ARBÖ Bezirksorganisation St. Pölten

News

 

18.6.2019 - Klage gegen die deutsche Autobahnmaut:  ARBÖ über EuGH-Urteil erfreut

 

Deutsche Maut ist diskriminierend und darf nicht ausschließlich von ausländischen Autofahrern eingehoben werden.

 

„Seit Anbeginn der Diskussion weisen wir darauf hin, dass eine Autobahnmaut wie von Deutschland angestrebt, den Grundgedanken der Gleichbehandlung aller EU-Bürger missachtet. Wir sind daher sehr erfreut, dass der Europäische Gerichtshof den Sachverhalt ebenso sieht und den unfairen Mautplänen unserer nördlichen Nachbarn eine Absage erteilt hat“, freut sich Dr. Peter Rezar, Präsident der ARBÖ-Bundesorganisation, nach Bekanntgabe der Entscheidung. Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer haben das Projekt jahrelang verteidigt und vorangetrieben, ohne die Kritik der Nachbarländer, allen voran Österreich, ernst zu nehmen. Insbesondere die zehntausenden Pendler in Salzburg, Tirol und Vorarlbergwären von den Mautplänen der Deutschen, massiv betroffen gewesen. Aber auch beim Export von Waren und Dienstleistungen nach Deutschland hätten heimische Unternehmen einen Nachteil. Rezar: „Es wäre absolut inakzeptabel gewesen, dass sich Deutschland das Autobahnnetz von österreichischen und anderen europäischen Autofahrern finanzieren lässt.“  

 

Schon im Vorfeld hat der Automobilklub mehrfach darauf hingewiesen, wie ein faires Mautsystem umgesetzt werden kann: „Österreich zeigt seit vielen Jahren, wie es funktionieren kann. Alle, egal ob Österreicher oder Nicht-Österreicher zahlen die gleiche Höhe an Autobahnmaut. Dafür wird den Autofahrern im Europavergleich das qualitativ hochwertigste Autobahnnetz geboten. Deutschland hätte unser System einfach übernehmen
können, dann hätten wir uns die fünfjährige Verunsicherung und Diskussion erspart“, so KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, anlässlich der Veröffentlichung des Urteils.

 

„Dieses Urteil zeigt aber auch, wie wichtig ein unabhängiger Gerichtshof ist, der aufgrund von Fakten und Grundsätzen entscheidet und den Gedanken einer europäischen Union in seine Urteile einfließen lässt. Für uns ist diese Entscheidung die einzig richtige, die getroffen werden konnte“, schließt Rezar ab.

 

 

4.6.2019 -  Bei Hitze erhöhte Vorsicht  

 

Sommerliche Temperaturen können für Autofahrer und Insassen eine Gefahr darstellen. Die Auswirkungen werden häufig unterschätzt.  

 

Nahezu von Null auf Hundert. So klettern die Temperaturen in den nächsten Tagen auf bis zu 30 Grad Celsius und drüber. So kann es schnell geschehen, dass man die dabei entstehende Hitze im Auto unterschätzt. Bei Temperaturen von mehr als 25 Grad kann sich der Innenraum eines in der Sonne geparkten Fahrzeugs binnen 45 Minuten auf mehr als 50 Grad aufheizen. Für im Auto zurückgelassene Kinder oder Haustiere können solche Temperaturen bereits nach zehn Minuten lebensbedrohend sein! Ein Auto erhitzt sehr schnell: Pro Minute kann das Thermometer um 1 Grad Celsius steigen. Und es bringt auch nichts, die Seitenscheiben des Wagens einen Spalt offen zu lassen, da die Luft nicht ausreichend zirkulieren kann. Auch das Abstellen im Schatten verhindert Überhitzung nicht, da die Sonne wandert. Die Gefahr wird immer wieder massiv unterschätzt, vor allem auch, wenn ein Kind am Rücksitz schläft und Eltern kurze Erledigungen haben.  

 

Oft ist es nur aufmerksamen Passanten zu verdanken, dass Kinder aus brütend heißen Fahrzeugen gerettet werden. Rechtlich ist in einem solchen Fall übrigens jedermann verpflichtet, einzugreifen. Konkret rät der ARBÖ in einer derartigen Situation folgendermaßen vorzugehen:

 

 Einschätzen der Situation: Ist ausreichend Zeit vorhanden die Eltern bzw. den Lenker des Fahrzeugs ausfindig zu machen? Sollte das Auto etwa vor einem Supermarkt stehen, den Fahrer dort ausrufen lassen. Oder vorbeikommende Passanten fragen, ob sie den Lenker des Fahrzeuges kennen.


 Sollte dies nicht erfolgreich sein, unmittelbar Feuerwehr und/oder Polizei verständigen.


 Wenn sich der Zustand des eingesperrten Kindes gravierend verschlechtert:Leben und Gesundheit gehen vor! Hier gilt die Regelung des entschuldigenden Notstandes. Die Passanten dürfen eine Scheibe des Fahrzeugs einschlagen, um das gefährdete Kind zu retten. Doch auch in dieser Situation sollten nach
Möglichkeit Zeugen hinzugezogen oder zumindest ein Foto zwecks Beweissicherung gemacht werden.
Erste-Hilfe-Maßnahmen im Ernstfall:


 Person in den Schatten bringen. Bei Bewusstlosigkeit in stabile Seitenlage, sonst soll der Oberkörper erhöht gelagert werden


 Kleidung öffnen und lockern, Wind zufächeln
 Notruf 144 wählen, um den Rettungsdienst zu alarmieren
 Körper mit feuchten Umschlägen kühlen (insbesondere den Kopf)
 Sofern die Person kooperativ ist und trinken kann, Wasser trinken lassen
 Den Anweisungen der Rettungsleitstelle Folge leisten

Brütende Hitze kann das Fahren beeinträchtigen. Als optimale Temperatur im Autoinnenraum gelten 21 bis 23 Grad. Ab 24 Grad kann es bereits zu vermindertem Reaktionsvermögen, Aufmerksamkeitsdefiziten und mehr Stress kommen. Somit steigt das Unfallrisiko. „Aber auch ein zu stark abgekühlter Innenraum kann den Kreislauf belasten“ erklärt ARBÖ-Pressesprecher Sebastian Obrecht. „Der Unterschied zwischen
Außen- und Innentemperatur sollte nicht mehr als sechs Grad betragen“ sagt der ARBÖ- Sprecher.   

 

Die ARBÖ-Verhaltenstipps, um gut durch den Sommer zu kommen:

 
 Wichtig! Ausreichend Wasser trinken. Mindestens zwei Liter alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser oder Tee sind empfohlen. Bei Hitze verliert der Körper durch das Schwitzen innerhalb von nur einer Stunde bis zu drei Liter Flüssigkeit


 Vermeiden: Fettige und üppige Mahlzeiten. Sie belasten den Körper und machen müde. Auch Fahrten in der Mittagshitze vermeiden, besser morgens oder abends fahren  


 Zusätzlich längere Aufenthalte im parkenden Auto vermeiden


 Um aufmerksam zu bleiben: Mehr Pausen einlegen, Beine vertreten und für genügend Abkühlung sorgen. Leichte und luftige Kleidung schützt vor Schwitzen und einem unangenehmen Gefühl im Fahrzeuginneren


 Rechtzeitig Klimaanlage checken – eine Wartung sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden (z.B. in den ARBÖ-Prüfzentren)


 Batterien überprüfen – Hitze setzt ihnen ebenso zu wie Kälte


 Eine Sonnenschutzblende aus Karton, die unter die Windschutzscheibe gelegt wird, bewirkt einen "Hitzeverlust" im Fahrzeuginneren von bis zu 25 Grad Celsius  


 Silberbeschichtete Matten, die außen auf die Windschutzscheibe gelegt werden, reflektieren die Hitze und die Windschutzscheibe erwärmt sich nicht so stark

 
 Heruntergeklappte Sonnenblenden minimieren die Einstrahlung auf das Armaturenbrett


 Kindersitze mit Tuch abdecken. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Bezugsstoff aufheizen. Sicherheits -halber mit der Hand die Temperatur überprüfen, bevor das Kind reingesetzt wird


 Vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen

 

 

1.6.2019 -  Wichtige Tipps für den nächsten Kurzurlaub  

 

Die bevorstehenden Feiertage nutzen viele um mit dem Auto zu verreisen. Der ARBÖ verrät, worauf Kurzurlauber achten sollten und wie sie sich vor unliebsamen Urlaubsüberraschungen schützen können.

Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam. Diese Feiertage lassen das Urlauberherz höherschlagen und so entscheiden sich viele bereits für einen Kurzurlaub, oftmals im Süden. Die beliebtesten Autoreiseziele sind immer noch Italien, Kroatien und Slowenien. Seit letztem Jahr verzeichnet der ARBÖ Informationsdienst aber auch immer mehr Anfragen zu Reisen nach Deutschland und Ungarn.  

Worauf Autofahrerinnen und Autofahrer in diesen Ländern besonders Acht geben müssen, hat der ARBÖ in 5 Reisetipps zusammengefasst:


1) Reisepass oder Personalausweis  Eines der Dokumente muss immer mit, denn der Führerschein alleine reicht nicht aus! Auch wenn es keine direkten Grenzkontrollen gibt, muss man sich im Landesinneren bei Kontrollen ausweisen können. Prinzipiell gilt: Der Reisepass sollte nicht abgelaufen sein. Auch wenn für
Nachbarländer, wie Deutschland, Italien, Kroatien und Slowenien für Österreicher eine Ablauffrist bis zu 5 Jahren gilt. In der Praxis kann ein abgelaufener Reisepass im Einzelfall bei Autovermietungen ein Grund dafür sein, kein Mietauto zu bekommen. Mietunternehmen entscheiden selbst wem sie ein Auto vermieten. Der Personalausweis muss immer gültig sein.

Egal welchen Alters, benötigen Kinder einen eigenen Pass. Kinderreisepässe (bis zum 12.Lebensjahr) müssen in jedem Land gültig sein – hier gibt es keine Ausnahmen. Wichtig: Bei der Mitnahme von fremden Kindern ist eine Vollmacht nötig.


2) Warnwesten und Ersatzlampensets In Italien, Kroatien und Slowenien gilt eine Warnwestenpflicht für alle Insassen. In Österreich und Deutschland wird mindestens eine Warnweste benötigt, denn die Trageverpflichtung besteht ausschließlich für den Fahrer des Kraftfahrzeugs.

Das Mitführen eines Ersatzlampensets ist in Italien, Slowenien und Kroatien vorgeschrieben.Ausnahmen bestehen hier für Fahrzeuge mit Xenon- und LED Scheinwerfern. Der ARBÖ empfiehlt allerdings auch in anderen Ländern, in denen Licht am Tag gesetzlich vorgeschrieben oder empfohlen ist, ein Ersatzlampenset mitzuführen.


3) Pickerl-Fristen Grundsätzlich gilt, dass die § 57a Begutachtung in allen EU- und EWR Staaten anerkannt wird.
Achtung: Im Ausland gelten die österreichischen Überziehungsfristen von 4 Monaten nicht. In Kroatien gibt es sogar eine Gesetzgebung, die eine Überziehung ausdrücklich verbietet. Daher nur mit gültigem Pickerl ins Ausland verreisen.   

4) Die grüne Verscherungskarte Die Grüne Versicherungskarte dient als international anerkannter Versicherungsnachweis und ist bei der eigenen Haftpflichtversicherung erhältlich. Innerhalb Europas reicht das Kfz-Kennzeichen aus, um zu belegen, dass eine gültige Versicherung für das Fahrzeug besteht. In der Praxis kann es in Einzelfällen aber vorkommen, dass bei Kontrollen im Ausland die Versicherungskarte verlangt wird. Daher empfiehlt der ARBÖ immer eine aktuelle Grüne Versicherungskarte mitzuführen.


5) Mautpflichten in Nachbarländer Italien und Kroatien rechnen mit streckenbezogener Maut ab. Hier gibt es Mautstellen an den Autobahnen. Elektronische Bezahlungsarten im Vorfeld (Via Card oder Telepass) sind möglich. Anders ist es in Slowenien, hier gibt es „nur“ die Klebevignetten. Die Pkw-Maut in Deutschland ist
derzeit noch nicht in Kraft. Alle gängigen Vignetten sind in den ARBÖ-Prüfzentren erhältlich.

Achten Sie bei Reisen ins Ausland auch immer auf die Treibstoffpreise. Hier kann man sich unterUmständen noch einige Euro sparen.  

Der ARBÖ warnt weiter vor einer gängigen Methode in Slowenien und Kroatien. Bei Fahrten mit dem Auto genau darauf achten, wo das Fahrzeug abgestellt wird und vorab über die jeweils örtlichen Parkvorschriften informieren. Häufig kommen Beschwerden von Mitgliedern, die nach einem Aufenthalt in diesen beliebten Urlaubsländern Post der örtlichen Behörde zur Begleichung einer Parkstrafe bekommen, obwohl der Parkplatz vermeintlich legal war.   

Für alle die auf Nummer sicher gehen wollen, bietet der ARBÖ mit dem Sicherheit-Pass den besten Rundum-Schutz für Reise und Mobilität – in Österreich und in Europa. Im Falle des Falles übernimmt dieser nicht nur die Kosten für Fahrzeugrücktransport, Krankenrückholung aus dem Ausland, Hubschrauberrettung, Krankenversicherung im Ausland oder Wildschadenvergütung,sondern hilft auch bei der Organisation.  

Für weitere Länderinformationen, Auskünfte über Mautgebühren oder Spritpreise steht der ARBÖ-Informations-dienst unter Tel.: 050 123 123 zur Verfügung. Wissenswertes ist auch unter www.arboe.at zu finden.  

 

 

 

Am 1.Mai durfte der ARBÖ Ortsclub St. Pölten
mit dem Aufprallsimulator und für die Kleinen mit den Go-Karts am vollen Rathausplatz dabei sein. Das Gedränge um den Aufprallsimulator und den Go-Karts war bis um 13.00 Uhr sehr groß.

 Begrüßen durfte der Obmann Walter HOBIGER den Landesparteivorsitzenden Franz Schnabel und andere Persönlichkeiten der Stadt St. Pölten und Umgebung. Die Veranstaltung war ein großartiger Erfolg!
Walter HOBIGER bedankt sich beim ARBÖ Prüfzentrum St. Pölten für die Unterstützung durch ihre Mitarbeiter Frau Karoline und Herrn Mario.
 

 

 

 

 

 

mo2drive

ARBÖ und mo2drive starten gemeinsam durch

Zum 120. Geburtstag des ARBÖ präsentiert der Automobil- und Motorradklub eine Kooperation mit dem Scooter-Sharinganbieter mo2drive in Wien.

Rechtzeitig mit dem Frühling beschließen die ARBÖ Fahrsicherheit und mo2drive eine intensive Zusammenarbeit. Künftig zieren 50 der insgesamt 200 Roller der Marken Vespa Sym und NIU das Branding der ARBÖ-Fahrsicherheit, wodurch die Zusammenarbeit auch in der Öffentlichkeit wirksam gezeigt wird. „Mit dieser Kooperation treten wir künftig als nachhaltiger und moderner Mobilitätsdienstleister auf, der dem Wunsch unserer Mitglieder nach schneller, umweltfreundlicher und rasch verfügbarer Individualmobilität nachkommt“, freut sich Günther Schweizer, Geschäftsführer der ARBÖ-Fahrsicherheit Wien, anlässlich der offiziellen Präsentation. Auch für die mo2drive-Geschäftsführer Thomas Strohmaier und Viktor Malinowski ist die Kooperation mit dem ARBÖ ein wichtiger Schritt in die erfolgreiche Zukunft. „Die beiden Unternehmen passen sehr gut zusammen, beide sehen sich als Mobilitätsdienstleister. Deshalb ist es ein logischer Schritt, dass wir mit der ARBÖ- Fahrsicherheit gemeinsame Sache machen“, so Malinowski und Strohmaier unisono.

Das Service steht künftig natürlich nach wie vor allen zur Verfügung, für ARBÖ-Mitglieder gibt es allerdings ein besonderes Zuckerl: sie ersparen sich nämlich die Registrierungsgebühr in der Höhe von 19 Euro, und darüber hinaus gibt es bis Ende Mai noch 15 Gratis-Fahrminuten oben drauf. Voraussetzung für die Nutzung der 50ccm-Scooter und der Elektro-Zweiräder ist ein gültiger Führerschein der Klasse A, bzw. B. Wer die flotteren 125er-Scooter-Varianten fahren möchte braucht einen A-Schein, bzw. einen im B- Schein eingetragenen Code 111, der zur Nutzung dieser Fahrzeuge berechtigt.

Das Geschäftsgebiet des Sharinganbieters mo2drive umfasst nahezu das gesamte Wiener Stadtgebiet. Die Registrierung erfolgt in wenigen Schritten über eine eigene App oder auf der Website, die über www.arboe.at/mo2drive erreichbar ist. Und nach der einmaligen Registrierung kann schon ein Zweirad gesucht, gestartet und gefahren werden. Das Geschäftsgebiet umfasst die Bezirke 1 und 3 bis 9 sowie weite Teile der Bezirke 2 und 20. Aber auch in bestimmten Grätzeln im 11., 12., 15. bis 19., 21. und 22. Bezirk kann das Sharingangebot genutzt werden

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Zusammenarbeit eine zusätzliche Mobilitätslösung in Wien präsentieren können und hoffen, dass wir viele Zweiradfans und solche, die es noch werden möchten, überzeugen können“, meint auch Fritz Beidler, Präsidetn des ARBÖ Wien, abschließend.

 

 

ARBÖ: Seit 120 Jahren im Dienst der Mobilität

Heute vor genau 120 Jahren wurde im Ottakringer Gasthaus „Zur roten Brezn“ der ARBÖ gegründet. Seit damals hat sich der ARBÖ von einer Radfahrervereinigung zum modernen Mobilitätsdienstleister entwickelt.

Am 30. April 1899, ein Samstag, trafen sich im Gasthaus „Zur roten Brezn“ in Wien-Ottakring 49 Delegierte, um den Verband der Arbeiter-Radfahrervereine zu gründen. Das unter der Führung von Alois Zipfinger tagende Gremium legte somit den Grundstein für den ARBÖ. Noch heute trägt der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs die Radfahrer im offiziellen Vereinsnamen, und bekennt sich so zu seinen Wurzeln.

Im Laufe der Jahrzehnte hat der ARBÖ einen extremen Veränderungsprozess durchlaufen. Zu den Radfahrern gesellte sich in den Zwischenkriegsjahren eine Motorradsektion hinzu. Nach dem zweiten Weltkrieg und insbesondere in den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts traten immer mehr Autofahrer als Mitglieder bei. Die Gründung des Pannendienstes am 16. September 1967 war daher die logische Folge und Basis für die weitere positive Entwicklung.

Heute zählt der ARBÖ mit rund 400.000 Mitgliedern zu den erfolgreichsten und größten Vereinen Österreichs. Neben dem Pannendienst und Initiativen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ist es vor allem die Interessensvertretung für Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer, die zu den Kernaufgaben des ARBÖ zählt, wie KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, ausführt: „Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschen, und wir setzen uns dafür ein, dass die individuelle Fortbewegung nicht unter die Räder kommt, sondern ungehindert durchgeführt werden kann. Natürlich übernehmen wir aber auch Verantwortung für die kommenden Generationen und die Umwelt, weshalb der Einsatz von ökologisch verträglichen Fahrzeugen künftig von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus wird sich die Mobilität in den kommenden Jahren enorm verändern, und Individualmobilität und der Öffentliche Verkehr künftig nicht gegeneinander antreten, sondern es werden sich viele Fortbewegungsarten gegenseitig bereichern und ergänzen.“

Damit der ARBÖ auch in Zukunft verlässlicher Mobilitätspartner für seine Mitglieder ist, werden umfangreiche Investitionen getätigt: Neben der Modernisierung des Fuhrparks werden heuer auch einige Prüfzentren (Reutte, Tirol; Schladming, Salzburg) neu errichtet beziehungsweise modernisiert. „Wir möchten unseren Mitgliedern auch im 121. Jahr unseres Bestehens das beste Angebot bieten. Dazu zählt auch ein modernes Erscheinungsbild sowie top ausgebildete und motivierte Mitarbeiter“, so Kumnig, der davon überzeugt ist, dass der klassische Pannendienst noch viele Jahrzehnte notwendig ist: „Die Digitalisierung und stetige Verbesserung der Fahrzeugqualität verändert zwar unser Tätigkeitsfeld im Prüfzentrum, die Gründe für eine Panne sind seit vielen Jahren aber unverändert: Reifenschäden und streikende Batterien. Solche mechanischen Defekte kann auch der beste Computer nicht lösen.“

 

8.4.2019 -  Klimaschutz ja, aber nicht ausschließlich auf Kosten der Autofahrer  

 


Die im Sachstandbericht Mobilität vorgeschlagenen Maßnahmen sehen eine massive Verteuerung für Autofahrer vor. Der ARBÖ lehnt derartige Maßnahmen strikt ab. 

 
„Anpassung der Mineralölsteuer“, „Anpassung der motorbezogenen Versicherungssteuer“, Anpassung der Normverbrauchsabgabe“, „Anpassung der Besteuerung von Dienstwägen“ – die im Sachstandbericht Mobilität vom Umweltbundesamt vorgeschlagenen Maßnahmen gleichen einem Alptraumszenario für alle, die mit einem eigenen Pkw unterwegs sind. Insgesamt wurden in diesem Bericht 50 Maßnahmen durchdacht, wobei die meisten Vorschläge einen Zweck erfüllen, wie KommR. Mag. Gerald Kumnig, ARBÖGeneralsekretär, ausführt: „Einzig und allein sollen Autofahren bestraft und zum Umstieg auf die Öffentlichen Verkehrsmittel gezwungen werden. Das ist schlichtweg nicht zu akzeptieren und fernab jedes sozial verträglichen und nachhaltigen Mobilitätskonzepts.“  
Auch für den ARBÖ hat Klimaschutz hohe Priorität, allerdings darf die ökologische Komponente nicht über die soziale gestellt werden, wie der ARBÖ-Generalsekretär weiter ausführt: „Einige der im Bericht angeführten Vorschläge an die Bundesregierung sind nicht sinnvoll sondern ganz im Gegenteil, sie sind sinnbefreit. Sinnvoll wäre, endlich das Mobilitätsbedürfnis der Menschen zu respektieren und nicht ihre Wahlfreiheit zu beschneiden. Zudem darf Mobilität keine soziale Frage werden, denn, sollten die Maßnahmen Realität werden, könnten sich ab 2030 größtenteils nur noch Reiche leisten, individuell unterwegs zu sein.“ Auch die mögliche Temporeduktion ist für Kumnig nicht akzeptabel: „Die Autobahnen haben Millionen an Steuergeldern gekostet, und jetzt soll das hochrangige Straßennetz zur besseren Bundesstraße mutieren? Das wäre ökonomischer Unfug und eine nachträgliche Geldverschwendung.“

 
Außerdem wird in der Debatte rund um eine CO2-Reduktion bis 2030 oft der „natürliche“ Fortschritt der Technik außer Acht gelassen. So erwarten Experten im bereits 2018 von den Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC veröffentlichten Bericht „Mobilität und Klimaschutz 2030“, dass reine Verbrennungsmotoren schon ab 2023 nicht mehr die Mehrheit und ab 2030 sogar nur mehr ein Prozent der Neuzulassungen stellen werden – zugunsten vor allem von Hybriden. „Unsere Berechnungen zeigen, dass der technologische Fortschritt dafür sorgen wird, dass die CO2-Emissionen ohnedies um 28 Prozent sinken“, betont Kumnig.   
Positiv sieht der ARBÖ die Ideen und Vorschläge, den Radverkehr zu fördern und die Öffentlichen Verkehrsmittel auszubauen. Allein durch ein verbessertes Angebot an Öffis im ländlichen Bereich könnten viele Fahrten mit dem Auto eingespart werden. Aber wie sollen die Bewohnerinnen und Bewohner am Land denn zu ihrer Arbeitsstätte kommen oder am sozialen Leben teilnehmen, wenn es keine Möglichkeit gibt, Orte außerhalb der Ortschaft zu erreichen? Deshalb ist der Öffi-Ausbau für den ARBÖ eine zentrale Forderung.  
 
 
Außerdem kritisiert der ARBÖ-Generalsekretär, dass im vorliegenden Sachstandsbericht Autofahrer zwar mächtig zur Kassa gebeten werden sollen, andere Bereiche wie Flugverkehr oder die Schifffahrt aber nur am Rande erwähnt werden. „Alle Verkehrsteilnehmer, natürlich auch Autofahrer, müssen ihren Beitrag zum Umweltschutz und damit zum Erreichen der Klimaziele leisten. Es kann aber nicht sein, dass ausschließlich Pkw-Fahrer und die LkwBranche zahlen müssen, während andere Bereiche mit Millionen an Steuergeldern auf Kosten des Individualverkehrs gefördert werden. Das ist sozial unverträglich, unfair und realitätsverweigernd“, schließt Kumnig ab.

 

 

 

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Der Arbö St.Pölten veranstaltet am 6.4.2019 beim Arbö Prüfzentrum St.Pölten zum ersten Mal eine Frühlingswanderung

Komm auch du der Wanderung und bring Verwandte, Bekannte und Freunde mit, sowie eine  gute Laune.

Start – Ziel Arbö Prüfzentrum St.Pölten

Anmeldung: bei Herrn Walter Hobinger  der E-Mail hobinger@kstp-at oder Handy Nr. 0650/5380853

2.4.2019 - ARBÖ begrüßt Verpflichtung für Lkw-Abbiegeassistenten  

 

Ab 2022 müssen neu zugelassene Lastkraftwagen mit Abbiegeassistenten ausgestattet sein.   
„Alle Maßnahmen, die die Verkehrssicherheit erhöhen und vor allem die schwächsten Verkehrsteilnehmer schützen sind zu begrüßen. Deshalb ist der heutige Beschluss im Binnenmarktausschuss des Europaparlaments sehr positiv zu bewerten“, sieht KommR Mag. Gerald Kumnig, ARBÖ-Generalsekretär, die positiven Aspekte dieser neuen Regelung. Für den ARBÖ ist eine europaweit einheitliche Regelung besonders wichtig, und auch der nun geplante Zeitraum gibt den Lkw-Herstellern ausreichend Zeit, die Fahrzeuge mit entsprechenden Systemen auszustatten.  
Bis zur Verpflichtung 2022 fordert der ARBÖ von den Flottenbetreibern, die Fahrzeuge, die sich im Bestand befinden, beziehungsweise jene Lkw die bis 2022 angeschafft werden, freiwillig mit einem Abbiegeassistenzsystem auszustatten. „Die einmaligen Kosten sind für Logistiker überschaubar, kann aber Leben retten, insbesondere jenes von Fußgängern und Radfahrern. Und letztlich schützt es auch die Lkw-Fahrer und hilft beim Abbiegen. Erfreulicherweise gibt es bereits Lkw-Flottenbetreiber, die dies angekündigt haben“, hofft Kumnig auf viele Nachahmer.  
Parallel dazu müssen aber auch weitere Maßnahmen gesetzt werden, wie Kumnig weiter ausführt: „Verpflichtende Abbiegeassistenten sind nur eine wichtige Maßnahme, um den Straßenverkehr sicherer zu machen. Zusätzlich müssen aber auch Gefahrenkreuzungen durch Spiegellösungen, vorgezogene Haltelinien oder optimierte Ampelschaltungen entschärft werden.“ 

 

 

29.3.2019 -  Mini-Jetlag durch Zeitumstellung  In der Nacht zum 31. März werden die Uhren wieder von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt.

 

Auf was Autofahrer achten sollten, um sicher unterwegs zu sein hat der ARBÖ zusammengefasst.

    
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht – um zwei Uhr früh werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Dieser Umstand wird uns allerdings nur noch die nächsten zwei Jahre begleiten, denn das EU-Parlament hat am Dienstag das Ende der Zeitumstellung für 2021 beschlossen. Für die tatsächliche Abschaffung müssen sich die Mitgliedstaaten eine Entscheidung treffen, ob sie für die permanente Sommer- oder Winterzeit sind.  
Der ARBÖ steht dieser Entscheidung positiv gegenüber, denn in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung kann es zu einem kleinen „Mini-Jetlag“ kommen, der sich durch große Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Antriebslosigkeit bemerkbar macht. Der Körper verbraucht durch die Umstellung der „inneren Uhr“ mehr Energie und das schlägt sich mitunter in Übermüdung, Herz-Kreislauf-Problemen sowie Schlafstörungen nieder.   
„Trotz der nur geringen Zeitumstellung kann es passieren, dass man aus dem „normalen“ Rhythmus gerät, morgens verschläft und dadurch in Zeitnot gerät, warnt Mag. Patricia Prunner, ARBÖ-Verkehrspsychologin. „Stresssituationen sollten im Straßenverkehr grundsätzlich vermieden werden, denn diese erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Fahrfehlern und Regelübertretungen, den Aggressionspegel und damit natürlich im Endeffekt auch die Unfallgefahr enorm“, so die Verkehrspsychologin weiter.   
Der ARBÖ rät Autofahrern für die Tage nach der Umstellung genug Zeit einzuplanen und mehr Pausen einzulegen. Durch  erhöhte Aufmerksamkeit, achtsame und vorausschauende Fahrweise kann das Risiko eines Unfalls verringert werden. Wenn möglich sollte auf weite Strecken verzichten oder auch auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden. Bis sich der Körper an die neue Zeiteinteilung angepasst hat, kann es ein paar Tage dauern. Danach sollte es hinsichtlich der Zeitumstellung zu keinen Konzentrationsschwächen oder Störungen des Bio-Rhythmus mehr kommen.  „Genießen Sie die frische Frühlingsluft, diese kann eventuell auch in Kombination mit Gymnastik helfen, den Kreislauf wieder auf Touren zu bringen“, empfiehlt Prunner abschließend.  

 

 

 

 26.3.2019 - ARBÖ-Sommerreifentest mit überzeugendem Ergebnis