründe ist die Corona-Pandemie. Weil Urlaub im Ausland häufig unmöglich ist, unternehmen viele Menschen Motorradtouren. Ende März/Anfang April ist Saisonstart. „Motorradfahrer haben keine Knautschzone. Schon Unfälle bei geringen Geschwindigkeiten können zu schweren Verletzungen führen“, warnen die Experten vom ÖAMTC. Gerade zu Beginn der Saison sei es daher wichtig, Sicherheitstrainings zu absolvieren. Sowohl der ÖAMTC als auch der ARBÖ bieten entsprechende Kurse – unter Einhaltung der Covid-Schutzmaßnahmen – an. Hochwertige Kleidung mit Protektoren und ein Vollvisierhelm verringern das Verletzungsrisiko erheblich. Das ist wichtig. Denn immer mehr Spitäler kommen wegen Corona an ihre Belastungsgrenzen. „Jeder vermeidbare Verletzte ist ein Patient zu viel“, appellieren die Ärzte.  

 

18.3.2021 - Rollsplitt zum Frühlingsbeginn: kleine Steinchen mit großen Folgen

 


Der Winter neigt sich dem Ende zu - jetzt haben Fußgänger, Radfahrer und besonders Autofahrer mit Rollsplitt zu kämpfen.
Fußgängern, Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern kann es mit der Entfernung des Rollsplitts gerade nicht schnell genug gehen und das nicht ohne Grund: Können die kleinen Steinchen doch für großen Ärger sorgen.
Scheibenriss durch Steinschlag
Unschöne Lackschäden und beschädigte Windschutzscheiben sind keine Seltenheit. Was oft harmlos aussieht, kann nach kurzer Zeit sehr ernst werden. Schnell kann sich ein unscheinbarer Steinschlag zu einem stattlichen Riss in der Windschutzscheibe entwickeln. Die Stabilität der Frontscheibe und die Sicht können dadurch stark beeinträchtigt werden, was ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko darstellt und auch zu rechtlichen Problemen sowie einer negativen §57a-"Pickerl"-Begutachtung führen kann.
Der Lenker hat dafür zu sorgen, dass er stets optimale Sicht hat. Befindet sich ein grober Schaden (Riss oder Sprung) nämlich im Blickfeld des Fahrers, kann im schlimmsten Fall sogar die Weiterfahrt durch die Behörden untersagt werden. Im Extremfall sind Strafen im Ausmaß von bis zu 5.000 Euro vom Gesetzgeber vorgesehen.
Als leichter Mangel gelten hingegen Beschädigungen außerhalb des Sichtbereiches, wodurch zwar das Pickerl ausgestellt wird, eine rasche Reparatur oder der Tausch trotzdem empfehlenswert ist, da Risse durch Vibrationen größer werden und so auch schnell einmal in das Sichtfeld wandern können. Wer im Fall eines Steinschlages schnell handelt, kann unter Umständen einen teuren Tausch der Autoscheibe umgehen und lediglich mit einer kostengünstigeren Reparatur durch einen Fachmann davonkommen.
Scheibenpflaster
Ist die frisch beschädigte Stelle nicht im Sichtfeld und eine Weiterfahrt kein Sicherheitsrisiko für den Fahrer, die Insassen -und andere Verkehrsteilnehmer, können sogenannte Scheibenpflaster (gibt es in jedem ARBÖ-Prüfzentrum gratis) dafür sorgen, dass kein Schmutz oder Feuchtigkeit in die feinen Risse des Steinschlags eindringt. Dies ermöglicht zusätzlich ein saubereres Reparaturergebnis. Aber Achtung: Auch bei scheinbar kleinen Defekten sollte die Reparatur durch einen Techniker nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Sollte die Windschutzscheibe einmal nicht mehr durch eine Reparatur gerettet werden können und muss getauscht werden, sind Ersatzvignetten bei jedem ARBÖ-Prüfzentrum erhältlich. Zur Beantragung einer neuen Vignette wegen Scheibenbruchs benötigt man eine Kopie des Zulassungsscheines, die abgelöste Vignette bzw. einen Teil der zerstörten Scheibe mit Vignette, die Trägerfolie der Vignette (Allonge) sowie eine Kopie der Werkstattrechnung (mit Rechnungsnummer).

 

17.3.2021 - Fast wie ein Hausarrest


Ferdinand Winkler ist momentan sehr viel zu Hause.
Nicht nur Corona, sondern auch seine Gesundheit haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der pensionierte Kfz-Mechaniker ist seit 1967 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Pöbring. Seine berufliche Erfüllung fand er 32 Jahre lang als Pannenfahrer beim ARBÖ. ,,Es waren schöne Stunden, aber auch schlechte, die ich hier verbringen konnte.“ Neben der Freude, wenn Autofahrern geholfen werden konnte, ihr Fahrzeug flott zu bekommen, standen auf der anderen Seite leider auch schwere Unfälle, die er erlebt hatte.
Er unternahm viele kleinere Ausflüge, Wanderungen in der näheren Umgebung und als aktives Feuerwehrmitglied waren die Wochenenden stets verplant. Vor allem hatten es ihm die älteren Fahrzeuge, die noch nicht mit Elektronik ausgestattet waren, angetan.
Die Pandemiezeit erlebte er während einer Krankheit im Krankenhaus und bei Reha-Maßnahmen. „Körperliches Arbeiten ist derzeit nicht möglich, aber es bleibt genügend Zeit für Kreuzworträtsel und Sudoku lösen, das Fernsehen und vor allem das Faulenzen kommen nicht zu kurz“, meint Ferdinand Winkler lächelnd.  

 

16.3.2021 - Auto frühlingsfit machen


Wichtig ist vor allem eine gründliche Unterbodenwäsche
Nach dem Winter ist besonders wichtig, das Auto zu reinigen und komplett von den Ablagerungen der kalten Saison zu befreien. Der ARBÖ gibt Tipps zur Frühjahrspflege des fahrbaren Untersatzes:
Besonders Salz am Lack kann zu Korrosionsschäden führen. Unbedingt nötig ist es, eine Waschanlage zu wählen, die auch Unterbodenreinigung durchführt: Denn dort hat der Winter die meisten Spuren hinterlassen – Schmutz, Streusplit und, auch hier, Streusalz. Insbesonders die Radkästen brauchen eine gründliche Säuberung. Dafür ist ein Hochdruckreiniger ideal.
Auch die Einstiege reinigen, die Türdichtungen abwischen sowie gegebenenfalls mit speziellen Mitteln behandeln, damit sie nicht spröde werden.
Scheinwerfer reinigen und dabei gleichzeitig prüfen, ob durch einen Schaden (etwa einen kleinen Riss) Feuchtigkeit eingedrungen ist.
Apropos Feuchtigkeit: Verfaultes Herbstlaub verstopft oft Abflusslöcher sowie Lüftungseinlässe und verhindert dadurch die Ableitung von Feuchte aus dem Innenraum. Von Profis sollten auch sämtliche Filter gereinigt werden – damit vermeidet man Geruchsbildung und sorgt für ein gutes Innenraumklima. Wichtig ist auch ein Check der Fußmatten, denn sie nehmen besonders viel Nässe auf.
Die Windschutzscheibe soll schlierenfrei und sauber sein – vor allem auch innen.
Die Windschutzscheibe auch auf Schäden prüfen: Schon ein Mini-Einschlag durch einen kleinen Stein kann schnell zu einem Riss führen. ARBÖ-Profis bieten hier professionelle Hilfe an.

 

15.3.2021 - Ladeanschluss für das Haus: Darauf kommt es an

 


Wer sich ein E-Auto zulegt und eine Garage oder ein Carport hat, benötigt auch eine Ladestation. Umgekehrt betrachtet: Wer ein Haus baut, sollte dies bereits in die Planung mit einbeziehen, zumindest Grundbedingungen für die Installation einer „Wallbox“ zu schaffen.
Auch wenn die Anschaffung eines Elektroautos noch kein Thema sein sollte: Gemäß dem Motto „Man weiß nie, was die Zukunft bringt“ sollten Häuslbauer zumindest die Anschlussmöglichkeiten für eine Ladestation in ihren Planungen berücksichtigen. Ideal ist die Kombination mit einer Photovoltaikanlage (siehe vorige Doppelseite). Und hier hält sich der Zusatzaufwand in Grenzen: Eine Starkstromleitung sollte es sein, denn „normale Steckdosen“ werden stark beansprucht, was zu Kurzschlüssen und sogar zu Bränden führen kann – 220 Volt-Anschlüsse sind für solche Anwendungen nicht ausgelegt . Kurz gesagt: Zumindest eine ausreichend dimensionierte Leerverrohrung zu einem möglichen Platz einer „Wallbox“ ist „zukunftssicher“ – ob für die Garage, zum Carport oder an einen geeigneten Ort nahe des Autoabstellplatzes.
Für die Installation einer Ladeinfrastruktur werden auch Förderungen angeboten. Diese unterliegen jedoch bestimmten Kriterien – unter anderem ist eine professionelle Installation durch einen Fachbetrieb notwendig. Nähere Infos auf www.umweltfoerderung.at
Wichtig ist auch, auf die Qualität der Angebote zu achten.
„Wallboxen sind meist direkt beim Händler erhältlich, der das Elektroauto verkauft“, informiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. „Es gibt zwar auch viele Angebote auf dem freien Markt – jedoch in mitunter unterschiedlicher Qualität“. (…)

 

Ist es gerechtfertigt, das Auto von Rasern zu beschlagnahmen?


Der Ministerrat hat einen Aktionsplan gegen Raserei beschlossen. Neben höheren Strafen und der Verdoppelung der Entzugsdauer für Führerscheine soll auch das Auto von Schnellfahrern beschlagnahmt werden können.
Das Strafmaß bei großen Geschwindigkeitsübertretungen ist in Österreich, verglichen mit vielen anderen europäischen Ländern, viel zu gering. Strengere Maßnahmen gegen Raserei sind deshalb ein Gebot der Stunde.
Das Maßnahmenpaket gegen Raser ist ein Schritt in die richtige Richtung und wird seitens des Kuratoriums für Verkehrssicherheit begrüßt. Maßnahmen wie die Beschlagnahme des Fahrzeugs bei besonders schweren Fällen – etwa wenn es um hohe Geschwindigkeitsüberschreitung unter gefährlichen Verhältnissen geht – sind sinnvoll und wirken abschreckend. Allerdings greifen Maßnahmen wie diese angesichts der vielen Unfallopfer, die bei Raser-Unfällen ums Leben kommen oder schwerstverletzt werden, noch viel zu kurz. Exzessive Geschwindigkeitsübertretungen stellen eine reale, große Gefahr im Straßenverkehr dar, der man mit einem breiten Paket an zielgerichteten, wirkungsvollen Maßnahmen entgegentreten muss.
Während die Kontrolldichte von Geschwindigkeitsdelikten in Österreich sehr hoch ist, ist das Strafmaß bei großen Geschwindigkeitsübertretungen verglichen mit vielen anderen europäischen Ländern äußerst gering. Um folgenschwere, tragische Raser-Unfälle nachhaltig zu verhindern, setzen wir uns für die Anhebung der Mindeststrafen für exzessive Raser und die Senkung der Grenzwerte für Führerscheinentzug um je 10 km/h innerorts auf 30 bzw. außerorts auf 40 km/h mit einer Entzugsdauer von drei Monaten ein.
Zusätzlich ist endlich die Schaffung eines bundesweit einheitlichen Strafkatalogs für Anonymverfügungen und Organmandate mit angemessenen Strafsätzen notwendig. Die derzeitige Situation, dass je nach Bundesland mit unterschiedlichen Strafen zu rechnen ist, sorgt für Unklarheit: Für die Bevölkerung ist das jeweilige Strafausmaß durch die unterschiedliche Handhabe kaum abzuschätzen und nachzuvollziehen.
Eine weitere Möglichkeit zur Prävention von Unfällen mit stark überhöhter Geschwindigkeit bietet die Eintragung als Vormerkdelikt. Diese Eintragung hat sich bereits bei vielen anderen besonders gefährlichen Verkehrsdelikten, etwa dem Fahren unter Alkoholeinfluss oder bei fehlender Kindersicherung, vielfach bewährt. Wir treten daher dafür ein, Geschwindigkeitsüberschreitungen von 10 km/h unter der jeweiligen Schwelle zum Führerscheinentzug als Vormerkdelikt aufzunehmen und bei einem zweiten Vergehen den Führerschein für einen Monat abzunehmen. Nur mit dieser Kombination aus strengen Maßnahmen, die sich zielgerichtet gegen hohe Geschwindigkeitsübertretungen richten, ist eine effektive Bekämpfung der hohen Unfallzahlen – und damit der Verhinderung von viel menschlichem Leid – möglich.
Zur Person
Klaus Robatsch ist Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im Österreichischen Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) in Wien.
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Autofahrer scheinen das ewige Feindbild zu sein. Eine Beschlagnahmung des Fahrzeuges ist klar abzulehnen, weil es sich dabei um einen schwerwiegenden Eingriff in das Eigentumsrecht handelt.
Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, das steht völlig außer Frage. Erfreulicherweise wurden der Verkehr und das Autofahren in den vergangenen Jahren immer sicherer. Das liegt einerseits am gut ausgebauten, modernen Straßennetz, andererseits am technologischen Fortschritt bei den Fahrzeugen. Eine Vielzahl an aktiven Sicherheitsassistenzsystemen, wie ABS, Spurhalte-, Abstand- und Notbremsassistenten, ermöglichen ein immer sichereres und komfortableres Fahren. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Seit 2008 ist die Zahl der Verkehrstoten von 679 um die Hälfte auf 338 im Jahr 2020 zurückgegangen. Ziel ist es, die Zahl auf null zu bringen und ich bin überzeugt, wir sind auf dem richtigen Weg. Denn in der Entwicklung hin zum autonomen bzw. automatisierten Fahren spielt das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle.
Illegale Straßenrennen sind zu verurteilen und entsprechend zu bestrafen. Aber bei der jetzigen Diskussion rund um den von den Grünen vorgeschlagenen Fünf-Punkte-Plan geht es um mehr. Einerseits werden die Grünen ihrem Image als „Verbotspartei“ einmal mehr gerecht. Man müsse den Autofahrern „wehtun“, so die häufige Meinung aus dieser Richtung. Autofahren sei grundsätzlich schlecht und jede Autofahrerin bzw. jeder Autofahrer sei eine bzw. einer zu viel. Dabei wird oft vergessen: Ein moderner Pkw ist sauber, effizient und stellt für viele einen unverzichtbaren Bestandteil des Alltages dar. Darüber hinaus ist die Automobilwirtschaft Leitbranche der produzierenden Wirtschaft in Österreich – 315.000 Arbeitsplätze sind in Österreich auf die Automobilwirtschaft zurückzuführen. Nun soll der Strafrahmen für überhöhte Geschwindigkeit auf 5000 Euro angehoben, die Entzugsdauer des Führerscheins und der Beobachtungszeitraum für wiederholte Geschwindigkeitsübertretungen verdoppelt werden.
Auf der anderen Seite sollte auch eine Beschlagnahmung des Fahrzeuges ermöglicht werden, und das ist wirklich besorgniserregend. Hierbei geht es um schwerwiegende Eingriffe in das Eigentumsrecht. Abgesehen davon zeigt sich in anderen Ländern, dass diese Extremmaßnahmen in den meisten Fällen gar nicht exekutiert werden können, da beispielsweise der Besitzer des Fahrzeuges sich vom Fahrer (z. B. Firmenfahrzeug) unterscheidet und eine Beschlagnahmung gar nicht möglich ist. Für illegale Straßenrennen sollte zweifelsohne eine hohe Bestrafung vorgesehen sein, doch ein Eingriff in das Eigentumsverhältnis durch die Verwaltungsstrafbehörde geht entschieden zu weit.
Zur Person
Günther Kerle ist Vorsitzender im Arbeitskreis der Automobilimporteure in der Österreichischen Industriellenvereinigung. Er war über Jahrzehnte Geschäftsführer von Mazda Österreich.

 

 

12.3.2021 - 3 von 4 Kraftfahrer wollen härtere Strafen für verantwortungslose Raser

Eine Blitzumfrage des ARBÖ zeigt, dass viele Menschen härtere Strafen für gefährliche Raser durchaus positiv bewerten.  

Raser sind Jahr für Jahr für schwere Unfälle und Leid verantwortlich. Die jüngsten Pläne der Bundesregierung sollen genau jene Lenker aus dem Verkehr ziehen. Dieses Vorhaben unterstützt der Mobilitätsklub ARBÖ, wird doch so die Verkehrssicherheit maßgeblich und nachhaltig erhöht. „Allerdings ist zu betonen, dass nicht jeder Pkw-Lenker, der aus Unachtsamkeit mal kurzfristig geringfügig zu schnell unterwegs ist, mit den verantwortungslosen Rasern gleichgesetzt wird. Es muss unterschieden werden, ob es um gemeingefährliche illegale Straßenrennen geht oder das Tempo aus Unachtsamkeit zu hoch war“, betont Sebastian Obrecht, ARBÖ-Pressesprecher.

Anlässlich der aktuellen Diskussion um die Erhöhung der Strafen für Raser hat der ARBÖ eine Online-Blitzumfrage mit 100 Teilnehmern durchgeführt, wie die Pläne von Kraftfahrern beurteilt werden. Das Ergebnis ist eindeutig: 78 Prozent sprechen sich für härtere Strafen für Raser, die Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden, aus. Des Weiteren sind 60 Prozent der befragten Personen dafür, dass die Geschwindigkeits-Grenzwerte für die
Führerscheinentnahmen gesenkt werden, genauso viele fordern eine längere Führerscheinentzugsdauer. Für mehr als zwei Drittel (68 Prozent) sollte Rasen als Vormerkdelikt gelten.

Ablehnend stehen die Befragten der Reduzierung der Tempolimits gegenüber: 82 Prozent sprechen sich klar gegen die Reduzierung der Geschwindigkeitslimits auf Überlandstraßen auf 80 km/h aus. Bei der Frage nach anderen Maßnahmen, die das Rasen stoppen könnten,werden bei der Umfrage vor allem mehr und strengere Kontrollen sowie nachhaltige bewusstseinsbildende Maßnahmen während der Fahrausbildung und Aufklärung gefordert.

Für den ARBÖ gehören Raser, die illegale Hobbyrennen veranstalten und verantwortungslos Gas geben, aus dem Verkehr gezogen, weil sie Leib und Leben riskieren, eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen und für menschliches Leid sowie hohe Kosten verantwortlich sind:„Raserei ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein gefährlicher Tatbestand. Eine Anpassung der Strafhöhe für besonders gefährliche und uneinsichtige Raser ist wichtig, um weiteres Leid und schwere Unfälle zu vermeiden“, schließt ARBÖ-Pressesprecher Sebastian Obrecht ab.   

 

Vor Fahrten mit dem PKW im Krankenstand genau informieren


Krank Auto fahren


Die Corona-Krise dominiert nach wie vor die Schlagzeilen. Aber auch die "Klassiker" wie Grippe und Erkältungen gibt es noch. Immer wieder erhält der ARBÖ Anfragen wie: "Darf ich Auto fahren, wenn ich krank bin?" oder "Darf ich im Krankenstand mit dem Auto fahren?"
Im Falle einer Covid-Infektion lautet die Antwort klar: Nein! Covid-Infizierte dürfen den eigenen Haushalt nicht verlassen, und somit auch nicht mit dem Auto fahren. Ein wenig komplizierter ist die Lage bei z.B. einer herkömmlichen Grippe-Erkrankung: "Auch für Krankgeschriebene gibt es oftmals Gründe, mit dem Auto zu fahren", sagt ARBÖ Oberösterreich Geschäftsführer Thomas Harruk. "Aber vor allem Arbeitnehmer im Krankenstand sollten sich genau darüber informieren, was erlaubt ist -nicht nur um Probleme mit dem Arbeitgeber oder der Exekutive zu vermeiden, sondern insbesondere um sich selbst und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden." Entscheidend bei allen Fahrten ist, ob vom Arzt "Bettruhe" verordnet wurde oder nicht. Bei verordneter Bettruhe darf der Pkw nur in begründeten Ausnahmefällen gelenkt werden und nur sofern die "Fahrtüchtigkeit" gegeben ist (siehe unten). Beispielsweise für Wege zum Arzt oder zur Apotheke oder für dringende Einkäufe wie Lebensmittel. Wurde vom Arzt während des Krankenstandes keine Bettruhe verordnet, kann der Pkw für alle Fahrten genutzt werden. Es muss jedoch die "Fahrtüchtigkeit" gegeben sein. Gemäß §58 StVo darf ein Fahrzeug nur lenken, "wer sich in einer solchen körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er ein Fahrzeug zu beherrschen und die beim Lenken eines Fahrzeuges zu beachtenden Rechtsvorschriften zu befolgen vermag".
Hinsichtlich des Arbeitsrechts ist zu beachten, dass im Krankenstand die Genesung Priorität hat: Es dürfen also keine Aktivitäten unternommen werden, die eine Genesung erschweren. Auch wenn der Arzt keine Bettruhe verordnet hat, müssen Tätigkeiten, die dem "Gesundwerden" entgegenwirken, unterlassen werden. Widersetzt man sich dieser Anordnung, kann das durchaus arbeitsrechtliche Konsequenzen zur Folge haben.


 

11.3.2021 - Ministerrat beschloss härteres Vorgehen gegen Raser


Nicht alle angekündigten Maßnahmen werden umgesetzt - Künftig höhere Strafen - Führerscheinentzugsdauer wird verdoppelt - In besonders gefährlichen Fällen wird Fahrzeug beschlagnahmt Der Ministerrat hat am Mittwoch einen Fünf-Punkte-Plan gegen extreme Raserei beschlossen.So werden Schnellfahrer künftig höher bestraft, außerdem wird die Führerscheinentzugsdauer verdoppelt. In besonders gefährlichen Fällen soll künftig das Fahrzeug beschlagnahmt werden, sagten Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Salzburgs Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP) in einer Pressekonferenz. Doch nicht alle bereits im Vorjahr angekündigten Maßnahmen werden umgesetzt.
338 Menschen starben im Vorjahr bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen. Das war - bedingt auch durch die Corona-Lockdowns - die geringste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen. Bei rund einem Drittel war nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. Knapp 8.000 Lenkern wurde im Vorjahr wegen extremen Geschwindigkeitsüberschreitung der Führerschein entzogen.
In den vergangenen Wochen und Monate wurden durch "rücksichtlose Raser, die sich und andere bewusst gefährden", zahlreiche Unfälle verursacht, sagte Gewessler. Die bisherigen Strafen würden oft nicht wirken, unbelehrbare Wiederholungstäter lassen sich davon nicht abschrecken, konstatierte die Verkehrsministerin. "Menschen, die bei einem Verkehrsunfall sterben, sind nicht nur eine Zahl in der Statistik, sondern Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen, Verwandte. Jeder einzelne Tote ist einer zu viel", sagte Gewessler.
Der Großteil der nun beschlossenen Maßnahmen soll noch vor dem Sommer in Kraft treten - mit Ausnahme der Fahrzeugbeschlagnahme. Allerdings kommen die im Vorjahr noch angekündigte Senkungen der Grenzwerte für Führerscheinabnahmen um zehn km/h ebenso wie Rasen als Vormerkdelikt nicht. Gewessler kündigte jedoch insbesondere bei illegalen Straßenrennen eine Verschärfung der Gangart an. Geplant ist, dass die Teilnahme an illegalen Straßenrennen als neues Delikt in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen wird, sagte Gewessler. So sollen illegale Straßenrennen ausdrücklich als "besonders gefährliche Verhältnisse" bzw. besondere Rücksichtslosigkeit im Sinne der Verkehrszuverlässigkeit deklariert werden. Das soll mit dem Entzug der Lenkberechtigung für sechs Monate geahndet und spätestens im Wiederholungsfall zu einer verkehrspsychologischen Untersuchung führen.
"Wir wissen, dass das Auto bei überhöhter Geschwindigkeit zur Waffe wird", sagte Schnöll. Das sei zuletzt bei einem Unfall vor zwei Wochen in Salzburg deutlich geworden, bei dem ein 17-jähriger Mitfahrer bei einem Rennen mit mehr als 100 km/h im Ortsgebiet starb. Zahlreiche "dramatische Unfälle" hätten die Diskussion um die Strafverschärfung beschleunigt. Die Bundesländer seien als nunmehr vollziehende Behörden sehr froh über das Maßnahmenpaket.
Die weiteren Details des Pakets: Der Strafrahmen für Raser wird von 2.180 auf 5.000 Euro erhöht. Für
wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitung wird der Beobachtungszeitraum auf vier Jahre verdoppelt. Außerdem wird die Mindestentzugsdauer bei Geschwindigkeitsübertretungen verdoppelt. Im Ortsgebiet bei mehr als 40 km/h und im Freiland bei mehr als 50 km/h beträgt die Entzugsdauer künftig ein Monat. Im Wiederholungsfall ist bei höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen der Schein künftig drei Monate weg. Und ab einer Überschreitung von 80 km/h im Ortsgebiet sowie 90 km/h auf Freilandstraßen gilt dies als Vergehen als unter besonders gefährlichen Verhältnissen, was einen Führerscheinentzug von sechs Monaten sowie eine Nachschulung bedeutet. Diese Maßnahmen sollen bereits im Sommer in Kraft treten.
Bei besonders gefährlichen Fällen von extremer Raserei soll ab dem Jahresende das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Details dazu gab es am Mittwoch noch keine, diese müssen erst ausgearbeitet werden, sagte Gewessler. Denn dieser Punkt werfe zahlreiche rechtliche Fragen auf, beispielsweise wie vorgegangen werden kann, wenn das Fahrzeug einer dritten Person gehört. Gemeinsam mit dem Verfassungsdienst soll dies geklärt werden, "damit die Maßnahme sicher rechtlich hält". Die Ausgestaltung könne von der temporären Einbehaltung bis hin zum Verfall des Autos führen, ergänzte Schnöll. Er erhofft sich dadurch Wirkung, weil sich Menschen in der Raserszene "sehr stark mit dem eigenen Auto identifizieren".
Wie die Auswertung des Führerscheinregisters zeigt, wurde im Vorjahr 7.960 Personen aufgrund einer
Geschwindigkeitsübertretung (mehr als 40 km/h im Ortsgebiet und mehr als 50 km/h im Freiland) als
Hauptdelikt die Lenkberechtigung entzogen. Mischdelikte - also mehrere Vergehen, beispielsweise in
Kombination mit Alkoholisierung am Steuer - wurden hier nicht berücksichtigt. Insgesamt entspricht dies laut Verkehrsministerium in etwa 1,6 Promille jener, die aufgrund einer Geschwindigkeitsübertretung durch die Bundespolizei mittels Organstrafverfügung und Anzeige geahndet wurden. In Summe waren dies im Vorjahr rund 4,98 Millionen Strafen. Seit 2015 verzeichnet das Innenministerium sowohl beim Entzug der
Lenkerberechtigung als auch bei den geahndeten Geschwindigkeitsübertretungen einen Anstieg.
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) begrüßten die
Strafverschärfungen für Raser, teilten sie in Aussendungen mit. Für das KFV greifen die Maßnahmen aber zu kurz. Weitere, für die Verkehrssicherheit essenzielle Maßnahmen wären wichtig, forderte KFV-Direktor Othmar Thann in einer Aussendung. Er konstatierte in den nunmehrigen Änderungen ein "Minimalprogrammin der Verkehrssicherheit", das Menschenleben kostet. Darüber hinaus fordert das KFV angesichts der Unfallzahlen, dass das Ministerium der Verkehrssicherheit mehr Gewicht gibt.
Auch aus Sicht des VCÖ ist das Paket ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen. Der Führerschein wird weiterhin erst ab einer Überschreitung des Tempolimits von 40 km/h abgenommen - entgegen der vorjährigen Ankündigung. Auch fehlt die ebenfalls vorgesehene Aufnahme ins Vormerksystem, kritisierte der VCÖ.
Auch der ÖAMTC befürwortet Verschärfung von Sanktionen bei schweren Verkehrsübertretungen. Allerdings dürfen dabei minimale Übertretungen nicht in einen Topf mit 'Rasen' geworfen werden. Hier braucht es klare Abgrenzungen", meinte Chefjurist Martin Hoffer. Ähnlich sieht dies auch der ARBÖ. Viele Teile der Maßnahmen werden begrüßt. Allerdings darf nicht jeder, der einmal aus Versehen geringfügig zu schnell fährt, als verantwortungsloser Hobbyrennfahrer abgestempelt werden, meinte Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, ein einer Aussendung.
Gewessler kündigte bei der Pressekonferenz auch umfassende weitere Verkehrssicherheitsmaßnahmen an, ohne ins Detail zu gehen. So werde im Ministerium derzeit die Verkehrssicherheitsstrategie 2021 bis 2030 ausgearbeitet. Außerdem werde ein einer "österreichweiten Vereinheitlichung der Strafen" gearbeitet. Dass die Strafen nicht harmonisiert sind, hatte zuletzt im Juli 2019 der Rechnungshof massiv kritisiert. Er bemängelte vor nunmehr 20 Monaten, dass es kein bundesweit abrufbares Verwaltungsstrafen-Register und zudem je nach Bundesland unterschiedliche Strafen und Toleranzgrenzen gibt. Schnöll meinte in diesem Zusammenhang, dass mit der nunmehrigen Erhöhung des Strafrahmens für Raser die Bundesländer ohnedies ihre Strafen anpassen müssen.

 

10.3.2021 -  Verantwortungslose Raser aus dem Verkehr ziehen

 

Maßnahmen gegen Raser, die Leib und Leben gefährden, sind wichtig und sinnvoll. Allerdings darf nicht jede Geschwindigkeitsübertretung dazu führen, dass Autolenker kriminalisiert werden.

 

Da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen ist, sind Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit erhöhen, wichtig und richtig. Der ARBÖ trägt daher auch viele Teile des heute präsentierten Maßnahmenpakets mit und begrüßt grundsätzlich die Initiative, Raser, die Leib und Leben gefährden, aus dem Verkehr zu ziehen. Allerdings darf nicht jeder, der einmal aus Versehen geringfügig zu schnell fährt, als verantwortungsloser Hobbyrennfahrer
abgestempelt werden, wie KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, ausführt:„Es muss klar unterschieden werden zwischen gemeingefährlichen Rasern und Autolenkern, die versehentlich mal zu schnell unterwegs sind. Nicht alle, die zu schnell fahren, sind Raser. Sogenannte Roadrunner und uneinsichtige Raser gehören aber natürlich bestraft, weshalb wir den Vorschlag, den Strafrahmen für Raser zu erhöhen, positiv bewerten. Rasen ist kein Kavaliersdelikt - sondern gefährlich.“

 

Auch die Verlängerung der Entzugsdauer und die Feststellung, dass illegale Straßenrennen künftig als besonders gefährliches Delikt eingestuft werden, begrüßt der ARBÖ. Kumnig:„Rennen auf öffentlichen Straßen gehören mit voller Härte bestraft. Die Menschen, die daran teilnehmen, gefährden nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer und sorgen jedes Jahr für hohes Leid.“

 

Kritisch betrachtet der ARBÖ hingegen das Vorhaben, dass in Zukunft das Fahrzeug eingezogen werden kann. „Wir sehen da“, so KommR. Kumnig weiter, „viele offene Fragen. Was ist zum Beispiel mit Leih- oder Leasingfahrzeugen? Es liegen derzeit zu wenige Informationen vor, was hier geplant ist. Zudem muss jeglicher Eingriff ins Eigentumsrecht auf seine Verfassungsmäßigkeit geprüft werden.“

 

Der ARBÖ begrüßt jedenfalls grundsätzlich die Initiative, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. „Natürlich ist jeder tote Verkehrsteilnehmer einer zu viel. Wir werden uns als Mobilitätsklub daher weiterhin mit all unseren Möglichkeiten einsetzen, die Unfallzahlen zu reduzieren. Dies betrifft vor allem den Kampf gegen verantwortungslose Raser und Roadrunner“, so Kumnig abschließend.  

 

4.3.2021 - "Autokauf vor 1. Juni"

Sebastian Obrecht, Pressesprecher des ARBÖ, hat mit uns über die Erhöhung der NoVA gesprochen.

"Die NoVA ist eine Steuer, die bei der Erstzulassung von Pkw, Wohnwagen und Kleinbussen sowie Motorrädern fällig wird. Sie ist einmalig zu entrichten. Der Käufer des Fahrzeugs bezahlt die NoVA an den Händler, dieser führt sie ans Finanzamt ab", erzählt Sebastian Obrecht, Sprecher des Auto-, Motor- und Radfahrerbundes Österreichs (ARBÖ) über die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) ab 1. Juli. "Um zu sparen, sollte jeder, der ein Fahrzeug kaufen will, dies noch vor 1. Juni 2021 tun. Es zählt hier das Datum des unterschriebenen Kaufvertrags: Habe ich den Kaufvertrag noch vor 1. Juni 2021 unterschrieben und die Auslieferung kann aber erst zwischen 1. Juli und 30. November 2021 erfolgen, kommt noch die NoVA-Berechnung mit der Gültigkeit zwischen 1. Jänner 2021 und 30. Juni 2021 zur Anwendung", so der Pressesprecher. Der ARBÖ spricht sich klar gegen eine Erhöhung der Normverbrauchsabgabe aus. "Durch die Anhebung der NoVA werden nicht nur Besitzer von verbrauchsstarken Autos mehr zur Kasse gebeten, sondern auch Familien und Pendler, da nahezu alle Fahrzeugklassen betroffen sind. Somit bleiben ältere Fahrzeuge länger auf der Straße und die Gesamt-CO-Bilanz wird nicht verbessert", erzählt Obrecht.
Nachhaltiger Straßenverkehr
Zwar trete der ARBÖ laut dem Unternehmenssprecher für einen sauberen Individualverkehr ein, er lehne allerdings die Vorgehensweise ab, dies ausschließlich über Steuern zu machen. "Nachhaltiger wären die Einführung von E-Fuels, die Erhöhung des Bio-Anteils bei Treibstoffen, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur sowie das Schaffen von Anreizen, damit die vielen Altfahrzeuge gegen neue, saubere Pkw eingetauscht werden", betont Obrecht.
 

Winterreifen noch nicht wechseln


Von den zuletzt wärmeren Temperaturen sollte man sich nicht zu einem vorzeitigen Reifenwechsel verleiten lassen, so der ARBÖ. „Von den frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage sollte man sich nicht täuschen lassen – spätestens nach Sonnenuntergang ist in den nächsten Wochen in einigen Regionen Oberösterreichs wieder mit Straßenglätte zu rechnen", so ARBÖ-Landesgeschäftsführer Thomas Harruk. Auch die situative Winterreifenpflicht endet in Österreich erst am 15. April.

 

3.3.3021 - Arbö ist Elektro-fit


E-Mobilität


Die Neuzulassungen von elektrobetriebenen PKW sind im Jahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 um mehr als 70 Prozent gestiegen. Mit diesem Trend in Richtung E-Mobilität ergeben sich für den ARBÖ neue Aufgaben und Betätigungsfelder. Dieser sorgt mit Schulungen für seine Mitarbeiter im Umgang mit Hochvoltspannung für Sicherheit vor. Beim ARBÖ sind österreichweit mittlerweile alle 600 Techniker auf Hochvolt 2-Standard und derzeit sieben Techniker auf Hochvolt 3-Standard geschult. Dafür investierte das Unternehmen bereits mehr als 9.000 Weiterbildungsstunden in die Mitarbeiter.
 
 

25.2.21 - Nur wer fit ist, darf ans Steuer


Fahrtüchtigkeit muss gegeben sein, sonst kann´s gefährlich werden
Heuer beherrscht Corona die Schlagzeilen, aber in "normalen" Jahren laborieren in den kühlen Monaten viele von uns an einer Grippe oder einer Erkältung. Wer krank ist und Medikamente einnehmen muss, sollte sich allerdings nicht selbst hinters Lenkrad setzen, denn das kann gefährlich werden.
„Vor allem Arbeitnehmer im Krankenstand sollten sich genau darüber informieren, was erlaubt ist – nicht nur, um Probleme mit dem Arbeitgeber oder der Exekutive zu vermeiden, sondern insbesondere, um sich selbst und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden", sagt ARBÖ Oberösterreich Geschäftsführer Thomas Harruk. Bei verordneter Bettruhe darf der Pkw nur in begründeten Ausnahmefällen gelenkt werden und nur sofern die „Fahrtüchtigkeit“ gegeben ist – beispielsweise für Wege zum Arzt oder zur Apotheke oder für dringende Einkäufe.
In Paragraph 58 der Straßenverkehrsordnung heißt es auszugsweise: „Ein Fahrzeug darf nur gelenkt werden, wer sich in einer solchen körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er ein Fahrzeug zu beherrschen und die beim Lenken (...) zu beachtenden Rechtsvorschriften zu befolgen vermag.“ Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreter Reinhard Menneweger fügt hinzu: "Auch beim Fahrradfahren sind diese Bestimmungen zu beachten. Ist die Lenktauglichkeit nicht gegeben, können von Organen der Straßenaufsicht Zwangsmaßnahmen angewendet werden, welche das weitere Lenken unterbinden."
Damit verbunden ist eine Anzeige an die Bezirksverwaltungsbehörde und als direkte Folge ist eine Verwaltungsstrafe zu erwarten. "Man sollte sich gut überlegen, schwer verkühlt, mit Fieber, nach Medikamenteneinnahme etc. ein Fahrzeug zu lenken. Die gesetzlichen Vorschriften sollten genau beachtet werden."  
 

23.2.2021 - ARBÖ Schulung im Umgang mit Hochspannung

 

Die hohen Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge sprechen eine deutliche Sprache. E-Mobilität ist nicht mehr zu stoppen. Der ARBÖ rüstet für die Zukunft und lässt Mitarbeiter im Umgang mit Hochvolt schulen.

 

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Die Neuzulassungen von elektrobetriebenen PKW sind im Jahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 um mehr als 70 Prozent auf 15.972 Stück österreichweit gestiegen.Damit sind insgesamt mehr als 44.500 E-Pkw derzeit auf den heimischen Straßen
unterwegs. Mit diesem Trend in Richtung E-Mobilität ergeben sich neue Aufgaben und Betätigungsfelder. So auch bei der Pannen- und Abschlepphilfe des ARBÖ. Dieser sorgt mit Schulungen für seine Mitarbeiter im Umgang mit Hochvoltspannung für Sicherheit vor. Fahrzeugbesitzer sind häufig unsicher und wissen nicht genau, wie sie mit ihrem Fahrzeug im Falle einer Panne oder Unfalls umgehen dürfen bzw. sollen.

„Es ist enorm wichtig, bei einer Panne oder Unfall qualifizierte Mitarbeiter vor Ort zu haben, um helfen zu können“,erklärt Erich Groiss, technischer Leiter der ARBÖ-Bundesorganisation. „Die Hilfeleistung bei Panne oder Unfall verhält sich bei einem E-Auto anders als bei herkömmlich angetriebenen
Fahrzeugen“, so Groiss weiter.

 

Beim ARBÖ Österreich sind mittlerweile alle 600 Techniker auf Hochvolt 2-Standard und derzeit sieben Techniker auf Hochvolt 3-Standard geschult. Sollte es zu einer Panne oder einem Unfall kommen, dürfen die Techniker Elektrofahrzeuge in vollem Umfang bedienen.Dafür investierte das Unternehmen bereits mehr als 9.000 Weiterbildungsstunden in die Mitarbeiter.

 

Um immer auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben, wird das Wissen alle 3 Jahre erneuert und auf den aktuellen Stand gebracht. „In diesem Bereich entsteht eine sehr schnelle Entwicklung. Batterien, Lademanagement oder Elektrotechnik werden laufend modifiziert. Unser Anliegen ist es, unser Wissen kontinuierlich aufzufrischen, um rasche und
professionelle Hilfe leisten zu können“, erklärt Rupert Brugger, Schulungsleiter der ARBÖ-Bundesorganisation.

 

In den Schulungen wird den Technikern theoretisches Wissen nähergebracht, aber auch praktische Übungen werden direkt am Vorführwagen durchgeführt. Der ARBÖ setzt hier auf die Zusammenarbeit mit der Firma BRAWEMA GmbH, die seit Jahren auf fundiertes technisches Know-how zurückgreifen kann.

 

„Wir haben uns für dieses Unternehmen entschieden, da es viel Erfahrung im Umgang mit Elektromobilität mitbringt. So können wir am besten für unsere Mitglieder da sein“, sagt Groiss. Mit den durchgeführten Schulungen ist der ARBÖ österreichweit für den Umgang bei Pannenhilfe und Abschleppung, die §57a-Überprüfung bei E-Fahrzeugen, das Arbeiten am konventionellen Bordnetz u.v.m. berechtigt.

 

„Die wenigsten wissen darüber Bescheid, dass regelmäßig technische Wartungsarbeiten erforderlich sind, zum Beispiel die Wartung der Klimaanlage“, sagt Groiss.   

 

„Es benötigt noch viel Aufklärung im Bereich der E-Mobilität. Nicht nur, dass es große Unsicherheiten im Falle einer Panne oder eines Unfalls gibt. Als ARBÖ-Mitglied hat man hier einen professionellen und verlässlichen Partner“, ergänzt Groiss abschließend.

 

22.2.2021 - Online-Relaunch


Eine freundlichere Oberfläche und neue Features wurden dem Online-Mitgliederbereich "Mein ARBÖ" verpasst. Wichtig: Er ist nun auch von mobilen Endgeräten aus leicht erreichbar. Als neues Tool steht das Erinnerungsservice bereit, damit etwa die §57a-Begutachtung nicht verschwitzt wird. Auch auf eine komplett digitale Zustellung der Zahlungsinformationen und von etwaigen Zusatzangeboten kann umgestellt werden. Zudem wird das Mitgliederwerben -hier warten Prämien -besonders einfach.
 

16.2.2021 - Kälte forderte die Helfer


Eisige Temperaturen Autofahrerclubs wurden doppelt so oft zu Panneneinsätzen gerufen, die Straßenmeisterei hatte 340 Fahrstreifenkilometer Salzstreustrecken zu betreuen.
 „Die Panneneinsätze haben sich in der letzten Woche verdoppelt, gehäuft waren sie in den Morgenstunden zu vermerken, wenn die Leute auf dem Weg zur Arbeit waren“, heißt es seitens des ARBÖ. Eine Zitterpartie also im morgendlichen Stress — springt mein Auto an?
„Wenn sich eine Fahrzeugbatterie ohnehin merkbar schwertut beim Starten, sind Probleme bei Minusgraden vorprogrammiert. Eine schwache, aber grundsätzlich intakte Batterie kann man mit einer etwa einstündigen Fahrt über Autobahn oder Landstraßen wieder aufladen – ist sie aber defekt, hilft auch das nichts mehr und sie muss getauscht werden“, erklärt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe.


Im Betreuungsbereich der Straßenmeisterei Lilienfeld liegen an die 340 Fahrstreifenkilometer Salzstreustrecken und 190 Fahrstreifenkilometer Splittstreustrecken. „Bei einem Volleinsatz sind wir mit elf Lkw und drei Unimog unterwegs, davon elf Lkw für Salzstreueinsätze, der Rest für Splittstreueinsätze“, zählt Leopold Karner auf. Je nach Wettersituation und Straßenzustand sind die Mitarbeiter zwischen 2 und 22 Uhr unterwegs. „Sollte es wegen Eisregens, starken Schneefalls oder Wind erforderlich sein, werden durchgehend Einsätze getätigt, von 30 Mitarbeitern“, so Karner.
Und das Team weiß genau: Je tiefer die Temperaturen, desto geringer wird die Tauwirkung des Streusalzes, die vom Verkehrsaufkommen abhängt und mit Beimengung von Feuchtsalz verbessert wird. Ab einer Temperatur unter minus 15 Grad verringert sich die Tauwirkung wesentlich.

 

Im Idealfall sollte das Salz vor Einsätzen von Schneefall oder Eisregen auf der Fahrbahn aufgebracht werden. „Trotz aller Bemühungen kann eine Glatteisbildung in verschiedenen Fahrbahnbereichen, sogenannten Kaltstellen, aber nicht ausgeschlossen werden“, mahnt Leopold Karner. Wesentliche Faktoren seien Wind und Tallagen mit unterschiedlichen Temperaturen. Weil bei tieferen Temperaturen kaum Niederschläge seien und die Fahrbahn rasch auftrockne, seien die Aufwendungen für Streueinsätze sogar relativ gering. Anders sieht es bei Temperaturwechsel, Erwärmung und Niederschlägen aus, wie es der Wetterbericht für diese Tage angekündigt hat: „Hier tritt die Kälte vom Unterbau an die Oberfläche der Fahrbahn und führt zu Reif oder Glättebildung. Und der durchfeuchtete Schnee, etwa bei starkem Niederschlag zwischen minus einem und plus zwei Grad, macht die Winterdienstbetreuung nicht einfach“, so der Straßen-Profi. Hier seien mehrere Streueinsätze hintereinander erforderlich.

 

Auch die Zusammenarbeit mit Blaulichtorganisationen sei wichtig: „Bei Kettenpflicht oder Lkw-Fahrverboten ist die Präsenz der Exekutive sehr hilfreich. Wenn Fahrzeuge hängen bleiben, unterstützt uns die Feuerwehr, damit unsere eigenen Einsatzfahrzeuge nicht blockiert werden.“



Hündin ließ Luft aus Reifen aus


Was braucht ein Hund zum Spielen? Der Autoreifen des Frauerls genügt. Das ARBÖ-Prüfzentrum Groß Siegharts meldete einen originellen Einsatz, den der Pannenfahrer wohl nicht so schnell vergessen wird und der es in die Stützpunkt-Anekdoten schaffen könnte.
Eine Frau, die langjähriges Mitglied ist, rief den ARBÖ-Pannendienst in Groß Siegharts, da ihr Autoreifen keine Luft mehr hatte. Vor Ort stellt der ARBÖ- Pannenfahrer fest, dass die Luft aus dem Reifen ausgelassen worden war.

 


Jedoch war kein böser Nachbar oder ein Lausbubenstreich im Spiel. Die zehn Monate alte Hündin der Anruferin namens Bonny hat eine neue Beschäftigung gefunden. Bereits acht Mal schraubte sie die Kappe des Luftventils ab, so die Besitzerin.
Beim neunten Mal hat sie „gelernt“ den Reifen zischen zu lassen und die Luft im Reifen zu reduzieren. Wahrlich eine technikbegeisterte Hündin....
 
 

15.2.2021 - Damit das Auto bei Frost nicht streikt


Tipps fürs Auto
Die Minusgrade haben bereits Auswirkungen auf Autofahrerclubs, denn viele Lenker wollen sich das müde Wimmern beim Starten ersparen: „Bei uns werden bei Fahrzeugen vermehrt Batterienchecks durchgeführt und auch die Pannenfahrer werden aufgestockt“, so der steirische ARBÖ-Betriebsleiter Wolfgang Kahr. Aber auch Dieselmotoren setzt die Kälte zu: „Der Kraftstoff wird zähflüssig.“ Hier hilft vorsorglich ein Fließverbesserer, der den Gefrierpunkt verändert. Auch Kühler, Scheibenwischanlage und Türdichtungen sollten frostfit gemacht werden.
 


Wenn Ihr Fahrzeug streikt


Kälte kann nicht nur zu Unannehmlichkeiten wie beispielsweise vereisten Scheiben oder zugefrorenen Türdichtungen führen. Speziell bei Dieselfahrzeugen kann extreme Kälte Probleme verursachen. Sinken die Temperaturen, kann der Treibstoff – aufgrund der sich bildenden Paraffinkristalle – einfrieren. Durch das Paraffin kann das Kraftstoffsystem verstopfen. Die aktuellen Minusgrade führen bei Dieselmotoren oft zu Problemen Kälte führt momentan bei vielen Dieselmotoren zu Pannen
Die Folge: Der Motor springt nicht mehr an, in einigen Fällen schaltet er eventuell sogar nach wenigen Fahrtkilometern ab. Eine weitere Ursache können Wasserrückstände im Filter oder Tank sein, die eingefroren sind und die Treibstoffzufuhr blockieren. Deshalb sollte das Kraftstoffsystem regelmäßig serviciert werden. Gerade während der Coronakrise sind die Fahrzeuge bei niedrigen Temperaturen besonders gefährdet: Sie stehen womöglich für längere Zeit draußen und es wird nur sporadisch damit gefahren. Dieselfrostschutz verwenden: Um Probleme und einen eventuellen Tausch des Kraftstofffilters zu vermeiden, empfiehlt der ARBÖ, vorsorglich schon Dieselfrostschutz zu verwenden: „Dieselfrostschutz verhindert ein Ausflocken des Dieselkraftstoffs und eine böse Überraschung nach einer eisigen Nacht“, erklärt ARBÖ-Technik-Koordinator Erich Groiss. Der Autofahrerklub muss in kalten Phasen bis zu 40 Mal pro Tag ausrücken, um streikende Fahrzeuge wieder in Gang zu setzen, bei denen der Dieseltreibstoff aufgrund der Kälte eingefroren ist. Abhilfe schafft auch der sogenannte Premium-Winterdiesel, der spätestens bei zweistelligen Minustemperaturen getankt werden sollte. Dieser verhindert eine Ausflockung der Paraffine.


 

 

10.2.2021 -  Gut vorbereitet durch die Kälte

Kältewelle

 

Diese Tage sagen Meteorologen einen massiven Kälteeinbruch voraus.Temperaturen weit unter der Null-Grad-Marke erfordern für Autofahrer eine gute Vorbereitung.

 

Wenn auch bereits häufig darüber informiert wurde, ist es vor jeder Kältewelle wichtig, sein Fahrzeug gut auf die niedrigen Temperaturen vorzubereiten, um problemlos durch die Kältewelle zu kommen. In den nächsten Tagen soll es sehr kalt werden, vor allem in der Nacht sind Temperaturen weit unterhalb der Null-Grad-Grenze zu erwarten. Da kommt es gerade bei Fahrzeugen, die am Wochenende kaum oder gar nicht bewegt werden, häufig zu Startschwierigkeiten aufgrund altersschwacher Batterien.

 

Zumeist werden Autobatterien über Jahre nicht kontrolliert, verlieren auf Dauer ihre Leistungsfähigkeit und versagen dann bei Kälteeinbruch gänzlich. Der Ärger ist dadurch vorprogrammiert.  „Starterprobleme sind immer noch Pannenursache Nummer eins beim ARBÖ“,erklärt Verkehrsexperte Jürgen Fraberger. „Das Wichtigste ist immer eine gute Vorbereitung“, so Fraberger weiter. „Wenn eine Kältefront, wie diese Woche,vorausgesagt wird, dann ist es wichtig, dass man sich ein wenig Zeit nimmt und das eigene Fahrzeug kältefit macht.“

 

Wie man sich selbst und sein Fahrzeug vor der Kälte gut schützt, erklärt der ARBÖ.
 

Kühlerfrostschutz:
Auch die Kühlflüssigkeit im Motor kann bei fehlendem Kühlmittel einfrieren. Allerdings sollte die Kontrolle der Kühlflüssigkeit nur von Technikern im ARBÖ-Prüfzentrum oder einer Fachwerkstätte durchgeführt werden.
 

Batterie-Check:
Bei einem kurzen Check der Batterie wird die Funktionsfähigkeit und Leistungskapazität der Batterie gemessen. Zeigt die Batterie schon vor einer extremen Kältewelle Ermüdungserscheinungen, ist die Chance groß, dass sie bald komplett den Geist aufgibt. Hingegen kann eine leistungsstarke Batterie auch tiefsten Temperaturen trotzen. 
 

Scheibenwaschanlage:
Frostschutz ist die Wunderwaffe für eine eisfreie Scheibenwaschanlage. Hierbei unbedingt das passende Mischverhältnis zwischen Wasser und Frostschutz auf der Flasche beachten, um Schlierenbildung oder gefrorene Spritzdüsen zu vermeiden.  
 

Diesel-Fließverbesserer:
Bei tiefen Temperaturen kann der Diesel-Kraftstoff ausflocken und dadurch seine Fließfähigkeit verlieren. Das Fahrzeug springt dann nicht mehr an, oder es schaltet im Extremfall den Motor sogar während der Fahrt ab. Außerdem kann ein nicht
servicierter Kraftstofffilter aufgrund von Wasserrückständen zufrieren und so die Treibstoffzufuhr blockieren. Chemische Helfer in Form von Diesel-Fließverbesserern"auch „Dieselfrostschutz“ genannt, verhindern die Entwicklung von Paraffinkristallen.Das Mittel kann sowohl im Vorfeld verwendet werden oder aber auch, wenn der Diesel bereits „Erfrierungserscheinungen“ zeigt.
 

Türschlossenteiser:
Der Klassiker: Die Autotüre ist zugefroren und der erst kürzlich gekaufte Türschlossenteiser befindet sich im Fahrzeuginneren: Fehler. Dieser sollte sich daher immer in der Jackentasche, der Handtasche oder dem Rucksack befinden, damit er im Falle des Falles auch helfen kann. 
 

Türdichtungen:
Damit die Gummidichtungen durch das Aufreißen einer gefrorenen Tür nicht kaputt gehen, sollten diese vorab mit Fettcreme oder speziellen, im Fachhandel erhältlichen, Cremen oder Sprays behandelt werden.
 

Reifendruck anpassen:
Bei tiefen Temperaturen ändert sich der Reifendruck. Daher sollte ab einer Außentemperatur von null Grad Celsius der Luftdruck angepasst werden. Bei Unsicherheiten sollte man sich von Fachpersonal beraten lassen. 
 

ARBÖ-Service:
Das Fachpersonal des ARBÖ überprüft und serviciert im Zuge eines Winter-Fit-Checks alle angegebenen Punkte. Bei diesem wird ihr Fahrzeug bestens auf die kalten Tage vorbereitet. Der Winter-Fit-Check ist für ARBÖ-Mitglieder
kostenlos, einfach Termin im ARBÖ-Prüfzentrum unter www.arboe.at ausmachen. 

 

E-Mobilität wird weiter ausgebaut


60 Ladestationen für E-Fahrzeuge stehen im Raum St. Pölten zur Verfügung
Klimaschutz wird immer wichtiger. Viele Städte und Gemeinden setzen auf mehr E-Mobilität, so auch St. Pölten. Laut dem Verkehrsclub Österreich sind in der Stadt St. Pölten bereits rund 500 E-Autos und im Bezirk St. Pölten Land rund 350 E-Pkw angemeldet. 2020 wurden in St. Pölten Stadt 168 neue E-Autos zugelassen, im Vergleich: Zehn Jahre zuvor waren es null Fahrzeuge. "Wer einen E-Pkw kauft, trägt zur Reduktion von CO2-Emissionen bei und auch zur Reduktion gesundheitsschädlicher Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub. Elektro-Motoren sind einfacher und damit weniger reparaturanfällig. Spart Zeit und Kosten", so Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich.


Stadtentwicklung

Aktuell gibt es rund 60 E-Tankstellen im Raum St. Pölten. "Bei jedem größeren Neubau werden E-Tankstellen mitgeplant und auch errichtet", so Isabella Sabathiel von der Stadt. "Die Stadt unterstützt zur Förderung der E-Mobilität Projekte für Carsharing mit Elektrofahrzeugen (in Planung) oder auch Aktivitäten rund um E-Bikes. Zum Beispiel sind am Rathausplatz jetzt vier statt zwei Tankstellen und hinter dem Bahnhof sind zwei neue Ladestationen durch die EVN in Abstimmung mit dem Magistrat und in Vorbereitung einer derartigen Offensive errichtet worden."

 

Was die Stadt darüber hinaus noch unternimmt, sind resultierende Maßnahmen der EU-Richtlinie über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge. "Als eine der ersten Maßnahmen wurde begonnen, die „Essen auf Räder“-Flotte umzustellen. Weiters wurden bereits mehrere Dienstfahrzeuge auf E-Mobilität umgestellt und auch ein Gabelstapler", so Sabathiel. Zusätzlich zu den Einzelinvestitionen wurde vor Kurzem ein Fahrzeug-Pool für Magistrats-Bedienstete installiert. Noch dieses Jahr werden die ersten beiden Fahrzeuge des Fahrzeug-Pools auf E-Fahrzeuge getauscht. "Dabei sind zwei Themen wichtig, mitzubetrachten: zum einen, dass jeweils auch die intelligente Lade-Infrastruktur erreicht werden muss, was naturgemäß nicht so ohne Weiteres möglich ist und zum anderen, dass die regionale Beschaffung zu bevorzugen ist."
 

09.2.2021 - Zum Schluss auch noch im Winterdienst


Mazda CX-30. Bilanz nach einem Jahr mit dem japanischen Kompakt-SUV
Dauertest Nr. 4.582: Zum Abschluss hat er sich doch noch im Wintereinsatz bewähren müssen. Nach dem Start zum Dauertest des Mazda CX-30 im Dezember 2019 war ja hierzulande von Winter nicht viel zu merken.
Das änderte sich auf der bis in den heurigen Jänner dauernden letzten Etappe des Dauertests entscheidend. Die hatte der Mazda CX-30 im Süden des Landes zu absolvieren, in dem sich der Winter diesmal von einer fast schon vergessenen Seite zeigte: Schneefahrbahnen statt salznasser Asphaltbänder und Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich.

 


Die Erkenntnisse aus diesem Winterdienst des Dauertest-Kandidaten kurz zusammengefasst:


Allrad:

Die zuletzt zunehmend kleingeredete Sinnhaftigkeit eines Allradantriebs in unseren Breiten zeigte sich bei diesen Bedingungen deutlich. So wenig er im Rest des Testjahres aufgefallen ist (bis auf geringfügige Verspannungen im Antriebsstrang beim Rangieren auch nicht negativ), so positiv machte er sich unter den schwierigen Bedingungen bemerkbar. Zu beachten war bei Steigungen auf tiefer Schneefahrbahn jedoch, dass die Drehmoment-Charakteristik des Skyactive-X-Motors (richtig Kraft gibt's erst jenseits von 4500 Touren), entsprechende Vorkehrungen des Fahrers verlangt. Angesagt ist es in solchen Situationen nämlich, so früh wie nur möglich den kleinstmöglichen Gang einzulegen, um die durchaus vorhandene Kraft des 180-PS-Motors auch voll nutzen zu können - und nicht auf halber Höhe der Steigung zu verhungern.


Matrix-Licht:

Die während des Testjahres zu Recht gelobten adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfer zeigten bei dichtem Schneefall in der Nacht die Grenzen der Technik auf. Die Sensoren, die den Gegenverkehr oder ein vor einem fahrendes Fahrzeug erkennen und das Fernlicht dadurch so adaptieren, dass niemand geblendet, die Fahrbahn aber trotzdem so gut wie möglich ausgeleuchtet wird, können mit Schneeflocken nichts anfangen. Sofern der Fahrer nicht eingreift, den Automatik-Modus beendet und, wie in der Fahrschule gelernt, die Scheinwerfer selbst abblendet, fährt er bei freier Fahrbahn mit vollem Fernlicht ins Schneegestöber.


Kälte:

Nicht wegen des Schnees, sondern wegen der Kälte sind die Luftdruck-Sensoren an den Rädern an die Grenzen der Technik gestoßen. Nach einer Nacht im Freien bei 15 Grad flammte regelmäßig das Warnsignal zum Thema "Reifendruckverlust" auf. Dabei werden im Display vor dem Fahrer dankenswerterweise auch gleich die detektierten Werte pro Rad angezeigt. Was den Alarm weniger dramatisch macht, weil man erkennt, dass alle vier Werte gleichmäßig nachgegeben haben und darauf vertrauen kann, dass sich nach ein paar Kilometern Fahrt - und dadurch erhöhter Temperatur in den Reifen - alle Werte wieder von selbst normalisieren.
Abgesehen von diesen winterspezifischen Erkenntnissen bestätigten die letzten 5.000 der insgesamt 25.000 km mit dem Mazda CX-30 dessen bereits in den Zwischenberichten vermeldete starke und schwache Seiten.

Keine großen Mängel nach einem fordernden Jahr


ARBÖ-Zeugnis:

Den Technik-Check zum Abschluss des Dauertests absolvierte der Mazda CX-30 bei den Experten vom ARBÖ.
Dabei zeigten sich keine gravierenden Mängel. Von den Abgaswerten des technisch sehr speziellen Skyactive-X-Motors bis zu den Bremsen waren alle wichtigen Parameter im grünen Bereich.


Die von zahllosen Ankaufstests gestählten ARBÖ-Techniker kamen letztlich aber doch nicht um ein paar Anmerkungen herum. So steht etwa im Test-Protokoll unter Stoßdämpfer: "2. Achse hinten Ölverlust links rechts". Dennoch war im Belastungstest auf dem Prüfstand an der Wirksamkeit der Dämpfung nichts auszusetzen.


Die geringe Spannung der Batterie (12,46 V) - der Tester spuckte als Ergebnis zwar "Gut", aber mit der Bemerkung "Nachladen" aus - liegt wohl an der Technik des Mild-Hybrid-Systems, das die Batterieladung selbst managt.
 

3.2.2021 - Drei Fragen an Wolfgang Stangl, Geschäftsführer ARBÖ NÖ


Worauf muss ich bei Ihnen Corona-bedingt achten?
Grundsätzlich haben die 21 Niederlassungen wie gewohnt offen. Allerdings muss man sich anmelden bevor man einen Termin hat.


Bei den Leistungen gibt's keine Einschränkungen?
Das Angebot hat sich mit Corona nicht verändert. Vom Pickerl bis zum Räderwechsel sind wir für unsere Mitglieder da.


Und wer auf der Straße liegen bleibt ...?
... muss sich keine Sorgen machen. Der ARBÖ-Pannendienst läuft wie bisher rund um die Uhr. Dieser Dienst ist vor allem während der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung.
 

1.2.2021 - Ab heute gilt nur grüne oder digitale Vignette


In Tankstellen oder Trafiken erhältlich
Für Autobahnbenutzer ist ab heute die Klebevignette 2021 in Apfelgrün oder die digitale Vignette 2021 Pflicht. Die Jahresvignette kann bei Automaten der ASFINAG, Vertriebspartnern wie ÖAMTC, ARBÖ, Trafiken und einigen Tankstellen um 92,50 Euro gekauft werden.
 

29.1.2021 - Sicher und gesund mit dem Fahrrad durch den Winter: ARBÖ-Tipps


Der Winter macht mit Kälte, eingeschränkten Sicht- und schwierigen Fahrbahnverhältnissen das Radfahren oft ungemütlich und teilweise riskant. Mit ein paar einfachen Tipps vom kann aber auch in der kalten Jahreszeit problemlos weiter geradelt werden.
Neben den ungemütlichen Temperaturen stellen im Winter rutschige Fahrbahnen und schlechte Sichtverhältnisse Radfahrer vor eine Herausforderung.

Dennoch erfreuen sich sowohl das E-Bike als auch der herkömmliche "Drahtesel" einer großen Beliebtheit in der kalten Jahreszeit -und zwar nicht nur in der Freizeit, sondern auch am Weg zur Arbeit oder in die Schule. Dies ist kein Wunder - Radfahren bringt den Kreislauf in Schwung, ist gesund, und ein etwaiges Covid-Infektionsrisiko ist quasi nicht vorhanden.


Mit folgenden Tipps vom ARBÖ können Radfahrer die winterlichen Bedingungen meistern:


Tempo anpassen bzw. reduzieren:

Nässe, Schneematsch, Schnee, Eis und Rollsplitt erzeugen Rutschgefahr und reduzieren die Bremsfähigkeit. Stets auf die Fahrbahnoberfläche achten und entsprechend die Fahrgeschwindigkeit anpassen. Die Wahl des richtigen Tempos ist besonders für den nächsten Punkt wichtig.
Abrupte Brems- oder Lenkmanöver vermeiden: durch angepasstes Tempo und vorausschauendes Fahren sowie durch vorsichtig dosiertes Bremsen.


Aufmerksamkeit erhöhen:

Man sollte lieber einen Schulterblick mehr machen, als einen Fußgänger zu übersehen.
Sichtbar machen: Um selbst nicht übersehen zu werden, sollte man gut sichtbar, also hell und reflektierend bekleidet sein. Reflektor-Bänder &Warnwesten gibt es im ARBÖ-Prüfzentrum.


Apropos Bekleidung:

Warm anziehen. Dies mag zwar logisch klingen, aber gerade geeignete Handschuhe sind nicht nur für das eigene Wohlbefinden wichtig, sondern auch für die Verkehrssicherheit: Frierende Finger verlieren das Feingefühl und erschweren feine Brems- und Lenkmanöver unnötig.


Licht einschalten:

Bei den eingeschränkten Sichtverhältnissen ist ein funktionstüchtiges Licht am Bike essentiell. Dieses sollte so eingestellt werden, dass das Zentrum des Lichtkegels die Straße ca. zehn Meter vor dem Rad trifft.


StVO-konform ausgerüstet sein:

Die Fahrradverordnung schreibt die konkrete Mindestausstattung jedes Fahrrades, das im Straßenverkehr benutzt wird, vor. Um auch rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollte der Drahtesel auf diese Kriterien geprüft werden. So ist beispielsweise eine "Vorrichtung zur Abgabe von akustischen Warnsignalen" (z.B. Klingel) gesetzlich vorgeschrieben, die Lichtstärke des Scheinwerfers muss mindestens 100 Candela betragen muss, und beim Rücklicht ist ein Blinklicht erlaubt, nicht aber beim Front-Scheinwerfer.


Reifendruck verringern:

Ein geringerer Reifendruck erhöht die Auflagefläche des Reifens und sorgt so für mehr Stabilität und Grip. Der Mindestdruck ist am Reifenrand angegeben. Ebenso ganz wichtig sind ausreichend profilierte Reifen.


Sattel senken:

Je schneller man mit den Füßen den Boden erreicht, desto schneller kann man in Notfällen das Fahrrad abfangen und wieder ins Gleichgewicht bringen.


Achtung:

Sowohl das Senken des Sattels als auch das Verringern des Reifendrucks führen zu einem größeren Kraftaufwand. Man soll also nicht vergessen, beides wieder umzustellen, sobald die Witterungsbedingungen es wieder zulassen.

Tipp für E-Biker:

Kälte reduziert die Leistungsfähigkeit des Akkus. Bei winterlichen Temperaturen unter null Grad ist es deshalb empfehlenswert, den Akku bei Raumtemperatur zu lagern und zu laden und ihn erst kurz vor Fahrtantritt wieder ins E-Bike einzubauen.


Natürlich müsse man gerade als Radfahrer die jeweilige Situation immer mit gesundem Hausverstand bewerten, fügt Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Oberösterreich, hinzu: "Wenn man aufgrund von beispielsweise Schneematsch oder gar Eis auf der Fahrbahn schon die Sitzhöhe oder den Reifendruck anpassen muss, weil man einen Sturz befürchtet, sollte man sich die Frage stellen, ob man den Drahtesel nicht ausnahmsweise stehen lässt und stattdessen ein anderes Fortbewegungsmittel wählt."



Zwei neue Unicars in ARBÖ-Pannenflotte


Zwei neue Unicars hat der ARBÖ Burgenland: Ein Fahrzeug wird im Mittelburgenland im Prüfzentrum Neutal eingesetzt, das zweite ist in Königsdorf für Einsätze in den Bezirken Güssing und Jennersdorf stationiert. „Insgesamt gibt es im Burgenland sechs Abschleppfahrzeuge in der ARBÖ-Pannenflotte“, sagt ARBÖ-Präsident Peter Rezar. „Mehr als 1.000 Pkw schleppen die ARBÖ-Techniker pro Jahr ab. Dafür werden moderne, verlässliche Fahrzeuge gebraucht.“ Die Aufrüstung der Pannenflotte mit den zwei neuen Fahrzeugen ist nur ein Teil des viel umfassenderen Investitionsprogrammes, das der ARBÖ Burgenland im vergangenen Jahr umgesetzt hat. Rezar: „Allein in unsere Großprojekte – dem Neubau des Prüfzentrums Mattersburg und der Vergrößerung des Standorts in Parndorf – haben wir über 1,7 Millionen Euro investiert.“ Positiver arbeitsmarktpolitischer Aspekt: „2020 wurden beim ARBÖ Burgenland in den Prüfzentren zwei neue Jobs geschaffen – ein wichtiges Zeichen in der wirtschaftlich schwierigen Phase der Covid-19-Pandemie“, betont Rezar. Mit insgesamt 48 Mitarbeitern im ganzen Land sei der ARBÖ ein gut aufgestelltes Unternehmen im Bereich der Mobilität. „Überall, wo der ARBÖ in seine Prüfzentren investiert und das Service ausbaut, haben wir Erfolg. Belegt wird dies mit steigenden Mitgliederzahlen und einer steigenden Kundenfrequenz, was sich im Umsatz niederschlägt“, erklärt Rezar.
 

26.1.2021 - Elektro-Autos sind weiter auf der Überholspur in Stadt


Immer mehr neu gekaufte Pkw sind E-Wagen! Eine doppelte Gewinnsituation für unsere Umwelt, denn die E-Mobilität bringt viele neue Jobs. Bis 2030 sollen die Arbeitsplätze in der E-Auto-Industrie in Österreich um ein Fünftel mehr werden. Die meisten E-Autos sind derzeit in Wien, Oberösterreich und Kärnten unterwegs.14 von 100 neuen Pkw mit Strom feuern die Wirtschaft an:„Die Energiewende im Pkw-Bereich kommt langsam, aber sicher in Fahrt. Das ist auch dringend nötig, um die Klimaziele im Verkehr erreichen zu können“, betonte Ulla Rasmussen vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im Gespräch mit der „Krone“. Der Trend zu mehr E-Autos beschert auch der heimischen Pkw-Industrie bis 2030 um ein Fünftel mehr Arbeitsplätze – so eine aktuelle Studie. „Wir sprechen von in Summe vier Milliarden Euro jährlicher Wertschöpfung“, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler zur „Krone“. Doch – so ein weiteres Ergebnis der Studie – fehlen noch die nötigen Fachkräfte.
Zurzeit hat der erste Wiener Bezirk bei den Neuanmeldungen von E-Autos mit 14,4% österreichweit die Nase vorn. Knapp dahinter folgen Wien-Neubau und Wien-Ottakring mit je 14%. Der höchste Anteil außerhalb der Bundeshauptstadt ist in Kirchdorf an der Krems (OÖ) mit knapp 12 Prozent und Hermagor (Ktn.) mit rund elf Prozent.
 

22.1.2021 - Sichtbar machen! Fußgänger erst im letzten Moment erkennbar


In der dunklen Jahreszeit steigern schlechte Witterungs-und Sichtverhältnisse das Risiko für Verkehrsunfälle besonders dann, wenn die schwächeren Verkehrsteilnehmer -nämlich Fußgänger und Radfahrer -von den Autofahrern nicht ausreichend oder zu spät wahrgenommen werden.
Für ungeschützte Verkehrsteilnehmer ist die kalte Jahreszeit die gefahrenträchtigste Zeit des Jahres, denn etwa ein Drittel aller Fußgängerunfälle geschieht bei Dämmerung, Dunkelheit oder künstlicher Beleuchtung. Im Jahr 2019 verunglückten in Österreich insgesamt 3.800 Fußgänger, wobei statistisch gesehen Oktober bis Jänner die gefährlichsten Monate für Passanten sind. Einem besonderen Risiko sind dabei wie immer die jüngsten Verkehrsteilnehmer ausgesetzt. Denn sie sind schon aufgrund ihrer Größe sowie ihres oft unvorhersehbaren Verhaltens besonders gefährdet. Insgesamt verunglückten im Vorjahr 672 Kinder (bis 14 Jahre) als Fußgänger bei Verkehrsunfällen. "In einer aktuellen Beobachtung mussten wir feststellen, dass etwa jedes vierte Kind zu dunkel gekleidet ist. Generell kann man sagen, dass je älter das Kind ist, desto weniger ist es mit Reflektoren & Co. ausgestattet. Im Erwachsenenalter sinkt die Bereitschaft, sich sichtbar zu kleiden, weiter ab: Unter den Personen ab 65 Jahren sind 62 % zu dunkel angezogen", erläutert DI Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im KFV. "Häufig wird aus modischen Gründen auf gut sichtbare Kleidung verzichtet. Hier muss noch mehr Bewusstsein für das Unfallrisiko durch schlechte Sichtbarkeit geschaffen werden.Dabei wäre es wichtig, dass Eltern als Vorbild für ihren Nachwuchs mit gutem Beispiel vorangehen, damit auch den Kleinsten die Thematik nachhaltig vermittelt wird."Sichtbar machen, Unfall vermeiden.
Wer sich gut sichtbar kleidet, reduziert das Risiko eines Unfalls um fast 50 %. Mit Reflexmaterial auf Kleidung, Schuhen, Schultaschen, Rucksäcken und Radhelmen und grundsätzlich heller Bekleidung ist man im Dunkeln weitaus sichtbarer unterwegs. Grund für die oftmals schlechte Erkennbarkeit von Fußgängern und Radfahrern ist, dass sich bei Dämmerung und im Dunkeln die Fähigkeit des menschlichen Auges, Objekte wahrzunehmen, erheblich verringert. Autofahrer können daher besonders Fußgänger im Dunkeln nur sehr schlecht erkennen, daher erst spät reagieren. Ein Fußgänger mit reflektierender Kleidung ist bei Abblendlicht vom Autofahrer bereits aus rund 140 Meter Entfernung deutlich zu erkennen -ein dunkel Gekleideter erst aus 20 bis 30 Metern. "Fußgänger sehen zwar hell beleuchtete Fahrzeuge bereits von weitem, aber es ist ein Irrtum zu glauben, dass man in der Dämmerung oder im Dunkeln von Fahrzeuglenkern ebenfalls automatisch wahrgenommen wird“, so Robatsch.
 

21.1.2021 - Unfallrisiko durch fliegende Eisplatten und Schneehauben


Eisplatten und Schneehauben müssen vor Fahrtantritt entfernt werden. Tut man das nicht, kann es zu äußerst kritischen Situationen kommen.
Während der seit Tagen anhaltende Schneefall in Oberösterreich so manches Winter-und Naturliebhaber-Herz höher schlagen lässt, sind Autofahrer weniger erfreut: Wer keinen überdachten Abstellplatz für sein Auto besitzt, muss vor der Abfahrt ausreichend Zeit einplanen, um das Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien. Denn egal ob PKW, LKW oder Anhänger: Das Fahrzeug muss vor Fahrtantritt komplett von Schnee und Eis befreit werden.
Gesetzliche Verpflichtung
Dabei handelt es sich um keine "Fleißarbeit", sondern um eine gesetzliche Verpflichtung und eine für die Verkehrssicherheit überaus wichtige Maßnahme.
Allgemein gilt: Vor der Abfahrt muss ein Fahrzeug "betriebssicher" sein. Dazu zählt im Winter eben auch, dass das Fahrzeug komplett von Schnee und Eis befreit ist, und eine komplette Rund-um-Sicht garantiert ist. Nach dem Kraftfahrgesetz ist der Lenker zudem verpflichtet, dass die Nummerntafeln lesbar sind und sich Scheiben, Blinker,
Rücklichter und Scheinwerfer in einem funktionstüchtigen Zustand befinden. Ansonsten läuft er Gefahr, mit bis zu 5000 Euro bestraft zu werden.
Eisplatten werden zu gefährlichen Geschossen
Auf Autodächern und besonders auf Lkw-und Anhänger-Planen können sich bei Minusgraden Eisplatten bilden, die sich während der Fahrt lösen und auf die Straße oder den nachfahrenden Verkehrsteilnehmer krachen können. Diese fliegenden Eisstücke werden so zu gefährlichen Geschossen, die zu Sachschäden oder gar Verletzungen beim nachfolgenden Fahrzeug bzw. Fahrzeuglenker führen können. Auch mit Schneehauben auf dem Dach darf nicht gefahren werden. Dazu ARBÖ-Rechtsexperte Martin Echsel: "Wenn ich ein Fahrzeug in Betrieb nehme, habe ich die Verpflichtung, dass Dritte nicht zu Schaden kommen. Eine Schneehaube kann den nachfolgenden Verkehr gefährden."
Bei Zuwiderhandeln können Exekutivbeamte die Weiterfahrt untersagen, zudem drohen saftige Strafen. Der ARBÖ Oberösterreich empfiehlt außerdem, hinter einem LKW ausreichend Sicherheitsabstand zu lassen.
 

20.1.2021- Winter ist da, Pannen bleiben aus


Pannendienst: Durch Lockdown gibt es aktuell weniger Pannen. Um dem generell vorzubeugen, bietet ARBÖ für Mitglieder Winterchecks an.
Der Winter ist in den letzten Tagen ganz offensichtlich im Bezirk angekommen. Das wird vielen Pkw-Lenkern vor allem auf den eisigen Straßen bewusst. Eine defekte Batterie, ein Reifen- oder elektrischer Schaden – beim ARBÖ Gaming weiß man, wie man mit solchen Pannen umgeht. Interessant: Sehr oft läutet das Pannentelefon in letzter Zeit allerdings nicht.
Warum? „Weil es momentan kaum Fremdenverkehr in den Skigebieten gibt. Hinzu kommt, dass der Verkehr aufgrund des Lockdowns und der geschlossenen Geschäfte sowieso von Haus aus weniger ist. Und sobald Schnee auf der Straße liegt, steigen manche Leute noch weniger gern ins Auto“, weiß Einsatzleiter Engelbert Aigner.
Im Jahr 2020 machte sich die Coronakrise auch in den Zahlen bemerkbar. Mussten die Kfz-Techniker vom ARBÖ Gaming 2019 zu 230 Pannen ausrücken, waren es 2020 mit 160 Pannen deutlich weniger. „Nach dem ersten Lockdown haben wir dann extrem viele Pickerl gemacht. Im Sommer war dann schon viel los, weil es viel Fremdenverkehr, vor allem rund um den Lunzer See, gab. Das haben wir schon bemerkt. Dann wurde es aber wieder weniger“, erzählt Aigner. Pannen können aber immer passieren, egal bei welcher Witterung. Oft gibt es zwei, drei Tage keine Einzige, an anderen Tagen sind es dafür gleich mehrere Einsätze. „Zum Großteil sind es Starthilfen bei defekten Batterien, zu denen wir gerufen werden. Der Rest sind Reifenschäden und elektrische Schäden. Das Meiste können wir direkt vor Ort beheben. Wenn nicht, dann fahren wir mit den Pkw-Lenkern zu uns ins Prüfzentrum“, berichtet der Einsatzleiter.
Die Wartezeit für die Kunden beträgt höchstens 45 Minuten, das ist die längste Anfahrtszeit vom ARBÖ Gaming bis zu sämtlichen Orten im Gebiet, das sich von der steirischen Grenze bis nach Purgstall und Frankenfels erstreckt. „Wenn jemand außerhalb unseres Gebietes eine Panne hat und uns anruft, dann helfen wir aber natürlich auch“, ergänzt Aigner, der übrigens erst seit Juli 2020 Einsatzleiter beim ARBÖ Gaming ist. Die Einsatzfahrzeuge sind ohnehin für alle Fälle, auch mit Schneeketten, ausgerüstet.
Damit die Autofahrer im Winter perfekt gerüstet sind, bietet das ARBÖ seinen Mitgliedern aktuell einen kostenlosen Wintercheck an. Da werden Bremsen, Reifen, Profile, Gefrierschutz – eigentlich das ganze Auto – genau unter die Lupe genommen. „Oft kommt es vor, dass die Frostschutz-Temperatur nicht passt, oder die Profiltiefe bei den Winterreifen schon unter vier Millimeter ist. Manchmal entdecken wir auch Probleme bei den Bremsen, vor allem wenn das Pickerl schon länger her ist“, erzählt der gelernte Kfz-Techniker. Ein ähnliches Angebot gibt es übrigens auch im Sommer, nämlich den Urlaubscheck.
„Sobald Schnee auf der Straße liegt, steigen manche Leute weniger ins Auto.“ - Engelbert Aigner, Einsatzleiter.
 

14.1.2021 -  Minusgrade führen zu streikenden Dieselmotoren

Nicht nur den Batterien macht die langanhaltende Kälte zu schaffen. Auch Dieselmotoren sind davon betroffen. Der ARBÖ gibt Tipps, damit ihr Fahrzeug nicht streikt. 

Die extreme Kälte kann nicht nur zu Unannehmlichkeiten wie beispielsweise vereisten Scheiben oder zugefrorenen Türdichtungen führen. Speziell bei Dieselfahrzeugen kann die extreme Kälte Probleme verursachen. Sinken die Temperaturen, kann der Treibstoff - aufgrund der sich bildenden Paraffinkristalle – einfrieren. Durch das Paraffin kann das komplette Kraftstoffsystem verstopfen. Die Folge: Der Motor springt nicht mehr an, in einigen Fällen schaltet er eventuell sogar nach wenigen Fahrtkilometern ab. Eine weitere Ursache können Wasserrückstände im Filter oder Tank sein, die eingefroren sind und die Treibstoffzufuhr blockieren. Deshalb sollte das Kraftstoffsystem regelmäßig serviciert werden. 

Gerade während dem Lockdown sind die Fahrzeuge bei niedrigen Temperaturen besonders gefährdet: Sie stehen womöglich für längere Zeit draußen und es wird nur sporadisch damit gefahren. Um Probleme und einen eventuellen Tausch des Kraftstofffilters zu vermeiden,empfiehlt der ARBÖ vorsorglich schon Dieselfrostschutz vom ARBÖ-Partner Datacol zu verwenden: „Dieselfrostschutz verhindert ein Ausflocken des Dieselkraftstoffs und eine böse Überraschung nach einer eisigen Nacht“, erklärt ARBÖ-Technik-Koordinator Erich Groiss.Der Autofahrerklub ARBÖ muss in besonders kalten Phasen bis zu 40 Mal pro Tag ausrücken, um streikende Fahrzeuge wieder in Gang zu setzen, bei denen der Dieseltreibstoff aufgrund der Kälte eingefroren ist. Der Dieselfrostschutz ist aber auch österreichweit in allen 91 ARBÖ-Prüfzentren erhältlich.

Um vorzubeugen, sollte das Fahrzeug – wenn möglich – kälte- und windgeschützt abgestellt werden. Abhilfe schafft auch der sogenannte Premium-Winterdiesel, der spätestens bei zweistelligen Minustemperaturen getankt werden sollte: „Der Premium-Winterdiesel ist mit speziellen Additiven angereichert, die eine Ausflockung der Paraffine verhindern“, so Groiss weiter.   

Sollte es dennoch zu Problemen kommen, ist der ARBÖ-Pannen-Notruf unter 1-2-3 rund um die Uhr erreichbar. Das Auto wird dann, um das Kraftstoffsystem aufzuwärmen, in eine warme Garage oder Werkstatt gebracht. 

 

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105.000 Einsätze im Jahr 2020


Bilanz: In den vergangenen zwölf Monaten waren die österreichweit rund 600 Techniker des Autofahrerklubs ARBÖ trotz der Corona-Pandemie und der Lockdown-Phasen jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz. 600 ARBÖ-Pannenhelfer halfen den Autofahrern Die ARBÖ-Techniker sind verlässliche Partner der Autofahrer. Im Durchschnitt rückten die Pannenhelfer 288 Mal pro Tag aus, wenn Hilfeleistung unter der Nummer 123 angefordert wurde. Im Jahr 2020 mussten die ARBÖ-Techniker am häufigsten zu Fahrzeugen ausrücken, bei denen die Starterbatterien streikten (35% der Pannengründe), aber auch bei Reifenpannen (33%) und Elektronikproblemen (22%) war die rasche Hilfeleistung durch den Pannendienst oft gefragt.
Besonders einsatzstark waren die Sommermonate Juli und August, da heuer aufgrund der Reisebeschränkungen überdurchschnittlich viele Urlauber mit dem Auto unterwegs waren und altersschwache Batterien getauscht werden mussten, nachdem sie aufgrund der hohen Temperaturen defekt wurden.
 

13.1.2021 -  Die Dos und Don’ts bei extremer Kälte

Derzeit stehen im gesamten Land Temperaturen im zweistelligen Minusbereich an der Tagesordnung. Keine leichten Zeiten für Autofahrer.

Auch in den kommenden Tagen wird es die Quecksilbersäule in den Außenthermometern kaum in den positiven Bereich schaffen. Während so manche Winterliebhaber die eisigen Temperaturen positiv sehen, sind all jene, die auf das eigene Auto angewiesen sind, oftmals wenig erfreut, wenn vor der Fahrt viel Zeit eingeplant werden muss, um das Fahrzeug von
Schnee und Eis zu befreien. Der ARBÖ informiert, was während dieser frostigen Phase das Autofahrerleben erleichtert, und worauf man verzichten sollte.

Vereiste Scheiben:

No-Go: Zugefrorene Scheiben mit heißem Wasser enteisen. Durch die extremen Temperaturunterschiede können die Scheiben nämlich springen und im schlimmsten Fall sogar einen Scheibentausch unumgänglich machen.

Tipp: Autolenker, deren Autoscheiben zugefroren sind, sollten Eiskratzer oder spezielle Sprays zum Enteisen der Scheiben verwenden. Wichtig ist, dass die gesamte Scheibe gereinigt wird, und nicht nur ein „Guckloch“, da dies zu Strafen oder Problemen mit der Versicherung führen kann. Damit die Scheiben während der Fahrt nicht einfrieren, sollte das
Heizungsgebläse für die Windschutzscheibe eingeschalten werden und die mit Frostschutz befüllte Scheibenwaschanlage regelmäßig verwendet werden. Darüber hinaus kann mit einer Frontscheibenabdeckung bereits im Vorfeld vorgesorgt werden.

Eingefrorenes Schloss:

No-Go: Den Schlüssel mit dem Feuerzeug anwärmen. Durch die extreme Hitze des Feuers können der Schlüssel oder der Transponder (Chip zur Startfreigabe) kaputt werden.

Tipp: Autolenker sollten Türschlossenteiser stets mitführen, allerdings in der Jackentasche/Handtasche und nicht im Auto aufbewahren. Solche Sprays tauen ein eingefrorenes Schloss schnell wieder auf, und die Fahrt kann begonnen werden.

Zugefrorene Türdichtungen:

No-Go: Zugefrorene Türdichtungen mit Gewalt aufreißen, da so die gesamte Dichtung aus der Verankerung gerissen werden kann.

Tipp: Am besten im Vorfeld die Türdichtungen mit Fettcremen oder speziellen Türdichtungscremen einreiben. So kann dieses Problem leicht vermieden werden. Wenn die Türe aber tatsächlich eingefroren ist, so bleibt nur der Einstieg über eine andere Fahrzeugtüre oder die Benutzung von Enteisungssprays. Allerdings sollten dabei nur Produkte verwendet werden, die den Gummi der Türdichtung nicht angreifen.

Motor warmlaufen lassen

No-Go: Generell ist das Warmlaufen lassen des Motors verboten. Nicht nur, dass dadurch die Umwelt unnötig belastet wird, es kann Strafen nach sich ziehen. 

Tipp: Moderne Motoren müssen nicht minutenlang warmlaufen, sondern sind sofort einsatzbereit. Wichtiger ist, dass im Vorfeld der Kältewelle die Batterie auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft wird, damit böse Überraschungen ausbleiben.

Verbraucher reduzieren

No-Go: Sämtliche Verbraucher wie Heckscheiben-, Sitz- oder Lenkradheizung ständig laufen lassen. 

Tipp: Sobald die Hände warm sind oder die Heckscheibe enteist ist, sollten Stromverbraucher auch wieder ausgeschalten werden, da es die Batterie unnötig belastet. Durch den hohen Stromverbrauch kann besonders bei Kurzstrecken die Lichtmaschine nicht ausreichend nachladen, wodurch die Leistungskapazität der Batterie eingeschränkt ist.

 

Pro Tag ein Fahrerflucht-Unfall


354 Menschen wurden im Vorjahr verletzt, vier Opfer verstarben
Mehr als 2.260 Unfälle mit Fahrerflucht passierten im vergangenen Jahr in Österreich, 2.686 Menschen wurden dabei verletzt, zehn Opfer starben. Alleine in Oberösterreich kam es zu 314 Fahrerfluchtunfällen (ungefähr halb so viele wie in Wien) - also rein statistisch gesehen passiert fast jeden Tag einer. 354 Menschen wurden dabei verletzt, vier starben. Dabei kann "Fahrerflucht eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren zur Folge haben", so der VCÖ.
Ungeklärt ist nach wie vor der Fall von Adrian G. (20). Der Linzer war im September am Froschberg von einem Auto erfasst worden, erlitt tödliche Kopfverletzungen. Der Fahrer ist bis heute nicht gefunden
 

12.1.2021 - Kälte legt die Autos lahm


Frostige Verhältnisse, reichlich Schnee und Minusgrade im zweistelligen Bereich: Der Winter ist angekommen, und Kärnten wird im Moment von einer arktischen Kälte heimgesucht, die in den vergangenen Tagen zahlreiche Autos lahmgelegt hat. Sollte die Batterie einmal Probleme machen, gibt es einiges zu beachten.
Zweistellige Minusgrade: Experte gibt Starthilfe-Tipps
Sollte die Batterie nicht mehr anspringen, besser die Experten für die Starthilfe anrufen. Bei modernen Autos könnten Schäden entstehen.
Viele kennen das: Man kratzt mühsam das Eis von den Autoscheiben, dreht den Zündschlüssel um – doch der Motor springt nicht an.
Natürlich kann man in solchen Fällen immer noch den Nachbarn um Starthilfe bitten. Doch bei neueren Automodellen könnte das schwierig werden. „Moderne Autos sind teilweise kompliziert aufgebaut“, erklärt ARBÖ-Experte Peter Pegrin. „Macht man es falsch, könnten Schäden an den elektronischen Bauteilen entstehen. Am besten sollte man die Autos erst eine Minute verbunden lassen, bevor man den streikenden Wagen startet.“ Will man aber ganz sicher gehen, sollte man lieber die Experten für die Starthilfe anrufen.
Die Kälte hat in der Nacht auf Montag vor allem in Osttirol für extreme Werte gesorgt: In St. Jakob im Defereggental wurden minus 24,2, in Lienz minus 23,5 Grad gemessen. In Kärnten waren die Kältepole in Dellach im Drautal mit minus 19,8 sowie am Weißensee und in Spittal mit minus 18,6 Grad. „In vielen Teilen Kärntens war es seit knapp zehn Jahren nicht mehr so kalt“, erklärt Ubimet-Meteorologe Nikolas Zimmermann.
Peter Pegrin, ARBÖ Kärnten: „Das Wichtigste ist, früh genug zu schauen, ob die Batterie in Ordnung ist. Das kann Zeit, Geld und viel Ärger ersparen.“
 

11.1.2021 - Anzahl der Verkehrstoten stark gesunken


89 Menschen kamen 2020 in Niederösterreich bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2010 hatte Niederösterreich mit 10,1 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohnern im Bundesländer-Vergleich die meisten Todesopfer im Straßenverkehr zu beklagen, im Vorjahr war die Opferzahl mit 5,3 pro 100.000 Personen um 48 Prozent niedriger, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Das war außerhalb von Wien (minus 65 Prozent) im Bundesländer-Vergleich der stärkste Rückgang. Und im Vorjahr war sowohl in Kärnten (6,2) als auch im Burgenland (6,1) die Zahl der Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner höher als in Niederösterreich.

8.1.2021 - ARBÖ: 105.000 Einsätze im Jahr 2020

Trotz geringerer Verkehrsleistung während der Corona-Pandemie war der ARBÖ im vergangenen Jahr 105.000 Mal als Helfer in der Not gefragt.  

Auch wenn das Jahr 2020 viel verändert hat, so blieb eines gleich: Die Mitglieder konnten sich auf den ARBÖ jederzeit und rund um die Uhr verlassen. In den vergangenen zwölf Monaten waren die österreichweit rund 600 Techniker trotz Corona-Pandemie und Lockdown-Phasen jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz. Bis auf wenige Tage im Frühjahr und Herbst war das
Einsatzaufkommen auch ähnlich hoch wie im Jahr zuvor: Im Durchschnitt rückten die Pannenhelfer 288 Mal pro Tag aus, womit rund alle fünf Minuten unter dem Pannen-Notruf 1-2-3 Hilfeleistung angefordert wurde. Für KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär,belegen diese Zahlen die dringende Notwendigkeit eines Pannendienstes: „Unsere Mitglieder verlassen sich darauf, dass unsere bestens ausgebildeten Pannentechniker rasch vor Ort sind und im Idealfall das Fahrzeug schnell wieder flott bekommen. Das gelingt uns sehr gut, die durchschnittliche Wartezeit von der Pannenaufnahme bis zum Eintreffen des Technikers betrug vergangenes Jahr rund 38 Minuten. Besonders erfreulich ist der Umstand, dass 97 Prozent der Pannen direkt an Ort und Stelle behoben werden konnten. Eine Abschleppung wurde nur dann durchgeführt, wenn eine sofortige Reparatur nicht möglich war. Auf diese Leistung unsererTechnikerinnen und Techniker bin ich sehr stolz.“

Im Jahr 2020 mussten die ARBÖ-Techniker am häufigsten zu Fahrzeugen ausrücken, bei denen die Starterbatterien streikten (35% der Pannengründe), aber auch bei Reifenpannen (33%) un Elektronikproblemen (22%) war die rasche Hilfeleistung durch den Pannendienst oft gefragt.Besonders einsatzstark waren die Sommermonate Juli und August, da heuer aufgrund der Reisebeschränkungen überdurchschnittlich viele Urlauber mit dem Auto unterwegs waren und
altersschwache Batterien getauscht werden mussten, nachdem sie aufgrund der hohen Temperaturen defekt wurden.

Neben den Panneneinsätzen auf der Straße blickt der ARBÖ auch auf ein arbeitsintensives Jahr in den österreichweit 91 Prüfzentren zurück, wie KommR. Mag. Gerald Kumnig weiter ausführt:„Die Umstände rund um die Pandemiebekämpfung haben die Tätigkeiten in den Werkstätten nicht erleichtert. Unsere Mitarbeiter tragen bei allen Tätigkeiten Masken, was teilweise extrem belastend ist. Trotzdem freuen wir uns, dass die Auslastung in unseren Prüfzentren auch 2020
hoch war.“ So führten die ARBÖ-Techniker bei knapp 193.000 Fahrzeugen die §57a-Begutachtung durch. Aber auch Dienstleistungen wie Fahrwerksvermessung (8.500), Wartung der Klimaanlage (7.200) und Windschutzscheibenreparatur (4.000) wurden von ARBÖ-Mitgliedern häufig in Anspruch genommen.

 

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7.1.2021 - ARBÖ hat alle Hände voll zu tun


Trotz Lockdowns verzeichnet der ARBÖ eine gleichbleibend hohe Anzahl bei den Pannenfahrten. In den vergangenen zehn Tagen wurden die Techniker des Autofahrerbundes zu mehr als 350 Einsätzen gerufen. Der häufigste Grund waren defekte oder schwache Akkus. Hotspots bei den Panneneinsätzen waren Einkaufszentren.
 

Das ändert sich für Auto-, Motorrad- und Radfahrer im neuen Jahr


Das neue Jahr hat einige Neuerungen für Verkehrsteilnehmer gebracht. So wurde etwa die Normverbrauchsabgabe beim Neukauf von Autos erhöht und die Pendlerpauschale auf Radfahrer ausgeweitet. Der ARBÖ und der ÖAMTC informieren über die Details.
Normverbrauchsabgabe
Während sich Rad-und Öffifahrer über finanzielle Vorteile freuen dürfen, verursachen die Neuerungen für Kraftfahrzeugfahrer und Autokäufer höhere Kosten. Teurer geworden ist etwa die Autobahnvignette geworden, konkret um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Jahresvignette für Autos kostet damit 92,50 Euro, die für Motorräder 36,70 Euro. Eine wesentliche Änderung ist darüber hinaus die Neuberechnung der Normverbrauchsabgabe (NoVA). Auch für die Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer wird eine neue Berechnungsformel angewendet. Damit werden Neufahrzeuge seit dem 1. Jänner 2021 steuerlich höher belastet. Ab 1. Juli 2021 sind bei der NoVa jährliche Verschärfungen für Autos und Klein-Lkw sowie eine Erhöhung auch bei Motorrädern vorgesehen.
Vorteile für Öffi-Fahrer: Wer den Arbeitsweg hingegen mit einem Dienstfahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegt, kann jetzt mit Ersparnissen rechnen. Auf die Pendlerpauschale haben nun auch Personen Anspruch, die den Arbeitsweg mit einem Dienstfahrrad zurücklegen. Ab 1. Juli fällt zudem für Tickets für Öffentliche Verkehrsmittel kein Sachbezug mehr bei der Einkommensteuer an.
 

5.1.2021 - Gut versichert auf dem Berg


So viele Skitourengeher wie in diesem Winter waren wohl noch nie in den Bergen unterwegs. Wie kann man sich -für einzelne Tage oder fix - gegen die Gefahren absichern?
Das Problem vorab: Bei Freizeit- und Bergunfällen bezahlt die Sozialversicherung zwar die Behandlung im Spital, aber kaum mehr. Kosten für eine Hubschrauberbergung werden nur für jenen Teil der Strecke übernommen, auf der die Rettung auch hinfahren hätte können -also definitiv nicht ins Hochgebirge. Womit auf Verunfallte meist Kosten von 3.000 Euro aufwärts zukommen. Sollte man erwerbs-bzw. berufsunfähig bleiben, erhalten besonders junge Menschen keine oder maximal eine sehr kleine Rente. Und auch Kosten für einen behindertengerechten Umbau seiner Wohnung müsste man im Fall des Falles aus eigener Tasche stemmen. Es sei denn, man ist privat abgesichert.
Hubschraubereinsatz
Mancher denkt da an seine Kreditkarte. Hier heißt es genau nachlesen: Nicht jede Karte bietet überhaupt einen Versicherungsschutz, und sollte einer dabei sein, variiert der Schutz sehr. Während manche Karten (z. B. Gold und Black Card von PayLife) nur Bergungskosten des Karteninhabers übernehmen, versichert etwa die Platinum Card auch dessen mitreisende Angehörige bis 50.000 Euro. Viele Karten bieten dagegen gar keinen Schutz für Bergungskosten. Aufpassen heißt es auch, denn oft muss die Reise per Karte gebucht worden sein, damit sie versichert ist!
Bessere Aussichten hat man, wenn man über einen ÖAMTC-Schutzbrief verfügt, hier ist man bei Freizeitalpinunfällen mit Hubschrauberrettung bis zu 10.000 Euro versichert, Gleiches leistet der Sicherheits-Pass Classic des ARBÖ. Und auch Alpenvereins-und Naturfreunde-Mitglieder sind automatisch geschützt, sie können auf einen Bergungskostenschutz bis 25.000 Euro zählen. (…)
 

5.1.2021 - 338 Verkehrstote in Österreich 2020 - Minus 19 Prozent


338 Menschen sind laut dem Innenministerium (BMI) im Jahr 2020 auf Österreichs Straßen tödlich verunglückt. Womit die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen im BMI im Jahr 1950 registriert wurde. Das sind um 78 Todesopfer oder 18,8 Prozent weniger als im Jahr 2019 mit 416 Toten. Ursache ist vor allem der Corona-Lockdown im Frühjahr mit weniger Verkehr und somit weniger Unfällen als Folge. Nicht geändert hat sich das zu hohe Tempo als Hauptursache.
Dabei betrug der Rückgang an Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2020 sogar 22 Prozent, berichtete die Statistik Austria im Oktober des vergangenen Jahres. Laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) waren die Aufgaben für die Exekutive im Jahr 2020 zwar vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt. "Die niedrige Zahl an Verkehrstoten zeigt aber auch, dass traditionelle Aufgaben wie die Verkehrsüberwachung nicht vernachlässigt wurden", betonte er in einer BMI-Aussendung. Trotzdem sei jeder Verkehrsunfall einer zu viel, mit Maßnahmen im Bereich der Bewusstseinsbildung könnte jedoch eine nachhaltige Verringerung erzielt werden.
Der Zielwert des Österreichischen Verkehrssicherheitsprogrammes 2011 bis 2020 mit 311 Opfern im Jahr 2020 (50 Prozent von 621 Getöteten) wurde mit 338 Getöteten letztendlich trotzdem nicht ganz erreicht, die Reduzierung beträgt 45,6 Prozent. Die Zahl von 338 ist dabei rund ein Neuntel der Todesopfer vom Jahr 1972, dem bisher "schwärzesten Jahr" der Unfallstatistik mit 2.948 Toten.
Eine Zunahme der Zahl an Verkehrstoten gab es im Bundesländervergleich nur in Kärnten, wo 35 Menschen nach 29 im Jahr davor starben. In Vorarlberg und Wien blieb die Zahl gleich, bilanzierte das BMI am Neujahrstag, 15 Tote bzw. zwölf waren es hier wieder. Im Burgenland gab es im abgelaufenen Jahr 18 Verkehrstote (2019: 32), in Niederösterreich 89 (101), in Oberösterreich 65 (87), in Salzburg 27 (31), in der Steiermark 52 (72), in Tirol 25 (37). In den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und in Tirol wurden im Jahr 2020 wie in ganz Österreich ebenfalls die bisher geringsten Zahlen an Verkehrstoten seit 50 Jahren verzeichnet.
Mit 143 Pkw-Insassen, die im Vorjahr ihr Leben verloren haben, war diese Zahl am höchsten, es folgen 73 Motorradfahrer, 49 Fußgänger, 39 Radfahrer (davon 19 mit Elektro-Fahrrädern), 20 Lkw-Insassen (davon 15 im Klein-Lkw), vier Mopedfahrer, drei sonstige Beteiligte, drei Traktor-Lenker/Mitfahrer, zwei Microcar-Insassen, ein Lenker eines E-Scooters und ein Omnibus-Insasse. Angestiegen gegenüber 2019 ist die Zahl der getöteten E-Bike-Lenker, Lkw-Insassen und Radfahrer. 135 (42,7 Prozent) aller tödlichen Unfälle sind Alleinunfälle, das heißt, es ist nur ein Fahrzeug am Unfall beteiligt.

"Die 338 Verkehrstoten sind Mahnung verstärkte Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu setzen", stellte der Sprecher des VCÖ (Verkehrsclub Österreich), Christian Gratzer fest. Der Vergleich mit der Schweiz zeige den Aufholbedarf Österreichs. Österreich hatte im Vorjahr um rund 80 Prozent mehr Verkehrstote als die Schweiz mit 187 im gesamten - coronafreien - Jahr 2019. "Die Schweiz setzt vor allem beim Tempo an. Aus gutem Grund. Auch in Österreich ist nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle. Mit dem Tempo steigt das Risiko eines schweren Unfalls", so VCÖ-Sprecher Gratzer.
 

 4.1.2021 - Noch nie gab es so wenige Todesopfer im Straßenverkehr

Statistik. 338 Menschen kamen im Vorjahr auf Österreichs Straßen ums Leben


338 Menschen verunglückten 2020 laut Innenministerium auf Österreichs Straßen tödlich: Das ist die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Unter den Opfern waren unter anderem 143 Pkw-Insassen, 73 Motorradfahrer, 49 Fußgänger und 39 Radfahrer.
Verglichen mit 2019 gab es 2020 insgesamt um 78 Todesopfer oder 18,8 Prozent weniger (416 Tote im Straßenverkehr). Ursache dürfte vor allem der Corona-Lockdown im Frühjahr mit weniger Verkehr und somit weniger Unfällen gewesen sein. Nicht geändert hat sich das zu hohe Tempo als Hauptursache für Unfälle.
Trotz neuer Aufgaben für die Exekutive durch die Corona-Krise zeige die "niedrige Zahl an Verkehrstoten aber, dass traditionelle Aufgaben wie die Verkehrsüberwachung nicht vernachlässigt wurden", betonte ÖVP-Innenminister Karl Nehammer am Freitag. Dennoch sei jeder Verkehrsunfall einer zu viel, mit Maßnahmen im Bereich der Bewusstseinsbildung könnte aber eine nachhaltige Verringerung erzielt werden.
Im Bundesländervergleich fiel nur Kärnten aus dem Schema: 2020 starben 35 Menschen im Straßenverkehr, 2019 waren es 29. In Vorarlberg und Wien blieb die Zahl der Todesopfer verglichen zu 2019 auch 2020 mit 15 bzw. 12 konstant, gleich, bilanzierte das BMI am Neujahrstag. Im Burgenland kamen 18 Menschen ums Leben (2019: 32), in Niederösterreich 89 (101), in Oberösterreich 65 (87), in Salzburg 27 (31), in der Steiermark 52 (72), in Tirol 25 (37). In den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und in Tirol wurden im Jahr 2020 wie in ganz Österreich ebenfalls die bisher geringsten Zahlen an Verkehrstoten seit 50 Jahren verzeichnet.
Als vermutliche Hauptunfallursachen der Verkehrsunfälle gelten weiterhin nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (31,8 Prozent) gefolgt von Unachtsamkeit und Ablenkung (20,9 Prozent).
Auf Autofahrer kommen 2021 Neuerungen zu. Zwar fehlen für die meisten Vorhaben noch Details, doch bei Rasern soll der Strafrahmen auf 5.000 Euro erhöht und die Führerscheinentzugsdauer verdoppelt werden. Rasen soll zudem als Vormerkdelikt eingeführt werden. Verkehrsministerin Leonore Gewessler hatte im Herbst ein Maßnahmenpaket angekündigt.
Angekündigt wurde auch eine Strafdrohung für illegale Wettrennen. Laut ARBÖ soll 2021 außerdem der Verfall von Radar- und Laserblockern kommen. Diese mitzuführen ist bereits jetzt verboten. Neu ist, dass zur Geldstrafe nun auch das Gerät selbst oder deren Komponenten eingezogen beziehungsweise für verfallen erklärt werden. Bereits im Frühjahr soll außerdem der digitale Führerschein kommen.
 

22.12.2020 - Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2021 wünschen die Mitarbeiter der Prüfzentren St.Pölten und Altlengbach sowie der Bezirksausschuss St.Pölten an alle Arbö Mitgliedern

 

22.12.2020 - Das bringt 2021 - Deutlich höhere Strafen für Raser geplant


Das kommende Jahr bringt im Verkehrsbereich einige Änderungen. So sollen 2021 deutlich höhere Strafen für Raser kommen. Außerdem soll bereits im Frühjahr der digitale Führerschein starten. Die Stadt Wien plant außerdem eine Änderung der Parkraumbewirtschaftung. Details für die meisten Vorhaben blieben im Jahr 2020 noch unklar.
Bei den Rasern soll der Strafrahmen auf 5.000 Euro erhöht und die Führerscheinentzugsdauer verdoppelt werden. Auch die Grenzwerte für Führerscheinabnahmen sollen gesenkt werden. Rasen soll zudem als Vormerkdelikt eingeführt werden. In besonders gefährlichen Fällen ist auch geplant, dass die Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Kommen soll auch eine Strafdrohung für illegale Wettrennen, sagte ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. Details zu den geplanten Änderungen gab es bis Ende 2020 noch keine. Mehrere Bundesländer hatten höhere Strafen für Raser gefordert, woraufhin Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) im September das Maßnahmenpaket angekündigt hat.
Laut dem ARBÖ soll 2021 außerdem der Verfall von Radar- und Laserblockern kommen.Diese oder deren Gerätekomponenten mitzuführen ist bereits jetzt verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Neu ist, dass zu der bereits verordneten Geldstrafe nun auch das Gerät selbst oder deren Komponenten eingezogen beziehungsweise für verfallen erklärt werden. Bereits im Frühjahr soll außerdem der digitale Führerschein kommen. Im Nationalrat wurde bereits die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass weitere Schritte in Richtung eines elektronischen Identitätsnachweises (E-ID) möglich sind, geschaffen.

Für Handysignatur- bzw. Bürgerkarten-Inhaber sollen ab dem Frühling Führerschein und Zulassungsschein als digitale Varianten am Smartphone verfügbar gemacht werden. Im kommenden Jahr steht auch eine Neuordnung der Parkraumbewirtschaftung in Wien bevor. Details dazu sind noch nicht bekannt. Möglich ist eine Staffelung der Tarife nach Fahrzeuggröße oder Emissionen. Von einer umfassenden Neuorganisation bis zu einer bloßen Ausweitung der bestehenden Kurzparkzonen - mit Tariferhöhung - ist alles möglich, erklärte Hoffer.
 

17.12.2020 - Vignette vom ARBÖ


Gewinnspiel Bis 31. Jänner ist die alte Vignette noch gültig. Die BVZ verlost in Kooperation mit dem ARBÖ Jahresvignetten 2021.
Spätestens ab 1. Februar muss man eine gültige Vignette für 2021 haben, will man auf österreichischen Schnellstraßen oder Autobahnen unterwegs sein. Beim BVZ-Gewinnspiel gibt es jetzt vom ARBÖ Burgenland Jahresvignetten zu gewinnen.
Für Pkw kostet die Jahresvignette 92,50 Euro und für Motorräder 36,70 Euro. Wer ohne ein gültiges Pickerl erwischt wird, hat eine Ersatzmaut von 120 Euro zu zahlen.
Gültig ist die neue Vignette für 2021 seit 1. Dezember 2020 und sie läuft am 31. Jänner 2022 ab. Die alte Vignette behält noch bis 31. Jänner 2021 ihre Gültigkeit. Die BVZ verlost in Kooperation mit dem ARBÖ Jahresvignetten 2021.
Kennwort: Vignette. Einsendeschluss: 6. Jänner.

 

15.12.2020 -  Das ändert sich 2021 für Kraftfahrer

 

Das kommende Jahr bringt wenige, dafür vielfach umso kostspieligere, Neuerungen für Kraftfahrzeugfahrer und Autokäufer. Für Radfahrer gibt es finanzielle Vorteile.

Zahlreiche Neuerungen kommen 2021 auf die österreichischen Auto- und Motorradlenker zu.Insbesondere wer sich ein neues Fahrzeug kaufen möchte, ist von den Änderungen betroffen.Der ARBÖ-Rechtsexperte Martin Echsel informiert über die wichtigsten Regelungen für das Jahr 2021.  

 

Normverbrauchsabgabe von 1. Jänner 2021 bis 30. Juni 2021

Senkung des CO2-Grenzwerts
Mit 1. Jänner kommt es für Neufahrzeuge zu einer Änderung der Berechnungsformel für die Normverbrauchsabgabe. Bisher galt folgende Formel: Vom CO2-Ausstoß des Fahrzeugs wurde der Wert 115 abgezogen, das Ergebnis durch fünf dividiert. Das Ergebnis dieser Formel war der Steuersatz in Prozent. Ab 1.1.2021 wird der Wert 115 um 3 verringert, wodurch ab kommendem Jahr folgende Berechnungsformel angewendet wird:

 

(CO2-Ausstoß – 112) : 5 = Steuersatz in Prozent
Der Steuerbetrag ist jedenfalls um einen Abzugsposten von 350 Euro zu kürzen.Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 275 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 275 g/km übersteigenden, CO2-Ausstoß um 40 Euro je Gramm CO2/km.

 

Diese Regelung wurde mit dem Steuerreformgesetz 2020 beschlossen und betrifft NICHT die am 10.12.2020 beschlossene NoVA-Änderung, die mit 1. Juli 2021 in Kraft tritt (s.u.).

 

Senkung des CO2-Grenzwerts zur Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer Auch für die Berechnung der motorbezogenen Versicherungssteuer wird eine neue Berechnungsformel angewendet. Bisher galt folgende Formel:

 

(kw-65)x0,72 + (CO2-Ausstoß-115)x0,72 = monatliche Steuer in Euro

 

Ab 1. Jänner 2021 gilt die neue Berechnungsformel, bei der sowohl der Abzugsposten für die Leistung in kW und der CO2-Ausstoß vermindert werden:

 

(kW-64)x0,72 + (CO2-Ausstoß-112)x0,72 = monatliche Steuer in Euro

 

Die monatliche Belastung von Neufahrzeugen wird demnach ab 1.1.2021 höher ausfallen.

 

Privatnutzung von Dienstwägen: Senkung des CO2-Grenzwertes


 

Ab 1. Jänner 2021 wird der CO2-Grenzwert, bis zu diesem der verminderte Sachbezugswert von 1,5 Prozent gilt, von 141 auf 138 Gramm CO-Ausstoß pro Kilometer reduziert. Der maximale Berechnungsbetrag beträgt in diesem Fall 720 Euro. Für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von mehr als 138 g/km gelten weiterhin 2 Prozent (maximal 960 Euro) als Berechnungsgrundlage.

 

Verfall von Radar- und Laserblocker
Das Mitführen von Radar- und Laserblockern oder deren Gerätekomponenten ist bereits verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Neu ist, dass zu der bereits verordneten Geldstrafe nun auch das Gerät selbst oder deren Komponenten eingezogen beziehungsweise für verfallen erklärt werden.  

 

EU-Symbol mit A auch auf roten Kennzeichentafeln
An Fahrrad-Heckträgern können eigene rote Kennzeichentafeln montiert werden. Dies erspart das Umstecken der weißen Kennzeichentafel vom Fahrzeug auf den Radträger. Neu ist, dass das rote Kennzeichen nun auch das EU-Symbol am linken Rand aufweisen muss. Die Ausgabe der Kennzeichen erfolgt wie bisher in der Zulassungsstelle des Wohnbezirks.  

 

Erhöhung Autobahnvignette 2021
Die Erhöhung der Vignette Digital- oder Klebevariante 2021 beläuft sich auf 1,5% zum Vorjahr. Somit kostet die Jahresvignette für PKW bzw. alle zweispurigen Kfz bis 3,5t EUR 92,50. Für Motorräder bzw. einspurige KFZ belaufen sich die Jahreskosten auf EUR 36,70. Anbei die Tarife im Überblick:
Neue Tarife 2021 für Pkw (bzw. alle zweispurigen Kfz bis 3,5t hzG):
10-Tages-Vignette:   EUR 9,50
2-Monats-Vignette:   EUR 27,80
Jahresvignette:         EUR 92,50
Neue Tarife 2021 für Motorräder (einspurige Kfz):
10-Tages-Vignette:   EUR 5,50
2-Monats-Vignette:   EUR 13,90
Jahresvignette:         EUR 36,70
Änderungen ab 1. Juli 2021

 

Normverbrauchsabgabe neu
Der Höchststeuersatz für die Normverbrauchsabgabe wird bei Motorrädern mit 1. Juli 2021 von 20 auf 30 Prozent angehoben.

 

Bei Pkw kommt es zusätzlich zu weiteren massiven Verschärfungen:Der Höchststeuersatz für die NoVA wird von 32 auf 50% Prozent angehoben. Darüber hinaus sinkt der Malusgrenzwert auf 200 g/km. Fahrzeuge, die einen CO2-Ausstoß von mehr als 200g/km haben, zahlen ab Mitte 2021 zusätzlich 50 Euro (bisher 40) pro Gramm an NoVA. 

 

14.12.2020 - Kritik an NoVA-Anpassung


Die Automobilwirtschaft kritisiert die geplante Gesetzesänderung scharf. Mehrkosten bei leichten Nutzfahrzeugen im fünfstelligen Bereich.Florian T. Mrazek


Das Argument der Ökologisierung sei nur vorgeschoben, weil es nicht nur verbrauchsstarke Fahrzeuge treffe und außerdem zu einer Verlängerung der Behaltedauer älterer Fahrzeuge führen werde. Die Kritik der heimischen Automobilimporteure an der geplanten Novelle der Normverbrauchsabgabe (NoVA) ab 2021 ist vernichtend. Im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz appellierten die Interessenvertreter, unterstützt von den Mobilitätsclubs ÖAMTC und ARBÖ, an die Politik, die Maßnahmen noch einmal zu überdenken. „Die Aussage von Vizekanzler Kogler, wonach nur die ,Stinker‘ teurer würden, ist schlicht falsch. Nach ausgiebiger Analyse können wir mit Sicherheit sagen: Die Ökologisierung der NoVA in der vorliegenden Form ist definitiv nicht gelungen – es handelt sich um eine Steuererhöhung quer über alle Fahrzeugklassen hinweg“, kritisiert Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Er präsentiert gemeinsam mit dem ÖAMTC NoVA-Beispiele von 15 gängigen Fahrzeugmodellen. Besonders dramatisch sei die Lage bei den leichten Nutzfahrzeugen (bis 3,5 t), für die ab 2021 nun auch erstmals eine NoVA fällig werde. „Dadurch kommt es zu einer Mehrbelastung von konservativ gerechnet rund 150 Millionen Euro, die in erster Linie Klein- und Mittelbetriebe (KMU) trifft“, rechnet Kerle vor. Bei den betroffenen Fahrzeugen handle es sich insbesondere um Kastenwagen und Pritschenfahrzeuge und somit um notwendige Betriebsmittel für Unternehmen. Die Steuer treffe infolgedessen in erster Linie die Kleintransporteure, Gewerbetreibende, Handwerker, Zustell- und Handelsbetriebe. „Dass inmitten einer schweren Wirtschaftskrise nun ausgerechnet die Unternehmen einer derart massiven zusätzlichen finanziellen Belastung ausgesetzt sind, ist völlig unverständlich. Die Mehrkosten für die Gewerbetreibenden belaufen sich auf Beträge im fünfstelligen Bereich“, so Kerle. Die Unternehmen würden es sich jedenfalls gut überlegen, sich ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Tendenziell würden alte Fahrzeuge einfach länger gefahren werden. In diese Kerbe schlägt auch das Bundesgremium Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer: „Auch wenn man die Maßnahmen aus Sicht der Ökologisierung sieht, ist die Sinnhaftigkeit nicht gegeben. Gerade jene Kundengruppe, welche sich neue Autos eben nicht mehr leisten kann, wird mit den alten Fahrzeugen weiterfahren, wodurch wichtiges CO2-Einsparungspotenzial ungenützt bleibt“, so Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels. Um zu veranschaulichen, was die Einführung der NoVA bei Nutzfahrzeugen der Klasse N1 bedeutet, wurden die zukünftigen Steuersätze konkret durchgerechnet. So beträgt die NoVA ab 2021 für ein Modell des Fiat Ducato 14.553,70 Euro, für einen Mercedes-Benz Sprinter Kastenwagen 11.200 Euro und für einen VW Crafter DoKa-Pritsche 11.420,80 Euro – bis dato waren alle diese Nutzfahrzeuge NoVA-befreit. Bei der für 2024 geplanten weiteren Anhebung der NoVA würde die Höhe der Abgaben bei den Fahrzeugen der Klasse N1 weiter dramatisch steigen, im Falle des Fiat Ducato sogar auf 21.281 Euro. Bei der Fahrzeugklasse N1 handelt es sich um die zweitgrößte Fahrzeugklasse in Österreich nach den Pkw (M1). Sie umfasst zehn Mal mehr Fahrzeuge als die mittleren und schweren Lkw zusammen. Im Vorkrisenjahr 2019 wurden 43.425 N1-Nutzfahrzeuge in Österreich zugelassen, das entspricht zehn Prozent der Neuzulassungen.
„Die NoVA hat grundsätzlich keine ökologische Hebelwirkung, da sie nicht den Verbrauch, sondern nur den Besitz bzw. die Anschaffung besteuert“, kritisiert auch Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure. „Dass Fahrzeuge mit einem Emissionswert von null von der NoVA ausgenommen sind, ist im Nutzfahrzeugbereich noch nicht relevant. Grundsätzlich müssen auch im Nfz-Bereich strenge CO2-Ziele erreicht werden und die Hersteller setzen alles daran, immer sparsamere und emissionsärmere Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Dennoch ist die Situation bei den Nutzfahrzeugen speziell, da Kunden nicht einfach auf kleinere, elektrifizierte und steuerbevorzugte Fahrzeuge umsteigen können, um ihre Bedürfnisse zu decken. Es kommt also zu einer massiven Mehrbelastung, ohne die Möglichkeit, auf Alternativen zuzugreifen. Daher ist die Maßnahme einfach inakzeptabel: Es trifft die Falschen und kommt aufgrund der Tatsache, dass es im N1-Bereich die elektrischen Alternativen am Markt noch nicht gibt, zu früh. Dass auch der Verkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss, steht auch für den ÖAMTC außer Frage. „Die stufenweise Erhöhung der NoVA macht jedoch fast alle Autos teurer – vom effizienten Kleinwagen bis zum Van der Familie“, so Martin Grasslober, Leiter der Verkehrswirtschaft des ÖAMTC. Beim ARBÖ erinnert man die Bundesregierung angesichts der geplanten vierten Steuererhöhung für Kfz-Lenker im heurigen Jahr daran, dass sie mit dem Versprechen angetreten ist, keine Steuern zu erhöhen.


 

11.12.2020 - Klimaschutz? Steuererhöhung!


Die kommende Steuerreform könnte nach einem ersten Gesetzesentwurf spürbare Erhöhungen für Fahrzeuge mit starken Verbrennungsmotoren bringen. Für Unternehmen deutlich drastischer: Leichte Nutzfahrzeuge würden ihre NoVA-Befreiung gänzlich verlieren und um tausende Euro teurer werden.
Aktuelles Thema
Es ist noch gar nicht so lang her, da bekam VW-Chef Herbert Diess am Ende eines Vortrags auf der TU in Graz die Frage gestellt, ob sich die Elektromobilität denn jemals durchsetzen wird können. Seine fast schon prophetische Antwort: "Wenn es die Politik will, dann ja." Zwar gab es aus Brüssel schon erste Anzeichen, dass die kommende EU-7-Abgasnorm Benzinern und Diesel den Auspuff ziemlich zuschnüren könnte, doch ausgerechnet Österreich bietet jetzt überraschende Schützenhilfe in Form der sogenannten Ökosozialen Steuerreform. So soll es ab Mitte 2021 neben der permanenten Erhöhung der Normverbrauchsabgabe und Mineralölsteuer im Rahmen des Steuererhöhungsautomatismus auch eine grundsätzliche Ökologisierungswelle im gesamten Verkehrsbereich geben, die nicht nur den Individualverkehr auf der Straße betrifft.
Eckpunkte der geplanten Steuerreform Abgabe von zwölf Euro auf jedes Flugticket Stärkere Spreizung der Lkw-Maut nach Euro-Klassen Treffsicherere Pendlerpauschale unter umwelttechnischen Gesichtspunkten Kampfansage an den Tanktourismus, um den Schwerverkehr zu reduzieren Umgestaltung und Neuberechnung der Normverbrauchsabgabe (NoVA)
NoVA wieder einmal neu
Bleiben wir gleich bei der NoVA, denn diese "Umgestaltung" hat es in sich! Zuerst wird der bisherige Freibetrag von 115 Gramm CO2 je Kilometer weiter abgesenkt. 2021 um drei Gramm, von 2022 bis 2024 schon jeweils um fünf Gramm auf dann 97 Gramm. Der nächste Schritt ist die stufenweise Anhebung des Malusbetrags bis ebenfalls 2024. Dieser klettert in diesem Zeitraum von 50 auf 80 Euro. Ab 2021 wird er schon ab einem CO2-Ausstoß von 200 Gramm fällig, ab 2024 bereits bei 155 Gramm.
Auch die letzte schützende Hand für besonders leistungsstarke Fahrzeuge, nämlich die Deckelung der NoVA bei 32 Prozent wird laut dem Gesetzesentwurf ab Mitte 2021 Geschichte sein. Geplant ist eine Anhebung auf 50 Prozent, wobei alle zwölf Monate dann zehn Prozentpunkte dazukommen. Bis 2024 liegt die neue NoVA-Obergrenze somit bei schlanken 80 Prozent. Als Randnotiz sei noch erwähnt, dass auch Motorräder von den Regierungsplänen nicht ausgenommen sind. So soll die Besteuerung besonders verbrauchsstarker Zweiräder von 20 auf 30 Prozent anwachsen.
Steuererhöhung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Die Aussage von Vizekanzler Werner Kogler, dass nur die so genannten Stinker teurer werden, darf zumindest kritisch hinterfragt werden -denn im Endeffekt trifft es nicht nur schwere SUV oder starke Sportwagen, sondern um praktisch jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Laut ÖAMTC kann sich durch diese Pläne die Neuwagenabgabe zum Beispiel für einen VW Sharan verdoppeln: Für das Modell 1,4 TSI Family mit 150 PS zum Beispiel -derzeit zu einem Nettopreis von 28.400 Euro zu haben - wären heuer noch 3.344 Euro NoVA fällig, 2024 aber schon 6.560 Euro. Für Martin Grasslober, Leiter Verkehrswirtschaft des ÖAMTC, starker Tobak: "Gerade Familien werden besonders tief in die Tasche greifen müssen, da sie größere und damit verbrauchsstärkere Autos benötigen." Was laut Autofahrerclub zudem ein wenig sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass die Koalition diesen Antrag im Eilverfahren und ohne jegliche Möglichkeit zur Begutachtung eingebracht hat. "Unverständlich ist, dass nicht einmal abgewartet wurde, welchen Effekt die erst kürzlich inkraft getretenen Änderungen im Steuersystem überhaupt haben", so Grasslober weiter. "Offenbar geht es weniger um den Klimaschutz, sondern mehr um die schnelle Steuererhöhung."
Wenig überraschend sieht das der ARBÖ ähnlich, wie ARBÖ-Generalsekretär Komm.-Rat Mag. Gerald Kumnig erklärt: "Im Jänner wurde eine neue Berechnungsformel für die NoVA eingeführt, im April das Testverfahren für die Ermittlung des Normverbrauchs von NEFZ auf WLTP umgestellt, wodurch die private Dienstwagennutzung teurer wurde, und im Oktober die motorbezogene Versicherungssteuer ökologisiert. Alle drei Maßnahmen haben in unterschiedlicher Ausprägung zu einer Änderung und in vielen Fällen auch zu einer Erhöhung der Steuerlast geführt." Noch drastischer aber kommen von diesen Maßnahmen PS-starke Exoten zum Handkuss, die -so fair muss man sein - in der Zulassungsstatistik aber auch schon bislang nur eine Statistenrolle einnahmen: Ein BMW X4 M etwa wird nur durch diese Neuberechnung um 11.200 Euro teurer (32.800 statt 21.600 Euro NoVA), ein Range Rover Sport SVR gar um 29.000 Euro (67.000 statt 38.300 Euro NoVA). Im Umkehrschluss könnten besonders verbrauchsarme Fahrzeuge sogar ein wenig günstiger werden, wobei das natürlich auch immer nur für zwölf Monate gilt.
NoVA-Befreiung künftig nur für Null-Emissionsfahrzeuge
Damit aber nicht genug! So sieht das vom Ministerrat präsentierte Gesetz vor, eine NoVA-Befreiung nur mehr für umweltfreundliche Fahrzeuge zu gewähren. Gemeint sind mit dieser weitläufigen Formulierung alle Antriebsformen mit einem CO2-Ausstoß von null Gramm - explizit somit nur noch Elektroautos sowie die wenigen Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Mehr Ausnahmen soll es nicht mehr geben, was vor allem eine große Fahrzeuggruppe mit einem Schlag ausschließen würde: leichte Nutzfahrzeuge mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen! (...)


 

 

 

10.12.2020 -  Richtiges Überwintern entscheidet über die Lebensdauer des Akkus     

 

Der Akku ist das Herzstück eines jeden E-Bikes. Um lange Freude mit dem eigenen Elektrofahrrad zu haben, sollte man ein paar einfache Tipps im Umgang mit den bei E-Bikes gängigen Lithium-Ionen-Akkus berücksichtigen.    

    

Der Trend zum E-Bike ist eindeutig: Österreichweit wurden im Jahr 2019 439.000 Fahrräder verkauft, davon waren bereits 170.000 – also mehr als ein Drittel - Elektrofahrräder. Und die werden nicht mehr nur im Sommer genutzt. „Reine Sommerradler gehören schon länger der Vergangenheit an. Immer mehr Leute entschließen sich auch in den Wintermonaten zum Gebrauch des Bikes“, beobachtet Rupert Brugger, Schulungsleiter des ARBÖ.

 

Maßgeblicher Faktor für den Aufschwung von E-Bikes war der Einzug der Lithium-Ionen-Technologie. Heute werden die meisten E-Bikes von diesen Lithium-Ionen-„Kraftpaketen“angetrieben. Diese Akkus zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit, Leistung und Lebensdauer aus, allerdings ist gerade für die Lebensdauer der sachgerechte Umgang unerlässlich!    „Die Erfahrung zeigt, dass viele E-Bike-Besitzer nicht ausreichend über die richtige Handhabung von Akkus informiert sind“, erklärt Brugger. Der ARBÖ hat die am häufigsten gestellten Fragen rund um Lithium-Ionen-Akkus in E-Bikes zusammengefasst.    

    

Welche Lebensdauer hat ein E-Bike-Akku?    
Eine genaue Lebensdauer lässt sich bei Akkus leider nicht vorhersehen, da diese stark von der Art, Frequenz und Dauer der Benutzung abhängig ist. Bei sachgemäßem Umgang und Pflege sollten moderne Lithium-Ionen-Akkus aber mindestens 5 Jahre funktionsfähig bleiben.    

    

Was gibt es beim Aufladen zu beachten?
Der Akku kann beliebig oft aufgeladen werden. Teilladungen sind für Lithium-Ionen-Akkus nicht schädlich, sondern von manchen Herstellern sogar explizit empfohlen! Der Ladevorgang sollte außerdem im Trockenen und bei moderaten Temperaturen (ungefähr 10 – 25 Grad)durchgeführt werden. Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass sich beim Laden keine brennbaren Materialien in der Nähe befinden!     „Wichtig ist, ausschließlich das originale Ladegerät zu verwenden! Beim Nutzen von billigen Nachbauten oder Universal-Ladegeräten kann jeglicher Gewährleistungs- oder Garantieanspruch erlöschen. Außerdem kann es zu irreparablen Schäden am Akku führen, im schlimmsten Fall sogar zu einem Akkubrand“, warnt Rupert Brugger.

    

Wie sollte man den E-Bike-Akku lagern?    
Generell sollten extreme Temperaturen vermieden werden! Starke Hitze kann den Akku schädigen, eisige Kälte kann zu Kapazitätseinbußen führen. Ideale Lagerungsbedingungen sind trockene 10-20 Grad. Im Sommer sollte der Akku also nicht über längere Zeitspannen einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und im Winter sollte er nicht bei Eiseskälte
draußen „stehengelassen“ werden.    

   

Was gibt es im Winter sonst zu beachten?    
Allgemein gilt: Kälte reduziert die Leistungsfähigkeit des Akkus. „Bei winterlichen Temperaturen unter null Grad ist es deshalb empfehlenswert, den Akku bei Raumtemperatur zu lagern und laden. Dieser sollte erst kurz vor Fahrtantritt ins E-Bike einbaut werden“, rät der ARBÖ-Experte weiter.    

Wenn das E-Bike im Winter nicht genutzt wird, den Akku bei einem Ladestand von ca. 60% imTrockenen, und bei moderaten Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad aufbewahren. Der Ladestand sollte sporadisch überprüft werden und falls nötig wieder aufgeladen, um eine Tiefenentladung zu vermeiden.   


 

 

 

9.12.2020 - Sicherheit im Kindersitz auch auf kurzen Wegen


Das Risiko, bei einem Unfall in einem Pkw getötet oder schwer verletzt zu werden, ist für ungesicherte Kinder rund viermal höher als für gesicherte Kinder. Für Kinder bis zum 14. Lebensjahr und unter 135 cm Körpergröße ist der Gurt alleine nicht ausreichend. Entsprechende Kindersitze müssen verwendet werden. Gurte sollten immer möglichst straff am Körper anliegen. Dicke Kleidung, wie z.B. Anoraks daher vermeiden und darauf achten, dass die Gurte nicht verdreht sind.
Erklären Sie Ihren Kindern das Angurten ausführlich, bevor diese sich selbst anschnallen dürfen. Viele Volksschulkinder machen Fehler beim Angurten. Regelmäßiges Nachprüfen durch die Eltern ist daher notwendig, damit Kinder den Gurt korrekt anlegen. Bei Schulkindern sind einfache Sitzerhöhungen ohne Rückenlehne beliebt. Sie sind rechtlich erlaubt, aber definitiv nicht empfehlenswert, da sie weder ausreichend Seitenschutz noch eine optimale Gurtführung bieten. Verletzungen häufen sich in den Altersgruppen, in denen Kinder typischerweise zu früh in den nächstgrößeren Sitz wechseln, weil dieser weniger guten Seitenhalt bietet. Der angegebene Gewichts- bzw. Größenbereich des Kindersitzes sollte deshalb immer zur Gänze ausgenutzt werden. Auch das richtige Aussteigen aus dem Auto will gelernt sein. Achten Sie bewusst darauf, Kinder immer nur auf der sicheren Gehsteigseite aussteigen zu lassen, niemals auf der Fahrbahnseite.

 

9.12.2020 - „Eine versteckte Steuererhöhung“


Autos teurer Politik plant, nächstes Jahr die NoVA aus Ökogründen zu erhöhen.
„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, ist Wolfgang Schirak, WKNÖ-Obmann der Fachgruppe Fahrzeughandel, verärgert. Was ist passiert? Vizekanzler Werner Kogler und Umweltministerin Leonore Gewessler (beide von den Grünen) haben mitten im harten Lockdown ihre neue Normverbrauchsgabe (NoVA, einmalig beim Kauf eines neues Autos fällig) vorgestellt. Und die Branche wurde im Vorfeld in keinster Weise eingebunden. „Die Stinker werden teurer“, sagt Kogler. Schirak kontert: „Das ist eine versteckte Steuererhöhung …“ ÖAMTC und ARBÖ unterstreichen diese Aussage: „Das betrifft fast alle Neuwagenkäufe! Familien werden jedoch besonders tief in die Tasche greifen müssen, weil sie größere und damit verbrauchsstärkere Autos benötigen.“ So bezahlt man für einen siebensitzigen VW Sharan mit 150 Diesel-PS (181 Gramm CO 2 pro Kilometer) aktuell 3.344 Euro NoVA, nächstes Jahr wären es 3.628 Euro, und das Ganze würde sich bis 2024 auf 6.560 Euro erhöhen.
„Die NoVA-Ausweitung auf Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen bringt in einer der schwersten Wirtschaftskrisen weitere Belastungen für unsere Klein- und Mittelbetriebe“, kritisiert Harald Servus, Direktor beim Wirtschaftsbund NÖ. Bei Neuanschaffungen könne das zu Mehrkosten für die Betriebe von über 10.000 Euro pro Fahrzeug ausmachen. „Solange keine brauchbaren Alternativen zu den gängigen Lieferwagen am Markt verfügbar sind, muss es Ausnahmen von der NoVA geben“, fordert Servus.

 

 

4.12.2020 - Kritik der Autolobby an NoVA-Erhöhung reißt nicht ab


Die Auto- und Autofahrerlobby hat sich abermals gegen die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für emissionsstarke Neuwagen ab 2021 ausgesprochen. Das Argument der Ökologisierung sei nur ein vorgeschobenes, weil die NoVA-Änderung fast alle Fahrzeugklassen treffe, nicht nur verbrauchsstarke, sagten Vertreter der Automobilwirtschaft und der Autofahrerorganisationen ÖAMTC und ARBÖ am Donnerstag. Es gibt auch klimafreundliche Modelle, entgegnete Global 2000.
Die Politik solle die NoVA-Reform noch einmal überdenken, forderten die Autovertreter. "Die Aussage von Vizekanzler (Werner) Kogler, wonach nur 'Stinker' teurer würde, ist schlichtweg falsch", so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, mit Verweis auf NoVA-Berechnungsbeispiele für 15 gängige Fahrzeugmodelle.
Besonders dramatisch sei, dass ab 2021 nun erstmals auch für leichte Nutzfahrzeuge (bis 3,5 Tonnen) eine NoVA fällig werden soll. "Dadurch kommt es zu einer Mehrbelastung von konservativ gerechnet rund 150 Mio. Euro, die in erster Linie Klein- und Mittelbetriebe trifft", so Kerle. "Gerade jene Kundengruppe, die sich neue Autos eben nicht mehr leisten kann, wird mit den alten Fahrzeugen weiterfahren, wodurch wichtiges CO2-Einsparungspotenzial ungenützt bleibt, sagte Klaus Edelsbrunner, WKÖ-Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels. Der ARBÖ erinnerte die ÖVP/Grünen-Regierung an ihr Versprechen, keine neuen Steuern einzuführen, und der ÖAMTC sagte, das permanente Drehen an der Steuerschraube für die breite Masse löse die Klimafrage nicht.
Ganz anders sehen das die Umweltschützer von Global 2000: Große Teile der Autoindustrie hätten den Klimaschutz verschlafen, umweltschädliche Fahrzeuge produziert und beworben. "In den letzten fünf Jahren ist die Fahrzeugflotte in Österreich wegen dem von der Autoindustrie angestoßenen Trend zu dicken SUVs klimaschädlicher statt klimafreundlicher geworden", so Global-2000-Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller in einer Aussendung. Die Autoindustrie müsse nun rasch umdenken. "In allen gängigen Fahrzeugkategorien sind mittlerweile emissionsärmere Modelle verfügbar und der Neukauf eines besonders klimaschädlichen Modells stellt keine Notwendigkeit dar."
Die Regierung will nach Aussage von Vizekanzler Kogler (Grüne) "Stinker" teurer machen. Konkret soll bei der NoVA der Grenzwert für den CO2-Malus, der für emissionsstarke Neuwagen berappt werden muss, von Mitte 2021 bis 2024 in mehreren Schritten deutlich sinken. Der Malusbetrag selbst soll in diesem Zeitraum von 50 auf 80 Euro je Gramm erhöht werden. Kommendes Jahr soll der Malus bei 200 Gramm CO2 je Kilometer schlagend werden, bis 2024 bereits bei 155 Gramm. Auch beim CO2-Abzugsbetrag und beim Höchststeuersatz sind Verschärfungen geplant.

 

 

2.12.2020 - Werden Autofahrer zu sehr zur Kassa gebeten?


"Die Stinker werden teurer", so hat Grünen-Vizekanzler Werner Kogler die Neuregelung bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) angekündigt. Sie muss einmalig beim Kauf eines Neuwagens bezahlt werden. Ab nächstem Juli wird der CO2-Freibetrag abgesenkt und der CO2-Malus verschärft. Dafür soll es Steuererleichterungen für klimafreundliche Fortbewegungsmittel geben. Doch die NoVA-Erhöhung betrifft nicht nur Luxus-Karossen, kritisieren Autofahrer-Vertreter.
MEINUNGEN
JA
GERALD KUMNIG, ARBÖ-Generalsekretär
"Jetzt soll also wieder die Normverbrauchsabgabe (NoVA) teurer werden. Autofahrer sind somit zum vierten (!) Mal in diesem Jahr von Steuererhöhungen betroffen. Erst vor Kurzem wurde die motorbezogene Versicherungssteuer ökologisiert, wodurch die laufende Belastung für viele Neufahrzeuge gestiegen ist. Davor kam es bereits zu einer Verschärfung der NoVA und zu Änderungen im Rahmen der privaten Dienstwagennutzung. Das, was hier jetzt abermals geplant ist, ist nichts anderes als Abzocke der Pkw-Besitzer. Das jetzt diskutierte Vorhaben sollte verbrauchsstarke Fahrzeuge treffen. Dieser Plan ging aber gründlich daneben, denn es werden nahezu alle Fahrzeugklassen teurer und nicht nur große, verbrauchsstarke Geländewagen. Damit trifft es auch Pendler und Familien, die sich ein neues, verbrauchsarmes Auto kaufen möchten. Die Änderung des Steuersystems ist unfair, unsozial und daher abzulehnen. Darüber hinaus kann eine derartige Änderung einen weiteren negativen Effekt nach sich ziehen: Wenn Neuwagen teurer werden, müssen geplante Käufe möglicherweise verschoben werden oder es wird komplett auf die Fahrzeuganschaffung verzichtet. Damit bleiben ältere Fahrzeuge länger auf der Straße, was der Gesamt-CO2-Bilanz wenig zuträglich ist."
NEIN
LEONORE GEWESSLER, Klimaschutzministerin (Grüne)
"Eines ist klar, viele Menschen in unserem Land sind nach wie vor auf das Auto angewiesen. Und deshalb werden wir auch in Zukunft mit dem Auto unterwegs sein. Aber unsere Fahrzeuge müssen in den nächsten Jahren dafür umweltfreundlicher werden. Denn im Kampf gegen die Klimakrise ist Scheitern keine Option. Genau da setzt unser nächster Schritt an. Wir belohnen in Zukunft all jene, die sich klimafreundlich verhalten. Für Öffi-Nutzer und Radfahrer gibt es in Zukunft einen Steuerbonus. Mir geht es dabei auch um Gerechtigkeit. Wer unser Klima besonders belastet, der soll auch einen gerechten Preis zahlen. Aus diesem Grund wird man im kommenden Jahr für besonders teure und umweltschädliche Spritfresser mehr bezahlen müssen. Wir alle haben die Zukunft unseres schönen Landes in der Hand. Und wir alle haben die Wahlfreiheit. Wer mit einem SUV mit 170 PS durch die Stadt fahren will, wird in Zukunft mehr bezahlen und so einen gerechten Beitrag leisten. Für alle, die ein umweltfreundlicheres Auto nutzen, wird es nicht teurer. Und wer sich ein Elektro-Auto zulegt, der bekommt auch im nächsten Jahr 5.000 Euro Förderung."

 

 

25.11.2020 Richtiger Einsatz von Scheinwerfern und Leuchten


Bei herbstlicher Witterung mit Nebel und Niederschlägen ist die Sichtbarkeit von Fahrzeugen besonders wichtig. Der ARBÖ klärt auf, wann welcher Scheinwerfer zum Einsatz kommt. Der Wetterbericht sagt für die kommenden Tage in weiten Teilen des Landes teils hartnäckigen Nebel voraus. Dies stellt Kfz-Lenker vor besondere Herausforderungen, da die Sicht eingeschränkt ist und auch das eigene Fahrzeug von den anderen Verkehrsteilnehmern nicht so gut wahrgenommen wird. Gerade deshalb ist der fehlerfreie Einsatz der verschiedenen Scheinwerfer und Leuchten wichtig.


Begrenzungslicht

Grundsätzlich ist dieses Licht zusätzlich zum Abblendlicht und Fernlicht zu verwenden. Des Weiteren sind abgestellte Fahrzeuge, die nicht aus mind. 50 Meter erkannt werden können, mittels Begrenzungslicht oder Parklicht zu beleuchten.

Tagfahrlicht

Die Leuchten sind lichtschwacher und verbrauchsarmer als das Abblendlicht. Seit 2011 müssen alle PKW, die innerhalb der EU typengenehmigt werden, gesetzlich mit Tagfahrlicht ausgerüstet sein. In Österreich darf dieses Licht am Tag und bei klarer Sicht verwendet werden, gesetzlich vorgeschrieben ist dies aber nicht. Aufpassen heißt es bei Fahrten ins Ausland, da in manchen europäischen Ländern das Tagfahrlicht vorgeschrieben ist. Achtung: Das Tagfahrlicht ersetzt nicht das Abblendlicht! Außerdem leuchten ausschließlich die Frontscheinwerfer, die Heckleuchten des Fahrzeugs bleiben bei eingeschaltetem Tagfahrlicht dunkel.

Abblendlicht

Das Abblendlicht kann grundsätzlich immer eingeschaltet werden. Es soll das „Fahren auf Sicht“ ermöglichen. Daher muss es mindestens 40 m leuchten, damit ein Tempo von 50 km/h gefahren werden kann. Heutige Abblendlichte leuchten etwa 70 m, daher wäre ein Tempo von ca. 70 km/h möglich, jedoch müssen Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. sonstige Bedingungen berücksichtigt werden.

Unter folgenden Bedingungen muss es verwendet werden:

  • Bei Dunkelheit und Dämmerung
  • Bei Sichtbehinderung wie Nebel, Schnee oder Regen
  • Im Tunnel


Fernlicht

Das Fernlicht muss die Fahrbahn auf weite Sicht ausleuchten. Daher kann auch bei Dunkelheit ein höheres Tempo als mit Abblendlicht gefahren werden.

Verboten ist das Fernlicht in folgenden Situationen:

  • Bei Gegenverkehr (wenn dieser geblendet werden würde)
  • Beim Hintereinanderfahren
  • Bei ausreichender Straßenbeleuchtung
  • Bei stillstehendem Fahrzeug
  • Wenn man Fußgängergruppen blenden würde
  • Bei herannahenden Schienenfahrzeugen oder Schiffen, wenn sich diese unmittelbar neben der Fahrbahn befinden


Empfehlung: Bei Sichtbehinderung (Nebel, Schneefall) sollte wegen der Selbstblendung auf die Benutzung des Fernlichtes verzichtet werden.

Nebelscheinwerfer

Nebelscheinwerfer dürfen grundsätzlich immer verwendet werden. Jedenfalls ist die Verwendung bei Sichtbehinderung zu empfehlen.

Nebelschlussleuchte

Diese ist am Fahrzeug hinten angebracht und darf nur zusätzlich zum Abblendlicht bei erheblicher Sichtbehinderung durch Regen, Nebel oder Schneefall verwendet werden. Zu beachten ist, dass Nebelschlussleuchten sehr hell sind und daher nachfahrende Lenker geblendet werden könnten. Daher sollten Nebelschlussleuchten abgeschaltet werden, sobald das nachkommende Fahrzeug aufgeschlossen hat.


„Bei nebeligen Witterungsverhältnissen, ist die Benutzung der Nebelschlussleuchte absolut gerechtfertigt. Die helle Leuchtkraft macht das Fahrzeug frühzeitig erkennbar. Allerdings sollten die Lenkerinnen und Lenker nicht darauf vergessen, die Nebelschlussleuchte auch wieder abzuschalten“, klärt ARBÖ-Fahrtechnik Instruktor Daniel Lindiger auf.


Allgemein ist darauf zu achten, dass die Scheinwerfer richtig eingestellt sind. Dies ist in einem der 91 ARBÖ-Prüfzentren oder in einer Fachwerkstätte möglich. Scheinwerfer können sich durch Fahrzeugvibrationen oder Stöße (ausgelöst durch Schlaglöcher o.ä.) verstellen, und blenden in Folge andere Verkehrsteilnehmer oder leuchten die Straße nicht optimal aus. Auch wer schweres Gepäck mitführt, sollte die Scheinwerfereinstellung (so das Fahrzeug über eine derartige Funktion verfügt) manuell anpassen.


Und mit welchen Strafen ist bei falscher Beleuchtung zu rechnen? „In Österreich wird falsche Lichtverwendung theoretisch mit bis zu 5.000 Euro bestraft. In der Praxis wird meist ein Organstrafmandat von EUR 36,00 oder bei Anonymverfügung bis zu EUR 72,00 ausgestellt. Bei einer Anzeige droht eine Strafe von einigen hundert Euro“, informiert ARBÖ-Rechtsexperte Martin Echsel. Es zahlt sich daher aus, auf die richtige Lichteinstellung zu achten.

 

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19.11.2020 - Lockdown: Diese Städte in NÖ setzen die Kurzparkzonen aus


In Wr. Neustadt, Mistelbach, Purkersdorf und Perchtoldsdorf wird das Überwachen der Kurzparkzonen ausgesetzt, Parken ist damit derzeit gratis. In der Landeshauptstadt gibt es noch Diskussionen.
So wie beim ersten Lockdown im Frühjahr lockerten auch dieses Mal einige Städte und Gemeinden wieder die bestehenden Kurzparkzonen-Regelungen. Die Maßnahmen sollen Bürgern während der Lockdown-Phase bis zum 6. Dezember dringend notwendige Wege mit dem Pkw erleichtern.
In NÖ entfallen die Gebühren in Form von ausgefüllten Parkscheinen oder digitalen Zahlungen via App in Wr. Neustadt, Mistelbach, Purkersdorf und Perchtoldsdorf. ÖAMTC-Experte Dittrich betonte gestern, dass es sich um keine allgemeine Aufhebung handelt, die für alle Kommunen gilt: "Auch in Wien gelten die Kurzparkzonen nach derzeitigem Wissensstand weiter."
Nur die Landeshauptstädte Salzburg, Klagenfurt und Eisenstadt lockerten bisher die Parkregelungen. Wie in Wien gibt es aber auch in St. Pölten Diskussionen über die Aufhebung der Kurzparkzonen in der Innenstadt während des Lockdowns. Auf "Heute"-Anfrage heißt es seitens des Magistrats in der Landeshauptstadt, dass bei der Gemeinderatssitzung am Montag über das Aussetzen der Parkgebühren diskutiert werde. (...)
 

16.11.2020 - 24-Stunden-Pannendienst


Egal, ob Pannenhilfe, Abschleppung oder technische Dienstleistungen: Die von der Bundesregierung verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben derzeit keine Auswirkungen auf die Öffnungszeiten des ARBÖ. Die Pannenhelfer sind rund um die Uhr in ganz Österreich im Einsatz und garantieren dadurch die Mobilität aller Mitglieder. In den Prüfzentren ist eine Terminvereinbarung nötig.
 

12.11.2020 - ARBÖ: Pannendienst uneingeschränkt verfügbar
 

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Trotz der Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen und Änderung der Öffnungszeiten im Handel, sichert der ARBÖ weiterhin ohne Einschränkung die Mobilität seiner Mitglieder.

Egal ob Pannenhilfe, Abschleppung oder die Durchführung technischer Dienstleistungen: Die von der österreichischen Bundesregierung verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben derzeit keine Auswirkungen auf die Öffnungszeiten des ARBÖ. Die ARBÖ-Pannenhelfer sind rund um die Uhr in ganz Österreich im Einsatz und garantieren
dadurch die Mobilität aller Mitglieder. Die Öffnungszeiten der ARBÖ-Prüfzentren sind tagesaktuell unter www.arboe.at abrufbar, der ARBÖ-Pannendienst ist von 0 bis 24 Uhr unter der Nummer 1-2-3 oder über den Notrufbutton in der ARBÖ-Pannen-App erreichbar.

Um Mitglieder und Kunden sowie Mitarbeiter zu schützen, ist es dem ARBÖ im besonderen Maße ein Anliegen, die vorgegebenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Das bedeutet, dass für jeden Kunden beim Eingang oder im Bereich des Verkaufspultes Desinfektionsmittel bereitsteht. Der Einlass in den Kunden- sowie Werkstättenbereich ist derzeit aber nur in
Ausnahmefällen möglich. Zusätzlich wird auf genügend Abstand geachtet und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Innenbereich ist verpflichtend.

Die 91 ARBÖ-Prüfzentren sind voll besetzt. Reparaturen und sicherheitsrelevante Dienstleistungen werden weiterhin ungehindert durchgeführt. Eine Terminvereinbarung ist notwendig, um unnötige Wartezeiten und soziale Kontakte zu vermeiden.

11.11.2020 - Neue Führung beim ARBÖ: Stangl und Pfeiffer im Duo


Wolfgang Stangl leitet seit 19. September 2020 die größte ARBÖ-Landesorganisation in Österreich, nämlich die niederösterreichische, die ihren Sitz in Traiskirchen hat. Viel Erfahrung konnte der neue Landesgeschäftsführer bereits in seinen 29 Jahren ARBÖ-Jahren sammeln. Im letzten Jahr übernahm er die Landesgeschäftsstellenleitung in der ARBÖ-Landesorganisation Steiermark, bevor er im September 2020 die Position von KR Franz Pfeiffer übernahm, der sich mit dem Wechsel aus dem operativen Tagesgeschäft zurückzieht.
Auf KR Franz Pfeiffer warten beim ARBÖ künftig aber neue, verantwortungsvolle Aufgaben: Er wird als Präsident des ARBÖ Niederösterreich weiterhin für den Automobilklub aktiv sein und seine langjährige Erfahrung einbringen. Er folgt Siegfried Artbauer nach, der nach zehnjähriger Präsidentschaft seinen Ruhestand antritt. Das neue Führungsduo des ARBÖ Niederösterreich will den Kundenservice werden weiter intensivieren und den ARBÖ als verlässlichen Mobilitätspartner, der neue Technologien und Mobilitätsformen forciert, positionieren und will natürlich auch ein Interessensvertreter der Autofahrer bleiben.

 

11.11.2020 - Großer Österreichischer Automobil-Preis 2020:Volkswagengruppe freut sich über den Hattrick
 

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Der Seat Leon, der Škoda Octavia und der Porsche Taycan überzeugten die 100-köpfige Jury und sicherten sich so den Gewinn des traditionsreichsten Autopreises Österreichs.   

Im 37. Jahr seines Bestehens musste der Große Österreichische Automobil-Preis des ARBÖ-Klubjournals FREIE FAHRT erstmals ohne feierlichen Galaabend auskommen. Die Coronapandemie machte eine Durchführung der Feierlichkeit unmöglich, weshalb die Preisverleihung heuer erstmals unter freiem Himmel, mit ausreichend Sicherheitsabstand und
ohne Gäste stattfinden musste. Die Freude der Gewinner war dennoch groß, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Volkswagengruppe in allen Kategorien die Siegerfahrzeuge und einen zweiten Platz stellte.

Seat Leon gewinnt die Start-Kategorie
Für viele ist diese Kategorie besonders interessant,versammeln sich darin doch viele beliebte Klein- und Kompaktfahrzeuge. In der Kategorie „Start“ setzte sich heuer der Seat Leon gegen vier weitere Mitbewerber durch. Auf den Plätzen Zwei und Drei landeten der Renault Captur und der Toyota Yaris, die das Stockerl in dieser Kategorie komplettieren.  

Kategorie Medium an Škoda Octavia
Die mittlere Kategorie ist die seit Jahren zahlenmäßig am stärksten besetzte Klasse. 20 zur Wahl stehende Modelle zeigten auch heuer wieder eindrucksvoll die Modellvielfalt, die den Konsumenten derzeit geboten wird. Vom Elektroauto über Limousinen bis hin zu SUVs ist im mittleren Preissegment wohl für jeden Geschmack etwas dabei, was die Arbeit der Jury nicht leichter machte. Daher war auch der Sieg in dieser Kategorie hart umkämpft, den sich letztlich der Škoda Octavia sicherte. Knapp dahinter landete der Audi A3, Platz 3 ging an den BMW 2er Gran Coupé.

Elektro-Porsche sichert sich die Kategorie Premium
Zum zweiten Mal in Folge (2019 gewann der Audi e-tron) sicherte sich mit dem Porsche Taycan ein Elektroauto die Kategorie Premium. Der Sportler ließ alle anderen prominenten Mitstreiter hinter sich, das Mercedes GLE Coupé und der BMW X6 landeten mit Punktgleichheit auf dem zweiten Platz.

„Auch wenn der Große Österreichische Automobil-Preis 2020 ohne feierliche Preisverleihung stattfinden musste, so hat sich trotzdem wieder eindrucksvoll gezeigt, welche beeindruckende Modell- und Antriebsvielfalt derzeit geboten wird“, freut sich KommR. Mag. Gerald Kumnig anlässlich der Trophäenübergabe in der Salzburger Konzernzentrale der Volkswagengruppe.
Auch für Dr. Peter Rezar, Präsident der ARBÖ-Bundesorganisation, ist die diesjährige Siegerehrung einzigartig: „Heuer ist alles anders, auch die Übergabe des Großen Österreichischen Automobil-Preises. Dennoch war uns wichtig, diese traditionsreiche Wahl durchzuführen und damit seit 37 Jahren ohne Unterbrechung den Konsumenten einen Überblick
über die aktuellsten Fahrzeuge zu bieten. Gerade in Zeiten der Pandemie erleben wir, wie wichtig das eigene Auto für Mobilität ist. Mit unserer Auszeichnung bekommen Jahr für Jahr die beliebtesten Fahrzeuge des Landes ihre verdiente Bühne.“

Der Große Österreichische Automobil-Preis des ARBÖ-Klubjournals FREIE FAHRT kürt seit 37 Jahren durch eine Experten- und Prominentenjury sowie Lesern des Klubjournals die beliebtesten Fahrzeuge Österreichs. Ermittelt werden die Siegerfahrzeuge durch die Punktevergabe der 100-köpfigen Jury in drei Kategorien (Start: Fahrzeuge bis 20.000 Euro; Medium: 20.001 bis 50.000 Euro und Premium: 50.001 Euro Einstiegspreis). Zur Wahl standen alle 32 Neuerscheinungen (nicht startberechtigt waren Karosserie-, Motor- und Modellvarianten bereits erschienener Basismodelle), die zwischen 1. November 2019 und 31. Oktober 2020 Markteinführung in Österreich hatten. Die Wertungsmappen wurden an das Notariat Bernegger gesendet, wo auch die Auszählung vorgenommen wurde.

7.11.2020 - Gefährlicher Blindflug wegen tief stehender Sonne!

Für Kfz-Lenker kann die Herbstsonne besonders in den Morgen- und Abendstunden gefährlich werden. Eine Sekunde nichts sehen bedeutet bei 50 km/h 14 Meter Blindflug.

So gut die Herbstsonne dem Gemüt tut, so gefährlich kann sie im Straßenverkehr sein.Besonders gefährlich ist es, wenn die Straßen noch feucht sind und die reflektierenden Sonnenstrahlen die Blendwirkung noch verstärken. Oftmals erschweren Schlieren auf der Windschutzscheibe die Sicht noch mehr und auch die heruntergeklappte Sonnenblende hilft nicht immer. Autofahrer sollten in solchen Situationen besonders vorsichtig fahren, da es imFalle eines Unfalls zu massiven Problemen mit der Versicherung kommen kann: „Wenn trotz massiver Blendung, durch tief stehende Sonne, gefahren wird, kann im Falle eines Unfalls eine Obliegenheitsverletzung samt grob fahrlässigem Verhalten vorgeworfen werden. Strafrechtliche
Konsequenzen sind im Falle eines Verfahrens ebenso wenig ausgeschlossen, wie Probleme mit der Versicherung, die sich mit bis zu EUR 11.000 regressieren kann“, führt Mag. Martin Echsel von der ARBÖ-Rechtsabteilung aus. Daher gilt: Lieber stehen bleiben – in diesem Fall ist das Anhalten sogar am Pannenstreifen auf der Autobahn erlaubt – statt sich und andere
Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Wie gefährlich der Blindflug ist, zeigen folgende Berechnung und die dieser Presseaussendung beigefügte Grafik:

Wer bei Tempo 50 eine Sekunde lang das Geschehen auf der Straße nicht wahrnehmen kann – zum Beispiel aufgrund tief stehender Sonne – legt in dieser Zeit 13,8 Meter zurück,bei Tempo 100 sind es schon knapp 28 Meter! In beiden Fällen sind die Reaktionszeit und der Bremsweg noch nicht eingerechnet.  

Auto- und Motorradfahrer sollten daher besonders in den Morgen- und Abendstunden die Geschwindigkeit anpassen und vorausschauend unterwegs sein, damit jederzeit angehalten werden kann.

Alle sieben Minuten
376 Personen haben sich im Jahr 2019 auf Österreichs Straßen im Zuge eines Wildunfalls verletzt, zwei Personen verunglückten tödlich. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und der österreichische Versicherungsverband VVO empfehlen, in Zonen mit häufigem Wildwechsel besonders achtsam zu sein und die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. Im Laufe der Saison 2018/2019 kamen österreichweit insgesamt 75.476 Wildtiere in Folge einer Kollision mit einem Fahrzeug zu Schaden. Das bedeutet, dass sich auf Österreichs Straßen pro Stunde 8,6 Wildunfälle ereignen. Im Schnitt kommt es damit alle sieben Minuten zu einem Wildunfall.

 

5.11.2020 - Ab heute gibt's digitales Pickerl


Die virtuelle Jahresvignette für 2021 ist ab sofort um 92,50 € etwa im Asfinag-Webshop, bei ÖAMTC, ARBÖ zu haben. Die Klebeversion folgt Ende November. Gültig ist das Pickerlab 1. Dezember. Zuletzt wurden laut Asfinag bereits 54 % aller Jahresvignetten digital verkauft.

 

Doppelsieg für den Japaner ARBÖ und ÖAMTC sehen den Winterreifen in ihren Tests an der Spitze Bridgestone Blizzak LM005
DIE WINTERREIFENTESTS der Autofahrerclubs sind für die Reifenbranche Jahr für Jahr enorm wichtig. Immerhin bekommen die Teams aus Forschung und Entwicklung damit ein objektives Feedback, welche der Bemühungen gefruchtet hat und wo noch nachzubessern ist.
Sieger in beiden Tests, Bester bei Nässe
Beim größten Reifenhersteller, Bridgestone aus Japan, kann man sich 2020 gegenseitig auf die Schulter klopfen, das Reifenmodell Blizzak LM005 liefert nach wie vor beste Ergebnisse ab. Der auf der IAA 2019 vorgestellte Reifen trägt im kompletten Line-up das EU-Reifenlabel A im Bereich Nasshaftung, was sowohl vom ARBÖ als auch vom ÖAMTC herausgefahren werden konnte. In der Dimension 205/55 R16 war der Blizzak LM005 beim ÖAMTC schlichtweg der Beste auf Nässe und beim ARBÖ -wo es im Nässekapitel noch Unterteilungen gibt - konnte er sich ebenso bestens behaupten. Bessere Noten beim Bremsen und beim Handling im Nassen bekam keiner der Mitbewerber, nur beim Aquaplaning hatten sie minimal die Nase vorn. Fazit: zwei Mal Testsieger. Für Pkws und SUVs hält Bridgestone den Blizzak LM005 in 171 Dimensionen von 14 bis 22 Zoll parat. 24 Größen sind mit der Run-Flat-Technologie zu bestellen. Dann kann man im Pannenfall noch 80 Kilometer mit maximal 80 km/h weiterfahren. Ach ja: Der ÖAMTC testete auch die Dimension 235/55 R17. Hier war der Pneu Nässebester und "empfehlenswert".


Starke Partner fürs digitale Business
Intelligente Produkte und digitale Dienste sind die Hartwährung neuer Geschäftsmodelle in der Industrie. Die praxisgerechte Lösungsorientiertheit von IT-Partnern ist aktuell gefragter denn je.
Die Geschwindigkeit der Digitalisierung verändert die Bedürfnisse der Märkte und damit immer öfter auch die Geschäftsmodelle mit den entsprechenden technologischen Anforderungen an Unternehmen. Dieser Trend gilt nicht nur für die Industrie oder wettbewerbsintensive Branchen wie den Handel, sondern zunehmend auch für den Dienstleistungsbereich. Hier geht es bei Digitalisierungsprojekten oftmals um die Automatisierung von Prozessketten und die Verschränkung damit befasster Abteilungen. Intelligente Auswertung und sichere Verfügbarkeit der daraus entstehenden Daten sind weitere Anforderungen und mit den daraus ableitbaren Informationen oftmals die Prämisse für betriebliche Innovation. "Diese Daten können auch persönliche Kundenvorlieben beinhalten, auf deren Basis dann gezielte Serviceangebote eingespielt und angeboten werden", sagt Dieter Kögler, Account Manager T-Systems Austria.
Business Intelligence. In vielen Fällen werden dadurch wiederum neue Wertschöpfungsketten und auch branchenübergreifende Geschäftsmodelle ermöglicht, und dafür braucht es dann auch intelligente Steuerungs-und Analysemodule über entsprechend übersichtlich und multimedial aufbereitete Visualisierungsmethoden. Der Begriff Business Intelligence (BI) umfasst für ein Unternehmen alle diese Segmente, und darin inkludiert ist auch die Analyse von Massendaten interner Datenbanken bis hin zur punktgenauen Verwendung an einzelnen Orten der diversen Prozessketten. Sowohl Industriebetriebe wie auch kundendienstleistungsorientierte Branchen sind bei diesen Themen im Zusammenhang mit Innovationstransfer laufend gefordert, und das betrifft nicht nur die internen Abläufe, sondern auch Kommunikation und Vertrieb mit Kunden.
Neue Digitalstrategie für ARBÖ. Der Auto-, Motor-und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) ist ein heimischer Verkehrsclub, der Kraftfahrerbelange als gemeinnütziger Verein (NGO) vertritt. Gegründet im April 1899 als Verband der Arbeiter-Radfahrer-Vereine Österreichs in Wien ist er mittlerweile mit rund 420.000 Mitgliedern eine umfassende Serviceorganisation mit Mobilitätsdienstleistungen für die Bereiche Pannendienst, Kleinreparaturen und Wartung oder auch Versicherungen und Rechtsschutz.
Zur Überarbeitung und technischen Modernisierung bestehender Abläufe im Kundendienst und in den Fahrsicherheitszentren sowie zur Entwicklung neuer individueller Services wurde T-Systems mit einer Digitalisierungsstrategie beauftragt. Der IT-Dienstleister hatte zuvor bereits eine Business-Intelligence-Anwendung für den ARBÖ umgesetzt. "Mittels einer webbasierten Oberfläche kann nun die Mitgliederbetreuung wesentlich besser koordiniert werden und daran anschließend die digitale Terminverwaltung im Prüfdienst sowie die generelle Kundenkommunikation und das Zahlungswesen über digitale Medien", erläutert Dieter Kögler von T-Systems Austria. In Summe ermöglicht die neue Lösung eine effizientere Organisation für Kfz-Prüfzentren und Mitgliederverwaltung sowie zielgruppenadäquate Kommunikationsformen für die insbesondere von jungen Menschen genutzten Fahrsicherheitszentren. "Der Wandel in der Digitalisierung und Mobilität erfordert schnelles und ein den neuen Herausforderungen angepasstes Handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben", betont Regina Seimann, Marketingleiterin beim ARBÖ.
3.11.2020 - Mundschutz auch bei Fahrgemeinschaften


Die ab heute geltenden verschärften Corona-Maßnahmen wirken sich auch auf die Autofahrer aus. Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt dann auch bei Fahrgemeinschaften im Auto, erinnert der Autofahrerclub ARBÖ, und zwar wenn die Insassen nicht im selben Haushalt wohnen. Außerdem gilt die Zwei-Personen-Regel pro Sitzreihe. Dies bedeutet, dass pro Sitzreihe inklusive Fahrzeuglenker maximal zwei Personen sitzen dürfen — Ausnahme Mitglieder des selben Haushalts. Vor allem beim Car-Sharing empfiehlt der ARBÖ vor der Abfahrt das Lenkrad sowie die Gangschaltung zu desinfizieren.

Covid-Schutz in den Öffis
Bus und Bahn haben durch die Corona-Krise viele Fahrgäste eingebüßt. Der Verkehrsclub hat erhoben, was Öffi-Nutzern wichtig ist.Gedränge in Bussen schreckt Fahrgäste derzeit zu Recht ab. Trotz Lockdown verkehren die Öffis in Niederösterreich bis auf Weiteres nach Fahrplan. „Denn für zigtausend Pendler sind verlässliche Bahn- und Busverbindugen auch in Corona-Zeiten tägliche Notwendigkeit“, betont man beim Verkehrsverbund (VOR). (...)2.11.2020 - Gefährdete E-Scooter-Fahrer: 1200 Verletzte


Insgesamt 1200 E-Scooter-Fahrer sind 2019 in Österreich verunglückt und im Krankenhaus gelandet. Häufigste Unfallursachen waren überhöhtes Tempo, Unachtsamkeit und Fehlverhalten im Straßenverkehr. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) fordert nun neue Sicherheitsmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen dabei Geschwindigkeits- und Abbiegeverhalten, Helmverwendung, und nicht zuletzt Beleuchtung.


2.11.2020 - "Rekord-Roller" war mit 31 km/h unterwegs


Tempomessung. Die Studie des KFV beinhaltete auch Tempomessungen, die zeigen: E-Scooter sind (zu) flott unterwegs. Durchschnittlich waren das 15,1 km/h in Fahrt. Der Rekord bei den Messungen liegt bei 31 km/h. 15 Prozent der 938 gemessenen E-Scooter-Fahrer waren dabei mit mehr als 20 km/h unterwegs, Männer dabei durchwegs schneller als Frauen.
Deutlich langsamer wird auf verbotenem Terrain "gerollert": Auf Gehsteigen wurden durchschnittlich 10,3 km/h gemessen, im Mischverkehr mit Fußgänger ist diese Geschwindigkeit aber immer noch zu hoch. Auch in der Annäherung an nicht signalgeregelte Radfahrerüberfahrten sind E-Scooter - wie auch Fahrräder - um einiges zu schnell unterwegs: Statt der maximal erlaubten 10 km/h brausten E-Scooter mit durchschnittlich 15,4 km/h heran.
Eine österreichweite Befragung von 501 E-Scooter-Nutzer und 598 E-Scooter-Nichtnutzer verdeutlichte zudem deutliche Info-Defizite: Beide sind nicht ausreichend über die für E-Scooter geltenden rechtlichen Regelungen informiert. Potenzial für Konflikte und Unfälle sehen die Befragten besonders zwischen E-Scooter-Fahrer und ungeschützten Verkehrsteilnehmer. Fußgänger seien besonders stark gefährdet.

Jeder 2. E-Scooter fährt illegal am Gehsteig
KfV-Studie: Nur 3 %tragen Helm, Top-Speed bei 31 km/h
Studie zeigt Disziplinlosigkeit der E-Scooter-Fahrer auf - 1.200 landeten im Spital.Wien. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit observierte für eine große Sicherheitsstudie 1.507 E-Scooter-Fahrer -und kam zu haarsträubenden Ergebnissen:
Helm-und hirnlos. Gerade drei Prozent der 1.507 beobachteten E-Scooter-Fahrer trugen einen Helm.
Handzeichen Mangelware. Ganze 0,5 Prozent, nur einer von 200 Fahrern, gab beim Abbiegen das vorschriftsmäßige Handzeichen.
Jeder Zweite am Gehsteig. Gab es keine Radwege auf einer Straße, rollten laut KfV 49 Prozent gesetzwidrig am Gehsteig dahin. Selbst wenn es einen Radweg gab, fuhren 23 Prozent trotzdem am Gehsteig. Gab es nur einen Radstreifen, fuhren 46 Prozent am Gehsteig -insgesamt waren 34 Prozent, also ein Drittel, illegal unterwegs. (...)

 

30.10.2020 - 13.134 Verkehrstote seit 2000


Seit dem Jahr 2000 sind bei Verkehrsunfällen in Österreich 13.134 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befanden sich 319 Kinder. Die Daten präsentierte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag vor Allerheiligen. Hauptunfallursachen sind Schnellfahren, Ablenkung und Unachtsamkeit. Der VCÖ forderte unter anderem deutlich höhere Strafen für Raser.

 

30.10.2020 -  Winterreifenpflicht gilt ab Sonntag

Am Sonntag, den 1. November, beginnt die situative Winterreifenpflicht.Spätestens dann sollten die mit M&S gekennzeichneten Pneus auf dem Auto montiert sein.

Von 1. November bis 15. April des darauffolgenden Jahres schreibt, bei winterlichen Witterungsverhältnissen, der Gesetzgeber verpflichtend Winterreifen vor.  Das bedeutet, wenn die Straße mit Schnee, Matsch oder Eis bedeckt ist, müssen Winterreifen am Fahrzeug montiert sein. Nicht jeder Reifen ist ein geeigneter Winterreifen. Diese müssen den Anforderungen des Winters sowie des Gesetzgebers entsprechen. Dabei sind einige Punkte zu beachten. Als Winterreifen generell sind nur solche genehmigt, die mit der Kennzeichnung M+S, M.S., M&S bzw. M/S versehen sind. Auch Ganzjahresreifen haben diese Markierung und gelten somit gesetzlich als Winterreifen, allerdings darf auch bei diesen Reifen die Mindestprofiltiefe von 4mm nicht unterschritten werden. „Die oftmals vorhandene Schneeflocke garantiert zudem, dass dieser Reifen für den speziellen Einsatz auf winterlichen Fahrbahnen entwickelt und geprüft wurde. Weiter gilt zu beachten, dass man mit der bekannten 4er-Regel stets richtig und sicher unterwegs ist“, so Erich Groiss, technischer Koordinator beim ARBÖ.

Diese Hilfestellung besagt:  

• es müssen alle 4 montierten Reifen Winterreifen sein. Die Wintertauglichkeit von Reifen ist durch das Zeichen M+S (Matsch + Schnee) gekennzeichnet  
• mindestens 4 mm Profiltiefe bei Winterreifen in Radialbauart
• die „gesunde“ Lebensdauer von Winterreifen beträgt 4 Jahre

 

Wer die Winterreifenpflicht ignoriert, nimmt die Gefahr von empfindlichen Strafen in Kauf: Bei einer Verkehrskontrolle kann die Exekutive im Extremfall - bei Gefährdung - Strafen bis zu 5000 Euro verhängen. Kommt es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Verkehrsunfall, sind auch Probleme mit der Versicherung zu erwarten: Die Haftpflichtversicherung kann Regressansprüche stellen und die eigene Kaskoversicherung zahlt den Schaden möglicherweise nicht. „Der ARBÖ empfiehlt, die Winterreifenpflicht unbedingt einzuhalten, da dadurch rechtliche Probleme leicht vermieden werden können“, so Mag. Martin Echsel, von der ARBÖ-Rechtsabteilung.

 

 

 
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