ARBÖ Bezirksorganisation St. Pölten
Kilometerlange Staus auch in Tirol, Vorarlberg, Bayern und Südtirol
Gegen Mittag erreicht der Reiseverkehr am heutigen Samstag auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg und Kärnten seinen Höhepunkt. Auch in Tirol und Vorarlberg sowie in Bayern und Südtirol kam es nach Informationen des ARBÖ zu Blockabfertigung und kilometerlangen Staus. Besonders betroffen waren die Brennerautobahn (A13), Fern- pass Bundesstraße (B179) und die Rheintalautobahn (A14).
Vor dem Nordportal des Tauerntunnels wurden gegen 12:00 Uhr rund 15 Kilometer Stau gemeldet. Das entsprach nach Informationen des ARBÖ rund 2 bis 3 Stunden Wartezeit. Im weiteren Verlauf wurde der Verkehr auch vor der Einhausung Trebesing zwischen Gmünd und dem Knoten Spittal in Kärnten nur mehr blockweise in Richtung Villach abgefertigt. Die Folge war auch hier ein kilometerlanger Stau. In Tirol wurde der Verkehr vor dem Grenztunnel Vils/Füssen und dem Lermoosertunnel ebenfalls seit den späten Vormittagstunden nur mehr blockweise abgefertigt. Binnen weniger Minuten bildeten sich vor beiden Tunnelportalen kilometerlange Rückstaus. Einiges an Geduld mussten die Autofahrer auf der Inntalautobahn (A12) im Baustellen- bereich zwischen Kramsach und Jenbach in einem rund 5 Kilometer langen Stau in Richtung Arlberg aufbringen. Auf der Brennerautobahn (A13) wurde im Bereich zwischen dem Berg-Isel-Tunnel und der Aus- fahrt Patsch im Großraum Innsbruck auf rund 6 Kilometern Verkehrs- stillstand gemeldet.
Gute Nerven brauchten die Reisenden auch in Vorarlberg vor dem Pfändertunnel bei Bregenz auf der Rheintalauto- bahn (A14). Hier wurden in den Mittagsstunden mehrere Kilometer Stau in Richtung Deutschland gemeldet.
Zwtl.: Reisverkehr und Unfall sorgen für kilometerlange Staus in Südtirol und Bayern
Ebenfalls vom Reiseverkehr und dessen Folgen mit kilometerlangen Staus waren das benachbarte Bayern und Südtirol betroffen. In Süd- tirol kam es auf der Brennerautobahn (A22) vor der Mautstelle Sterzing/Vipiteno zu mehreren Kilometer Rückstau in Richtung Norden. In Bayern sorgte ein Unfall und mehrere defekte Fahrzeuge für rund30 Kilometer Stau auf der Verbindung München-Salzburg (A8) in Richtung bayrischer Hauptstadt. Betroffen waren die Bereiche zwischen Übersee und Frasdorf sowie zwischen Bad Aibling und Irschenberg.
"Mit einer Entspannung der Situation rechnen wir erst in den späten Nachmittags-stunden. Leider stellt der heutige Reise- samstag noch nicht den Schlusspunkt des Sommerreiseverkehrs dar. Am kommenden Wochenende enden in Süd und Westösterreich sowie in Bayern und Baden-Württem- berg die Ferien. Daher wird der kommende Samstag ebenfalls zu einem Stautag, der die heutigen Ausmaße vermutlich noch übertreffen wird", zieht ARBÖ- Verkehrsexperte Thomas Haider ein Resümee.
1.9.2010 - Autofahrer haben heuer wieder mehr Steuern an Pröll abgeliefert
Allein bei den drei wichtigsten Steuern flossen dem Fiskus 98 Millionen Euro mehr zu
Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben die Auto- fahrerinnen und Autofahrer deutlich mehr Steuern an den Finanz- minister abgeliefert, als im Vorjahreszeitraum, rechnet der ARBÖ aufgrund der neuesten Budgetvollzugsdaten des Finanzministeriums vor. "Allein bei den drei wichtigsten automotiven Steuern sind dem Budget um 97,9 Millionen Euro mehr zugeflossen als im selben Zeit- raum des Vorjahres", so der ARBÖ und warnt eindringlich davor, die Steuerschraube zu überdrehen: "Die Autofahrerinnen und Autofahrer leisten bereits einen wesentlichen Beitrag zum Budget. Ungezügelte Steuergier führt die ganze Volkswirtschaft in eine Sackgasse, schwächt die Kaufkraft der Bevölkerung und würgt zaghaftes Wirtschaftswachstum sofort wieder ab."
Zwischen Jänner und Juli kassierte der Finanzminister 1,96 Milliarden Euro an Mineralölsteuer. Das sind um 49,5 Millionen mehr, als vor einem Jahr in diesem Zeitraum. Bei der Normverbrauchsabgabe streifte er bisher 261,5 Millionen Euro ein, das sind 9 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. An motorbezogener Versicherungssteuer flossen ihm 849,9 Millionen Euro zu, um stolze 39,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Allein diese drei automotiven Steuern zusammen spielten heuer also 3,07 Mrd. Euro in Pröll's Budget. Noch gar nicht eingerechnet sind alle anderen automotiven Steuern und Abgaben, wie z.B.: die Maut-Einnahmen, die Kfz-Steuer, die Versicherungssteuer und die anteilige Umsatzsteuer. Im Vorjahr machten die automotiven Steuern und Abgaben stolze 11,6 Milliarden Euro aus, die heuer voraussichtlich auf knapp 12 Mrd. Euro steigen werden.
1.9.2010 - Vor Schulstart unbedingt Kindersitze checken!
Eltern aufgepasst: Verwendung alter Kindersitze ist verboten - Bei falscher Kindersicherung drohen Geldstrafen samt Vormerkung
In Österreich sterben und verletzen sich mehr Kinder im Pkw als auf der Straße. "1.333 verletzte und getötete Kinder im Pkw - wie im Vor- jahr, laut Statistik Austria - sind zu viel", so ARBÖ-Experte Thomas Woitsch. Ganze 5,2 Prozent der Kinder war dabei zur Gänze ungesichert. "Falsche Kindersicherung ist kein Kavaliersdelikt." Der ARBÖ ruft daher alle Eltern rechtzeitig vor Schulbeginn auf, die Kinder- sitze zu überprüfen und auf die richtige Sicherung nicht zu vergessen.
Eine wichtige Neuerung ist heuer (seit 1. Mai) in Kraft getreten: Man darf nur mehr Kindersitze verwenden, die den ECE Nummern 44.03 und 44.04 entsprechen. Die Benützung aller andern, noch älteren Kinder- sitze (zum Beispiel 44.02 und 44.01) ist verboten. Bei Verwendung dieser uralten Kindersitze drohen empfindliche Strafen: So kann eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro verhängt werden und man bekommt eine Vormerkung im Führerscheinregister. Die Polizei ist sogar berechtigt, die Lenker an der Weiterfahrt oder an der Inbetriebnahme des Pkw zu hindern", so Woitsch. Auch wer einen neuen Kindersitz kauft, soll darauf achten, den sichersten Kindersitz mit der ECE Nummer 44.04 zu erwerben. In den Geschäften dürfen eigentlich nur mehr 44.04-Sitze verkauft werden.
ARBÖ-Mitglieder haben es gut. Denn derzeit können ARBÖ-Mitglieder vergünstigt den Kindersitz RÖMER DUO-plus kaufen. Statt 310 Euro kostet dieser für ARBÖ-Mitglieder nur 279 Euro und ist in allen ARBÖ- Dienststellen (zum Teil auf Bestellung) erhältlich.
ARBÖ-Tipp des Experten: "Die ECE-Norm ist am Sitz selber zu finden, meist auf der Rückseite oder auf der Unterseite."
Zwtl.: ARBÖ-Tipps zur Kindersicherheit
Beim Kauf von Kindersitzen:
* Erkundigen, welche Kindersitze fürs eigene Auto geeignet sind bzw.
empfohlen werden.
* Prüfen, ob das eigene Auto ein ISO-fix-System hat, das Kindersitz
und Auto fix verbindet.
* Kindersitz nur nach der neuesten ECE-Prüfnorm (derzeit 44/04)
kaufen.
* Kindersitz auf Alter, Gewicht und Größe des Kindes abstimmen.
Nehmen Sie Auto und Kind beim Kauf mit!
* Einbau des Sitzes und richtiges Angurten des Kindes zeigen lassen
(im eigenen Auto).
Beim Einbau des Kindersitzes ins Auto:
* Je fester Sitz und Fahrzeug verbunden sind, desto wirksamer ist der
Schutz.
* Gurte möglichst straff ziehen, falls kein starre Verankerung (ISOFIX) möglich.
* Auf die richtige Gurtführung achten.
* Keinesfalls eigene "Befestigungen" oder "Verbesserungen"
konstruieren.
Beim Angurten des Kindes:
* Gurte möglichst eng am Körper des Kindes führen (nach einer Weile
allenfalls Nachziehen).
* Auf korrekte Gurtführung achten und Gurtbänder nicht verdrehen.
* Beckengurt unbedingt auf Beckenhöhe einstellen (nicht bis zum
Bauch).
* Schultergurt über der Schulter laufen lassen (nicht: unter dem Arm)
und nie nahe am Hals.
31.8.2010 - Berlakovich stürzt Österreich in ein Pickerlchaos
Autos in sieben Umweltklassen eingeteilt - Keine Abstimmung mit Deutschland
Mit seiner Verordnung zum Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-Luft) wird Umweltminister Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich Österreich in das reinste Pickerlchaos stürzen, warnt der ARBÖ: "Geht es nach seinen Plänen, sollen die Autos gleich in sieben verschiedene Umweltklassen eingeteilt werden. Es wird auch nicht drei Farben wie in Deutschland geben, sondern gleich sechs verschiedene." Statt Verwaltungskosten zu sparen wird Bürokratie aufgebaut.
Das Pickerlchaos auf der Windschutzscheibe wird obendrein noch größer, weil die österreichischen Umweltpickerln nicht mit den deutschen Umweltplaketten abgestimmt sind, die es schon seit zwei Jahren gibt. Wer also nach Deutschland muss, muss doppelt kleben! "Es kann durchaus passieren, dass dasselbe Auto in Deutschland eine gelbe Plakette erhält, aber in Österreich ein rotes Umweltpickerl. Das ist ein schlechter Witz. Wieso eine derartige Kleinkrämerei in einem angeblich gemeinsamen Europa überhaupt möglich ist, fragen sich nicht nur die Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich", protestiert der ARBÖ. Eine Umweltplakette pro Auto ist mehr als genug, meint der ARBÖ.
Nach Informationen des ARBÖ will Berlakovich's Ministerium die heimischen Autos in sieben Klassen einteilen:
1. Autos ohne irgendein Umweltpickerl: Für sie gilt in Umweltzonen ein komplettes Fahrverbot, sie bleiben davon völlig ausgesperrt. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 0 und Euro 1, die vor dem 1.1.1997 zugelassen wurden.
2. Autos mit rotem Pickerl: Sie dürfen nur dann in der Umweltzone fahren, wenn es spezielle Bestimmungen erlauben. Diese können von Stadt zu Stadt völlig unterschiedlich sein, so dass in einer Stadt die "roten" fahren dürfen, in der anderen aber nicht. Ein rotes Pickerl bekommen Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 2, die vor dem 1.1.2001 zugelassen wurden.
3. Autos mit gelber Plakette: Auch sie dürfen nur in die Umweltzone hinein, wenn es die speziellen Umweltzonen-Bestimmungen erlauben. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 3, die vor dem 1.1.2006 zugelassen wurden.
4. Autos mit grüner Plakette: Sie sind derzeit die einzigen, die in allen Umweltzonen problemlos fahren dürfen. Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 4, die seit 1.1.2006 zugelassen wurden.
5. Autos mit hellblauer Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5, die erst mit Zulassung ab 1.1.2011 verpflichtend wird.
6. Autos mit rosa Plakette: Es handelt sich um Fahrzeuge der Euro- klasse Euro 6, die erst mit Zulassung ab 1.1.2015 gelten wird.
7. Autos mit weißer Plakette, die in Umweltzonen immer fahren dürfen, weil sie vom Umweltzonen-Gesetz generell oder von der Behörde speziell ausgenommen sind, z.B. Rettungsautos.
Der ARBÖ lehnt die Einführung dieses Pickerlwahnsinns in Österreich ab, die mit der Einführung von Umweltzonen verbunden ist. Wie die Erfahrungen in Deutschland zeigen bringen Umweltzonen - wenn überhaupt - nur eine geringe Entlastung. "Die minimale Entlastung steht in keinem Verhältnis zum teuren Bürokratie-Wust und zum massiven Eingriff Eigentümerrechte", kritisiert der ARBÖ.
Der ARBÖ verweist auf die Tatsache, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich schon seit Jahren einen massiven Beitrag zur Verbesserung der Umwelt leisten, indem sie massiv von alten auf abgasärmere Fahrzeuge umsteigen und weniger fahren. Allerdings hinken die Umwelt-Statistiken meilenweit hinter diesen Tatsachen hinterher. Die Autofahrer sind die einzige Bevölkerungsgruppe, die unter dem Titel Umweltschutz mehrmals massiv zur Kassa gebeten wurde: Zwei Mal Mineralölsteuer erhöht, zwei Mal die Normverbrauchsabgabe (NoVA) durch ein Bonus-Malus-System verschärft, in drei Etappen Diesel und Benzin mit biogenen Treibstoffen angereichert und damit eine Spitzenposition in Europa erreicht. Der ARBÖ setzt auf den technischen Fortschritt bei neuen Fahrzeugen und auf Nachrüstung mit Partikelfilter in Fahrzeugen, wo dies ökologisch auch Sinn macht. Statt durch Umweltzonen Werte zu vernichten (gebrauchte Fahrzeuge verlieren radikal an Wert) und massiv in Eigentümerrechte einzugreifen, schlägt der ARBÖ vor, Werte und Arbeitsplätze zu schaffen, etwa durch thermische Sanierung von Häusern.
Staus auf Transitrouten im Westen und Osten
Ab Montag, dem 06.09.2010 heißt es für alle Schüler aus den Bundes- ländern Burgenland, Niederösterreich und Wien wieder: "Schulbank drücken." Auch für Ihre "Leidensgenossen" in Teilen der Niederlande endet die schulfreie Zeit. Der Sommerreiseverkehr geht damit in die vorletzte Runde. Wie an den letzten Wochenenden wird es auch dieses Wochenende zu überfüllten Straßen auf den Transitrouten kommen, sind die Verkehrsexperten des ARBÖ sicher.
Als klassische Staustrecken werden sich die Tauernautobahn (A10) in Salzburg und Kärnten, sowie die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13) in Tirol erweisen. Aber auch auf der Fernpaß- strecke (B179) und der Katschberg Bundesstraße (B99), sowie vor der ÖBB-Tauernschleuse wird sehr viel Geduld gefragt sein, so der ARBÖ- Informationsdienst. Die Staupunkte werden erwartungsgemäß der Tauerntunnel auf der A10 und die Mautstelle Schönberg auf der A13, sowie der Lermooser- und Grenztunnel Vils/Füssen auf der B179 sein.
"Aufgrund der endenden Sommerferien in Ostösterreich wird es auch zu Behinderungen auf allen Zufahrtsstraßen der Stadt Wien kommen", so Alexandra Goga vom ARBÖ. Besonders betroffen werden ab Sonntag- nachmittag die Südautobahn (A2) zwischen Baden und der Wiener Stadtgrenze sowie die Südosttangente (A23) im gesamten Verlauf sein. Viel Geduld wird aber auch auf der Westautobahn (A1) im Bereich zwischen Knoten Steinhäusl und Auhof sowie auf den wichtigsten Einfallstraßen, wie der Altmannsdorfer Straße, der Triester Straße, der Westeinfahrt gefragt sein.
Auch im benachbarten Ausland wird das Wochenende keinesfalls "staulos" vorübergehen so die Verkehrsexperten des ARBÖ. In Bayern wird vor allem die A8, Verbindung München-Salzburg, und die A93, Verbindung Kufstein-Rosenheim, ebenso wie die A99, Umfahrung München mit kilometerlangen Staus in den Verkehrsnachrichten aufscheinen.
26.9.2010 - Gratis-WC auf allen Autobahntankstellen gefordert
Abstimmung "Zahlzwang für Harndrang" unter www.arboe.at
"Auf heimischen Autobahntankstellen sind Diesel und Eurosuper im Schnitt um 15 Cent teurer als sonst. Bei diesen Preisen ist den Tank- stellenbetreibern ein sauberes Gratis-WC für die Autofahrerinnen und Autofahrer wohl zumutbar", kritisiert der ARBÖ und lehnt alle Experimente von Autobahntankstellen ab, die mithilfe eines Dreh- kreuzes (wie in Museen oder Stadien) 50 Cent für die WC-Benutzung verlangen. Das sind umgerechnet in die alte Währung immerhin sieben Schilling. "Kein Zahlzwang für Harndrang! Gratis-WC bei allen Autobahntankstellen", fordert der ARBÖ und hat im Internet eine Abstimmung gestartet.
In Österreich müssen alle, die das Autobahn- und Schnellstraßennetz benutzen, ohnehin bereits Maut zahlen. Ihnen steht als Kunde daher ein geeignetes Service zu, zumal es sich gerade bei langen Auto- bahndistanzen oft um ausgesprochene Notsituationen handelt, fügt der ARBÖ hinzu. Anders ist die Situation in Deutschland, wo die Nutzung der Autobahnen für Pkw-Fahrer kostenlos ist.
Experimente mit Drehkreuzen, wie es derzeit auf einer Shell- Auto- bahntankstelle auf der Südautobahn (A2) in Zöbern praktiziert wird, ergeben keinen Sinn. "Was bleibt den Menschen denn anders übrig, als die 50 Cent zu opfern, wenn sie 'müssen'? Welche Aufschlüsse soll denn so ein Experiment bringen", fragt man sich nicht nur beim ARBÖ.
Zwtl.: ARBÖ-Abstimmung im Internet
In Österreich gibt es rund 90 Autobahntankstellen, die meist über- durchschnittlich hohe Treibstoff-Umsätze haben und ihre Shop- Produkte nicht gerade zu Billigstpreisen verschleudern. Zu Reise-zeiten verlangen Autobahntankstellen in Österreich für Diesel oft sogar mehr als Autobahntankstellen in Deutschland, obwohl dort die Besteuerung von Diesel niedriger ist. Der ARBÖ hat kein Verständnis dafür, dass man mit zutiefst menschlichen Bedürfnissen Zusatz- geschäft machen will. Zu diesem Thema startet der ARBÖ ab sofort eine Abstimmung: http://www.arboe.at/autobahnklos.html
Am Samstag den 28.08.2010 wird die mittelburgenländische Gemeinde Wiesen wieder zum Zentrum der Afro-, Latin- und Reggae-Klänge. Sunsplash Reloaded wird Tausende Fans dieser Musikrichtungen auf das Festivalgelände locken.
Längere Staus und Verzögerungen werden die Anreise für die Besucher, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, vor allem im Bereich Wiesen sowie vor den Ausfahrten Sigleß und Bad Sauerbrunn, zu einer Geduldsprobe werden lassen. Auch vor den Zufahrten zu den Parkplätzen sollte man vor und nach der Veranstaltung mehr Zeit einplanen. Der ARBÖ rät daher allen Besuchern auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Vom Bahnhof Wien-Meidling verkehren regelmäßige Zugverbindungen mit einmal umsteigen in Wiener Neustadt. Vom Bahnhof zum Veranstaltungsgelände kann man den kostenlosen Shuttle-Bus benutzen.
25.8.2010 - Italien verschärft Verkehrsstrafen bei Alkohol und Geschwindigkeit
Gleichzeitig werden Schlupflöcher für italienische Lenker eröffnet
Auch jetzt hat Italien, das Lieblingsurlaubsland österreichischer Autoreisender, die Verkehrstrafen mitten in der sommerlichen Hochsaison verschärft, informiert Mag. Gerald Kumnig, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung. Für Touristen relevant sind vor allem die höheren Strafen für Alkohol- und Geschwindigkeitsdelikte, sowie für Lenker von Motorrädern und Mopeds, bestätigt der stellvertretende Kommandant und Leiter der Verkehrspolizei in Sterzing, Südtirol. Für italienische Lenker wurden dagegen einige Schlupflöcher eröffnet.
Die neuen Strafen im Detail: Wer das Tempolimit auf der Autobahn um 40 bis 60 km/h übertritt, zahlt 500 Euro statt bisher 370 Euro. Sind es gar 60 km/h muss man 779 Euro zahlen statt bisher 500 Euro. Die Geldstrafen für geringfügigere Tempoüberschreitungen auf Italiens Autobahnen bleiben unverändert: 38 Euro bis zu 10 km/h und 155 Euro, wenn das Limit um 10 bis 40 km/h überschritten wird.
Für Führerscheinneulinge (unter 21 Jahre oder erst seit 3 Jahren den Führerschein) gilt bei Alkoholisierung 0,0 Promille, also ein absolutes Alkoholverbot, genauso wie für alle, die beruflich bedingt ein Fahrzeug lenken (Lkw-Fahrer, Taxi-Fahrer usw.). Wer dagegen verstößt muss 155 Euro zahlen, bei einem Unfall sogar 310 Euro. Bei Verstößen gegen Alkoholisierung sind die Sanktionen für Führerscheinneulinge um ein Drittel höher, als für alle anderen Lenker (mehr Strafe, längerer Führerscheinentzug, längere Haft). Damit will man die jugendlichen Komasäufer in den Griff bekommen.
Zur Erinnerung: Bei einem Alkoholisierungsgrad zwischen 0,8 und 1,5 Promille müssen Lenker in Italien 800 Euro zahlen, verlieren für ein halbes bis ganzes Jahr den Führerschein und verlieren 10 Führer-scheinpunkte. Zudem droht ihnen 6 Monate Arrest. "Für Führerschein- neulinge sind all diese Strafen, wie oben gesagt, um ein Drittel höher", fügt Mag. Kumnig hinzu. Handelt es sich dabei um Moped- oder Motorradfahrer wird bei diesem Alkoholisierungsgrad auch noch das Moped bzw. Motorrad beschlagnahmt (sofern der Lenker auch Eigen- tümer ist). Beschlagnahme heißt: Das Moped ist für immer weg und wird versteigert.
Zurück zu den Neuerungen: Auf den Autobahnen bekommt man in den Autobahn-Shops zwischen 22 Uhr und 6 Uhr in der Früh keinerlei Alkohol mehr zu kaufen (bisher war nur das Ausschenken von Alkoholika verboten, nicht jedoch der Verkauf). In jeder Bar (auch außerhalb der Autobahnen) darf ab drei Uhr (statt bisher zwei Uhr) in der Früh kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Dafür müssen die Wirte den Gästen einen funktionierenden Alkomaten zur Verfügung stellen, damit sie ihren Promillestand feststellen können.
Noch wichtig für ausländische Touristen in Italien: "Wer ein frisiertes Leichtmotorrad (=Moped und Motorrad bis 125ccm) fährt, muss nun 398 Euro Strafe zahlen und sein Leichtmotorrad 60 Tage lang stehen lassen. Für diese zwei Monat muss man auch noch für die Aufbewahrung bezahlen", so der ARBÖ-Verkehrsjurist.
Gleichzeitig mit diesen Verschärfungen hat die italienischen Regierung in Rom für italienische Lenker einige Schlupflöcher aufgetan: Wem der Führerschein gesperrt wurde, kann den Führerschein trotzdem für einige Stunden benutzen, etwa für den Weg zur Arbeit. Eine Kontrolle wird dadurch in der Praxis sehr erschwert und die drastische Führer- scheinentzugsdauer wieder etwas entschärft. Zudem wird es für Kleinverdiener möglich sein, die Geldstrafen in Raten zu bezahlen.
24.8.2010 - Weg frei für E-Mopeds auch in der Nacht
Testversuch in Linz zeigt: Auch die Jugend findet E-Scooter sehr cool
Mopeds mit Elektroantrieb machen keinen Lärm und sind auch sonst umwelt- freundlicher unterwegs. "E-Mopeds sollen rund um die Uhr fahren können. Für sie sollen alle Nachtfahrverbote abgeschafft werden. Das wäre ein sinn- voller Turbo, um den Umstieg auf E-Mopeds speziell in den städtischen Gebieten zu beschleunigen", schlägt der ARBÖ vor. "In Linz beginnt's. Ein entsprechender Antrag auf Gemeindeebene in Linz wird jetzt im Herbst auf den Weg gebracht", kündigt der Landesgeschäftsführer des ARBÖ Oberösterreich, Thomas Harruk an.
Eine erfolgreiche Initiative haben der ARBÖ Oberösterreich und die LINZ AG noch vor dem Sommer in Linz gestartet. 100 junge Leute zwischen 15 und 21 konnten für sage und schreibe 365 Euro nicht nur einen E-Scooter im Wert von 2700 Euro gewinnen. Als Draufgabe bekamen sich auch noch ein Jahr Mitglied- schaft beim ARBÖ, eine Jahres- karte der LINZ LINIEN, eine passende Haftpflichtver- sicherung und ein spezielle Fahrsicherheitstraining vom ARBÖ geschenkt. "Die Aktion hat voll eingeschlagen. Die 100 E-Scooter gingen weg wie die warmen Semmeln. Gleich 700 Jugendliche haben darum gerittert", berichtet Harruk. "Viele Postings im Facebook zeigen, wie cool die jungen Leute ihre neuen E-Mopeds finden", freut sich Ing. Mag. Bernd Freisais von der Linz Energieservice GmbH. "Danke nochmals für den tollen E-Scooter....Bin sehr zufrieden damit....soooo praktsich für die cityyy", lauten einige Facebook-Einträge.
LINZ AG und ARBÖ haben das Paket geschnürt, damit jungen Oberösterreicher- und Österreicherinnen alle Vor- und Nachteile von E-Scootern in der Praxis austesten können. "Mobilität rund um die Uhr ist mit unserem Paket gesichert: Wenn es regnet, fährt man Gratis mit Bus und Straßenbahn. Wer eine Panne hat, wird vom ARBÖ bestens betreut", schildert Harruk. Ein eigenes Fahr- sicherheitstraining mit den grün gebrandeten E-Scootern war schon deshalb nötig, weil man mit ihnen anders um gehen muss, als mit herkömmlichen Mopeds: Sie sind schwerer und bringen beim Starten mehr Drehmoment auf das Hinterrad. Harruk: "Das muss geübt und gelernt werden."
Der ARBÖ Oberösterreich setzt mit dieser Aktion einen weiteren Praxis-Schritt in Sachen E-Mobilität: Seit einem Jahr läuft gemeinsam mit der LINZ AG die Aktion Test& Drive. ARBÖ - Mitglieder und Kunden der LINZ AG haben dabei die Möglichkeit E-Fahrräder ausgiebig zu testen. Seit Dezember gibt es bei der ARBÖ-Landesorganisation in der Hafnerstraße auch eine echte Schnell - Ladestation für E-Fahrzeuge, an der man bis Jahresende gratis Strom "tankt".
23.8.2010 - ARBÖ-Aktion: Verkehrssicherheit wichtiger als Wahlkampf
Warnung vor Schulbeginn: Wahlplakatständer dürfen nicht die Sicht behindern
Die Wahlkämpfe in der Steiermark und in Wien fallen heuer genau mit dem Schulbeginn zusammen. Wenn sich Kinder und Jugendliche wieder auf den Schulweg begeben, viele zum allerersten Mal, sollten Wahlplakatständer nicht den Blick auf den Straßenverkehr blockieren, um unnötige Gefahrensituationen zu vermeiden.
"Dazu kommt, dass Unfälle mit Kindern auf Zebrastreifen leider zugenommen haben. Deshalb appelliert der ARBÖ bereits jetzt an alle wahlwerbenden Parteien, beim Auf- stellen der Wahlplakat- ständer der Sicherheit Vorrang zu geben", appelliert der Präsident des ARBÖ Wien, Ing. Hermann Klein.
Der ARBÖ wird den Wahlkämpfern jedenfalls auf die Finger schauen. Jeder hat die Möglichkeit, sichtbehindernde Wahlkampfständer beim ARBÖ zu melden, die Standorte werden dann vom ARBÖ überprüft. Sollten sich Verkehrssicherheitsmängel bestätigen, wird die jeweilige Partei aufgefordert, das Sicherheitsrisiko schleunigst aus dem Weg zu räumen. Der ARBÖ hat dabei strikt nur die Verkehrssicherheit im Auge und betreibt keine Parteienpolitik.
"Im Straßenverkehr bedeutet ausreichende Sicht Verkehrssicherheit. Gerade Kinder haben ein einge schränktes Sichtfeld, das nicht noch künstlich verkleinert werden sollte", adressiert Hans Marcher, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Steiermark, in Richtung Verantwortungsbewusstsein der Wahlwerber. Durch Wahlplakate sollten hier nicht noch zusätzliche Gefahrenmomente geschaffen werden.
Zwtl.: Sichtbehindernde Wahlplakate melden
So geht's: Sichtbehindernde Wahlplakate einfach per Web dem ARBÖ melden: http://www.arboe.at/wahlplakate.html. Wer keinen Web-Zugang hat, kann die Meldung auch telefonisch abgeben: 01/89121/244. Der ARBÖ checkt alle Meldungen und nimmt danach sofort Kontakt mit den jeweiligen Parteien auf, mit der Bitte, die Wahlplakatständer von der gefährlichen Stelle zu entfernen. Sollte dies nicht geschehen, wird der ARBÖ den Fall medial aufgreifen.
"Sicherheit wird in den Wahlkämpfen jedenfalls eine große Rolle spielen. Wer anders spricht als handelt, macht sich politisch unglaubwürdig", so Klein und Marcher unisono.
Lange Verzögerungen vor allem Samstag in Westösterreich sehr wahrscheinlich
Am kommenden Wochenende rechnen die Verkehrs- experten des ARBÖ- Informations-dienstes erneut mit sehr starkem Verkehrsauf- kommen und Staus auf Österreichs Haupt- transitrouten. Grund dafür ist das Ferienende in den deutschen Bundesländern, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Teilen der Niederlande.
Besonders starke Verzögerungen wird es wie so oft auf der Tauernautobahn (A10), vor dem Tauern- tunnel in Fahr- trichtung Norden geben. Erfahrungsgemäß wird es schon am Samstag ab den Morgenstunden zu kilometerlangen Staus mit Blockabfertigung kommen, warnt Stefan Stalleker vom ARBÖ- Informationsdienst. Ebenfalls werden Staus auch vor dem Südportal des Katschberg- tunnels in Richtung Norden nicht ausbleiben. Auch hier sollten die Reisenden stundenlange Warte- zeiten einplanen. Die Ausweichroute auf der Katschbergbundesstraße (B99) und die ÖBB, Auto- schleuse Böckstein/Mallnitz werden ebenfalls schnell überlastet sein.
Ein ebenfalls unvermeidlicher Staupunkt ist die Mautstelle Schönberg auf der vielbefahrenen Brenner Autobahn (A13) in Tirol. Ein ähnliches Bild wird sich auch auf der Fernpaß Bundesstraße (B179) zeigen. Ab Samstagvormittag rechnen die ARBÖ- Verkehrsexperten auch auf dieser Strecke vor dem Lermooser Tunnel in beiden Richtungen mit Block abfertigung und kilometerlangen Staus. Vor dem Grenz- tunnel Vils/Füssen wird es zu erheblichen Zeitverzögerungen kommen, welche die Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe stellen wird. Durch das Ferienende werden auch auf den Transitrouten im benachbarten Bayern und Südtirol erhebliche Staus nicht ausbleiben
13.8.2010 - Mitten in der Hochsaison starten italienische Autobahntankstellen Rabattaktion
Dieselfahrer aufgepasst: Österreichs Autobahnen bei Diesel oft teuer als in Italien
Mitten in der Hochsaison - wenn die Nachfrage am höchsten ist - starteten italienische Autobahntankstellen eine Rabattaktion für Diesel und Benzin, informiert der ARBÖ. "Es geht also auch anders. Unter dem Titel "Prezzo amico" gewähren sechs Mineralölfirmen einen Rabatt von 6 Cent pro Liter Benzin und Diesel, von dem auch alle Ausländer profitieren können."
Einzige Voraussetzung für diese Aktion "Freundschaftspreis": Man muss selber tanken und darf sich nicht bedienen lassen. Die Aktion gilt nur auf den Autobahnen, die zur Autostrade per l'Italia gehören, zum größten Autobahnnetz Italiens. Rund 40 Tankstellen von ENI, ERG, IP, Q8, Shell und Total beteiligen sich an der Aktion, die von Juli bis Ende August läuft. Eine Übersicht der teilnehmenden Tankstellen findet man unter folgendem Link: http://www.autostrade.it/AreaAmica/trova-PrezzoAmico.html
Zu dieser ungewöhnlichen Aktion haben sich die Autstrade per l'Italia, die Raststätten und die genannten Mineralölmultis zusammengetan, um den Autofahrern und Autofahrerinnen preislich entgegenzkommen. An den Autobahnen werden die Tankstellen mit einer grünen Tafel ausgeschildert.
Aufgepasst Urlauber mit Diesel-Fahrzeugen: Derzeit kostet Diesel auf Österreichs Autobahnen meistens 1,289 Euro. So auch in Kärnten, knapp vor der Grenze zu Italien: Kurz nach der Grenze, bei der Tank- stelle Tamoil, auf der Autobahnraststätte Campolio, wird heute für Diesel nur 1,248 verlangt, obwohl diese Tankstelle nicht zu den Freunden des Preises zählt. "Man kann sich nicht automatisch darauf verlassen, dass Diesel auf Italiens Autobahn immer teurer und in Österreich immer günstiger ist", rät der ARBÖ. Wer mit Benzinautos fährt, steigt jedenfalls in Österreich am günstigsten aus.
Ringstraße während des Events gesperrt
Am kommenden Samstag geht das Open-Air Streetfestival 2010 über die Bühne. 13 Trucks, die sich dem Motto "Spaß und Lebensfreude" verschrieben haben, sowie rund 200.000 Besucher werden die Ring- straße zur größten Tanzfläche verwandeln. Deshalb wird die Ring- straße nach Angaben des ARBÖ ab etwa 13 Uhr zwischen dem Schwarzenbergplatz und der Schottengasse bis zirka 22 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt werden.
Die Autofahrer werden über den Schwarzenbergplatz, der Lothringer- straße, weiter über die Friedrichstraße, den Getreidemarkt, der 2-er- Linie und der Universitätsstraße umgeleitet. Ebenso von der Ring- sperre betroffen sind die Straßenbahnlinie 1, 2 und D sowie die Autobus linie 2A die kurzgeführt beziehungsweise umgeleitet werden.
"Durch das Streetfestival wird der Ring in dieser Woche bereits zum 2. Mal innerhalb von 4 Tagen gesperrt. Auf den Ausweichstrecken wird es trotz Samstagnachmittag zu Staus und Verzögerungen kommen. Wir raten deshalb die Ringstraße am Samstag zu meiden. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man den Ring großräumig umfahren", so die ARBÖ- Verkehrsexperten.
Nicht nur im ersten Halbjahr, sondern auch im Juli waren die Treib- stoffe in Österreich teurer als im Vorjahr, meldet der ARBÖ. So kostete Diesel pro Liter im Schnitt 1,095 Euro und damit um 12 Cent oder 12,3 Prozent mehr als im Juli vorigen Jahres. Für Eurosuper 95 musste man im Schnitt 1,186 Euro berappen, also um 10,7 Cent oder 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Vergleicht man die Entwicklung der heimischen Spritpreise im Juli nicht mit dem Vorjahr, sondern mit dem Vormonat Juni, so ist ein leichter Rückgang der Bruttopreise um 1,5 Prozent bei Eurosuper und 1,7 Prozent bei Diesel spürbar. "Allerdings sind die Preise in Rotterdam in diesem Monat noch deutlicher zurückgegangen, als die heimischen Spritpreise. Eurosuper sank um 5,1 Prozent, Diesel um 5,7 Prozent. Es ist den Mineralölfirmen also gelungen, sich auf dem Rücken der Auto- fahrer und Autofahrerinnen ein Körberlgeld zu holen", kritisiert der ARBÖ. Einmal mehr wurden die Preissenkungen von Rotterdam nur halbherzig an die Kunden in Österreich weitergegeben.
Rohöl der Sorte Brent hat sich heuer im Juli im Schnitt von 74,87 auf 75.51 Dollar verteuert, um geringfügige 0,8 Prozent mehr (Die richtige Teuerung kam erst im August). In Euro beläuft sich die Teuerung von 59,22 auf 61,31 Euro, also auf 3,5 Prozent.
Staus und Verzögerungen werden nicht ausbleiben
Der französische Star-DJ David Guetta gibt am Freitag, 13. August mit einem Open-Air Konzert das Highlight des Jahres für Technofans am Schwarzl-Freizeitzentrum. Seine Alben ?Blaster? und ?Just a little more love?, sowie die Hits ?I Gott a Feeling" und "One Love? sind natürlich mit im Gepäck. Zehntausende Fans werden zum Konzert-beginn zumeist mit dem eigenen Fahrzeug in die Nähe von Graz anreisen. Staus und lange Verzögerungen werden daher nicht aus- bleiben, warnen die Verkehrsexperten des ARBÖ.
Lange Verzögerungen sollten die Konzertbesucher vor allem auf der Pyhrnautobahn (A9) vor den Ausfahrten Schachenwald und Schwarzl- see sowie auf der Südauto- bahn (A2) vor der Ausfahrt Feldkirchen und dem Knoten Graz/West einplanen.
?Wer auf dieses Event nicht verzichten möchte und mit dem eigenen Auto fährt, sollte auf jeden Fall früher anreisen. Denn neben der Anreise könnte auch die Park- platzsuche trotz ausgefeiltem Park- konzept nerven- aufreibend sein?, so Sandra Ivancok vom ARBÖ- Informationsdienst.
Vor allem Transitrouten in Westösterreich Samstag und Sonntag betroffen
Am kommenden Wochenende müssen die Schülerinnen und Schüler aus den deutschen Bundesländern Hamburg, Hessen, dem Saarland und Rheinland Pfalz wieder die Schulbank drücken. Viele werden aus dem Süden wieder in Richtung Heimat strömen. Die Heimreise wird sich vor allem am Samstag für zahlreiche Autofahrer in Westösterreich sehr schwierig gestalten, warnen die Verkehrs- experten des ARBÖ.
Die wahrscheinlichsten Staupunkte haben die Verkehrsexperten des ARBÖ kurz zusammengefasst:
* Brennerautobahn (A13), vor der Mautstelle Schönberg
* Fernpass-Bundesstraße (B179) vor dem Lermooser- und dem Grenztunnel
Vils/Füssen
* Inntalautobahn (A12), im Großraum Innsbruck
* Rheintalautobahn (A14), vor dem Pfändertunnel bei Bregenz
* Tauernautobahn (A10), Richtung Salzburg, vor dem Tauerntunnel und
Katschbergtunnel
Im benachbarten Ausland werden die Autofahrer vor allem in Südtirol auf der Brennerautobahn (A22), vor der Mautstelle Sterzing und in Bayern auf der Verbindung München-Salzburg (A8) vor dem Autobahnkreuz Inntaldreieck sowie zwischen Bad Reichenhall und Salzburg viel Geduld benötigen. Aber auch in den anderen Teilen von Italien wird zu dutzenden Kilometer Stau kommen. Grund hierfür ist der Beginn von Ferragosto am kommenden Wochenende. Staus auf den Ausfallstrecken der Großstädte werden ebenso wie stundenlange Verzögerungen rund um die Badeorte, wie Bibione, Carlo, Grado und Jesolo, Rimini unvermeidbar sein.
" Vor allem vor den Tunnelportalen werden Blockabfertigung, längere Staus und Verzögerungen nicht zu vermeiden sein. Auch auf den Ausweichstrecken wird ein Weiterkommen zum Teil nur sehr langsam möglich sein. Wir raten daher vor allem den Samstag und Sonntagnachmittag als Reisezeitpunkt zu meiden. Falls das nicht möglich ist, sollte man möglichst früh oder spät die Heimreise anzutreten", rät ARBÖ-Verkehrsexpertin Sandra Ivancok abschließend.
Auch bei der Preisauszeichnung sind weitere Verbesserungen nötig
Das Zustandekommen der Spritpreise ist intransparenter denn je, stellt der ARBÖ fest und bekräftigt damit die jüngste Kritik der Bundeswettbewerbs- behörde. Anders als von ihnen jahrelang behauptet, halten sich die Mineralöl- firmen bei den Treibstoffpreisen nicht generell an die Spotmarktpreise in Rotterdam, sondern verrechnen immer wieder Ferien- und Feiertagszuschläge. Jüngstes Beispiel: Zu Ferienbeginn gab es bei Diesel einen Ferienzuschlag von bis zu 6,5 Cent pro Liter.
Bei sinkenden Preisen in Rotterdam und steigenden Preisen in Österreich
redet sich die Branche nun auf Angebot und Nachfrage auf dem heimischen
Treibstoffmarkt aus, sprich auf erhöhte Nachfrage zu Ferienbeginn. "Erstens
kann sich die Branche für ein volkswirtschaftlich so wichtiges Produkt nicht einfach willkürlich ihre Preisfindungskriterien aussuchen. Zweitens müssten die Spritpreise nach diesem neuen Kriterium jedes Mal sinken, wenn lange Wochen -enden und Ferien vorbei sind. Drittens bräuchte es neue Kontroll- mechanismen, um von Konsumentenseite her überprüfen zu können, wiesich Angebot und Nachfrage tatsächlich entwickeln", fordert der ARBÖ.
Aber nicht nur das Zustandekommen der Spritpreise ist intransparent, sondern auch die Darstellung der Spritpreise bei den Tankstellen. "Wenn sich der Preis für ein Produkt mehrmals am Tag ändert, wird dem Konsumenten das Ver- gleichen der Preise sehr schwer gemacht. Es gibt kein einziges vergleichbares Produkt, bei dem sich die Preise so häufig ändern. Preisvergleiche sind jedoch das Um und Auf für Wettbewerb."
Erschwert wird das Vergleichen der Spritpreise auch dadurch, dass man sich
- oft während des Fahrens - eine Zahl mit drei Nachkommastellen merken und
sich die Unterschiede zu den anderen Tankstellen ausrechnen muss. Daher
fordert der ARBÖ seit Langem, die Preisauszeichnung auf zwei Nachkomma- stellen zu verkürzen, sodass einem die Preisunterschiede leichter ins Auge springen. Bessere Preisvergleiche sind auch möglich, wenn die einzelnen Spritsorten (Diesel, Eurosuper, etc.) bei allen Tankstellen stets in der gleichen Reihenfolge angeschrieben sind. Der ARBÖ geht davon aus, dass Wirtschaft- sminister Mitterlehner seine Ankündigungen so rasch wie möglich in Taten umsetzt, das heißt die per Jahresende auslaufende Tankstellenverordnung verlängert und die Preisauszeichnung vor den Tankstellen durch zweistellige Nachkommastellen und gleiche Reihenfolge der Spritsorten verbessert.
Der ARBÖ erinnert daran, dass die Mineralölfirmen eine freiwillige Einführung der genannten Verbesserungen stets abgelehnt hat. "In Abwandlung von Goethes Spruch kann man sagen: Bist du nicht willig, so braucht es ein
Gesetz", so der ARBÖ.
Sperren und lange Verzögerungen am Mittwoch in der Kärntner
Landeshauptstadt
Am Mittwoch, den 11. August, trifft das österreichische Fußball-Team in einem freundschaftlichen Ländermatch auf die Schweiz er Fußballauswahl. Austragungsort des Matches gegen die "Nati" ist das Klagenfurter Stadion. Zum Anpfiff um 20:30 Uhr werden zwischen 15.000 und 20.000 Zuschauer erwartet. Der Besucherandrang wird zu Sperren und Staus rund um das Stadion führen, warnen die Verkehrsexperten des ARBÖ.
Parkplätze direkt beim Stadion werden nur Behinderten und Fahrzeuglenkern
mit einer ÖFB-Tageskarte zur Verfügung stehen. Dadurch wir der Südring
zwischen der Süduferstraße und der Waidmannsdorfer Straße zwischen 17.30
Uhr und dem Abpfiff gesperrt. Für Besucher, die mit dem eigenem PKW
anreisen, sind rund 2.000 Parkplätze auf der Südautobahn (A2) im Bereich
der Abfahrt Klagenfurt-West im Bereich Minimundus eingerichtet. Von dort
verkehren Gratis-Shuttle-Busse zum Stadion beziehungsweise nach dem Match
zu den Parkplätzen. Staus und längere Verzögerungen werden voraussichtlich
auf den Umleitungsstrecken zum gesperrten Südring und bei den Parkplätzen
nicht ausbleiben.
"Wir raten den Match-Besuchern soweit als möglich auf die öffentlichen
Verkehrsmittel umzusteigen. Mit der Match-Karte kann man die Öffis in
Klagenfurt gratis benutzen. Fußball-Fans aus Kärnten können die Anreise mit
dem Postbus nutzen. Die Postbus-AG bietet Kombikarten mit der An-und
Abreise inklusive Match-Karte auf insgesamt 7 Routen aus ganz Kärnten an",
so ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider abschließend.
Prachtstraße am Mittwoch für rund 6 Stunden gesperrt
Am kommenden Mittwoch macht der Motorrad-WM-Zirkus Station in Wien. Bereits zum dritten Mal heißt dann "MotoGP meets Vienna". Stars wie Jorge Lorenzo, Ex-Weltmeister Nicky Hayden oder Gabor Talmacsi, stellen Ihr Können wieder unter Beweis. Aus diesem Grund wird die Wiener Ringstraße im Bereich zwischen Burgtheater und Parlament von 10 bis 16 Uhr gesperrt, berichten die ARBÖ-Verkehrsexperten.
Die Stars werden aber nicht nur ihre Maschinen vor der Showbühne im Bereich des Burgtheater zur Schau stellen, sondern ab 13 Uhr eine Runde um den Ring und den Franz-Josefs-Kai drehen. Im Zuge der Ringrunde werden die Fahrer von der Polizei eskortiert. Durch die Ringsperre ergibt sich eine Kurzführung der Ringstraßenlinien 1,2 und D. Die Vienna-Ring-Tram wird den Betrieb zwischen 10 und 16 Uhr voraussichtlich einstellen.
"Durch den großen Besucherandrang raten wir den Autofahrern entweder den Ring im speziellen und die Innenstadt im Allgemeinen großräumig zu umfahren. Denn auch die Ausweichstrecken werden vermutlich überlastet sein. Alle, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen, sollten auf die U-Bahnlinien umsteigen", rät Sandra Ivancok vom ARBÖ-Informationsdienst.
Kult-Auto und Kult-Moped zum 7. Mal vereint
Ein alter Käfer mit Modelleisenbahn auf der Hutablage? Eine Rheumaklappe statt Klimaanlage? Wer solche Kuriositäten leibhaftig bewundern möchte, der ist beim traditionellen Käfertreffen gut aufgehoben. Am 21. August 2010 heißt es bereits zum 7. Mal: "Käfer trifft Vespa". Der ARBÖ Leopoldstadt und die Käfer Freunde Österreich, sowie der Vespa Club Wien veranstalten das Treffen der Kult-Fahrzeuge.
Von 9 bis 19 Uhr gibt es daher am Olympiaplatz in 1020 Wien ein buntes Rahmenprogramm: Neben zahlreichen alten Käfern und Vespas die es zu Bestaunen gilt werden Infostände, ein Ersatzteil-markt, und zahlreiche Live-Acts geboten. Auch Kinder können sich über einen Besuch freuen, denn eine Luftburg, sowie Kinderanimation stehen auf dem Programm. Der ARBÖ Leopoldstadt freut sich auf zahlreiche Gäste!
Urlauberreiseverkehr sorgt für Staus und stundenlange Verzögerungen
Der Reiseverkehr sorgte auch heute wieder für kilometer- lange Staus. In Salzburg wurden die Urlaubermassen seit ca. 4 Uhr früh vor dem Tauerntunnel in Richtung Villach nur mehr blockweise abgefertigt. Da hieß es für die Autofahrer Geduld und Nerven bewahren, denn die Wartezeit betrug über eine Stunde. Um 6 Uhr früh wurden laut ersten Informationen des ARBÖ rund zehn Kilometer Stau vor Ort gemessen. Die Verkehrsexperten rechnen in den nächsten Stunden auch vor dem Katschbergtunnel mit kilometer- langen Staus. Ebenso auf den Aus- weichstrecken wie der Katschbergbundesstraße (B99), sowie über den Felbertauern oder der ÖBB-Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz werden die Reisenden mit Staus und Verzögerungen rechnen müssen, so der ARBÖ abschließend.
Jahrelange Kritik des ARBÖ anhand konkreter Beispiele zeigt endlich Wirkung
Jahrelang hat der ARBÖ anhand von ganz konkreten Fallbeispielen unermüdlich nachgewiesen, dass sich die Mineralölfirmen bei den Spritpreisen nicht an die Groß- handelspreise in Rotterdam halten, sondern immer wieder Extra-Zuschläge vor langen Wochenenden und vor der Reisesaison draufschlagen. "Jetzt hat die Bundeswett- bewerbsbehörde diese Kritik des ARBÖ auch amtlich bestätigt. Wir fordern die Politik auf, rasch Konsequenzen zu ziehen, um diese Praktiken schleunigst abzustellen", fordert Lydia Ninz von der ARBÖ Interessensvertretung, vor allem in Richtung Wirtschaftsministerium.
Immer wieder hat der ARBÖ, nicht nur in den Medien, sondern auch vor der Bundeswettbewerbsbehörde, im Wirtschaftsministerium und vor der Bundeswettbewerbs-kommission auf die üblen Praktiken bei den Spritpreisen hingewiesen und vorgerechnet, wie sich der Unterschied zwischen den Notierungen in Rotterdam und den Österreichischen Durchschnittspreisen bei Diesel und Eurosuper verändert haben.
Der dichte Urlauberrückreiseverkehr und eine Lkw-Unfall ergaben heute Nachmittag die perfekten Zutaten für eine Sperre des Tauern- tunnels sowie kilometerlange Staus. Gegen 14:30 Uhr betrug der Stau vor dem Tauern- und dem Katschbergtunnel in Richtung Norden rund 10 Kilometer. Dies entsprach nach Angaben des ARBÖ einer Warte- zeit von rund 2 Stunden. In der Gegenrichtung mussten sich die Auto- fahrer rund 30 bis 45 Minuten gedulden.
Gegen 12:45 Uhr platzte bei einem Lkw im einröhrigen Tauerntunnel in voller Fahrt ein Reifen. Herumfliegende Reifenteile beschädigten die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Schwerfahrzeuges. Im Zuge der Bergungs - und Aufräumungsarbeiten wurde der Tauern- tunnel bis ca. 13:15 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Im Zuge des dichten Urlauber-Rückreiseverkehrs bildete sich binnen weniger Minuten ein kilometerlanger Rückstau vor dem Südportal. Um den Verkehr besser zu bewältigen wurden sowohl vor dem Tauerntunnel als auch vor dem Katschbergtunnel die Fahrzeuge in Richtung Salzburg nur mehr blockweise abgefertigt.
" Die Autofahrer konnten den Staus über die Katschbergbundesstraße (B99) beziehungsweise die ÖBB-Tauern- schleuse Böckstein-Mallnitz ausweichweichen. Die lokalen Ausweichstrecken kamen aber für viele im Stau nicht in Frage,da außergewöhnlich viele Wohnwagengespanne auf der Tauernautobahn (A10) unterwegs waren", berichtet ARBÖ- Verkehrsexperte Thomas Haider.
ARBÖ-Verkehrsdienst auch am Wochenende wieder voll im Einsatz
Am kommenden Stau-Wochenende sind die ARBÖ-Stau- berater auf ihren Motorrädern wieder voll im Einsatz - in Tirol, wie in Salzburg. "Wir verstehen uns als Helfer und fahrende Informanten", erzählt Markus Herrmann, der als Einsatzleiter das ARBÖ-Team auf zwei Rädern koordiniert.
"Unsere wichtigste Aufgabe ist, Leute vor Ort zu informieren. Wer zwanzig Minuten im Stau steht, ohne zu wissen warum, ist dankbar, von uns zu hören, dass es weiter vorne zum Beispiel einen Unfall gegeben hat oder es noch eine Stunde dauern wird, bis man durch den Tauerntunnel fahren kann", erklärt der erfahrende Kopf des "ARBÖ-Verkehrsdienstes" - wie die Stauberater ganz offiziell heißen. "Wenn's ganz schlimm zugeht, müssen wir den Leuten auch sagen, dass sie eine Stunde am Brenner, plus zwei Stunden bei der Mautstelle in Sterzing und eine weitere Stunde vor Verona zu warten haben." Die eine oder andere Familie mit Kindern haben die ARBÖ- Stauberater in solchen Fällen schon überreden können, "in Innsbruck Ost abzufahren, um beim Baggersee eine längere gemütliche Rast einzulegen und erst gegen Abend weiterzufahren."
Aber "Stauopfer" ist nicht gleich "Stauopfer": "Urlauber, die über die Tauernautobahn (A10) fahren, haben viel mehr Geduld, als Urlauber auf der Brenner Autobahn (A13). Alle die über die Tauernautobahn müssen, rechnen mit Staus und haben alles mit: Vom Picknick-Korb bis zum Federballspiel," plaudert Herrmann aus der Praxis. Mit kühlen Getränken und Kinder- spielen zu Hilfe kommen die Stau- berater daher in erster Linie all jenen Einheimischen, die mehr oder weniger unvorbereitet zum Stauopfer werden "Also zum Beispiel eine Mutter, die nur kurz über die Autobahn zum See fahren will und nun wegen einesUnfalls stundenlang mit ihrem zappeligen Kindern durchhalten muss."
Besonders gefragt sind die Frauen und Männer vom ARBÖ- Verkehrsdienst bei Unfällen. "Wir sind flott, wendig und kommen überall durch." Pfeilschnell sind die geschulten ARBÖ-Helfer am Ort des Geschehens und können Erste Hilfe leisten. "Und für den Fall des Falles ist der Defibrillator immer mit dabei", so Herrmann.
Rückfragehinweis: ARBÖ Tirol Rabeder Kathrin 0512/345 123 Tel.: 0512/345 123-19 mailto:kathrin.rabeder@arboe.at http://www.arboe.at
Utl.: iPhone-Applikation zeigt die günstigen Tankstellen und ARBÖ- Prüfzentren in ganz Österreich
Teuer tanken muss nicht sein! Was haben kostenbewusste Kraft-fahrerinnen und Kraftfahrer also in Zukunft auf Ihrem iPhone? - iSprit, die neue Spritpreis-Applikation des ARBÖ.
Mit der kostenlosen App finden Sie die günstigsten Tank- stellen in Ihrer Nähe - egal, wo Sie sich gerade in Österreich befinden. Mit nur wenigen Klicks führt sie das Navigationsprogramm zum günstigsten Sprit. Die App zeigt Ihnen nicht nur den aktuellen Preis der Tank- stellen, sondern auch die Öffnungszeiten. Denn es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als einen günstigen Treibstoffpreis in der Nähe zu finden und die Tankstelle sperrt einem quasi vor der Nase zu. Und nicht nur das, Sie sehen auf einen Blick, wenn die ausgesuchte Tankstelle bereits geschlossen ist. Die Applikation bietet dem User auch die Möglichkeit, an der Spritpreisbörse auf einfachste Weise mitzuwirken: Wenn der User einen aktuellen Spritpreis melden möchte oder eine neue Tankstelle, so muss er dazu einfach ein Foto von der Anzeigentafel machen und absenden.
Was tun, wenn das Fahrzeug mal etwas mehr als nur billigen Sprit braucht? Auch hier kann iSprit helfen. Ein Klick genügt und schon zeigt Ihnen die App das nächste ARBÖ-Prüfzentrum in Ihrer Nähe. Natürlich kann man auch alle Kontaktdaten und Öffnungszeiten der ARBÖ-Prüfzentren abrufen. Alles in allem ist iSprit der perfekte Begleiter für alle Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer in Österreich. Und das kostenlos, da der ARBÖ diese App gratis zum Download im App-Store anbietet.
Weitere Infos und eine kurze Beschreibung der Funktionen von iSprit finden Sie unter http://www.arboe.at/iphone.html.
Utl.: Langfristige Maßnahmen mit langfristiger Wirkung besser, als unausgegorene Umweltzonen einzuführen - Studie bestätigt: Wirkung einer Umweltzone ist nicht gegeben
"Langfristige Maßnahmen, mit langfristiger Wirkung sind anzudenken, um eine spürbare Emissionsreduktion zu erzielen.Eine Umweltzone bringt eine geschätzte Emissions -reduktion von 1,26 Prozent. Von einer solchen Zone hat man also, ein Jahr ohne Abänderungen derBedingungen, nur geringsten Nutzen", so Hans Marcher, Landesgeschäfts -führer des ARBÖ Steiermark. Ein "Schnellschuss" Umwelt- zone würde daher in die komplett falsche Richtung losgehen.
"Gut durchdachte Lösungen in Zusammenspiel von Mobilität und Umwelt würden auf Dauer mehr bringen, als ein Schnellschuss, der obendrein in die ganz falsche Richtung losgeht", ist Marcher aufgrund einer aktuellen Studie des JOANNEUM RESEARCH überzeugt. "Wie wir vermutet haben, hätte eine Grazer Umweltzone eine enorm negative Auswirkung auf den Handel und Tourismus. Sogar als Jobkiller gilt sie mittlerweile." Umsatzeinbußen für Handel und Tourismus in der Höhe von 430 Mio. Euro, sowie ein horrender Beschäftigungs- rückgang sind prognostiziert. Wenn man an der Planung einer Umweltzone festhält, könnte das andere Städte freuen, denn viele werden es sich zweimal überlegen nach Graz zu kommen. "Die Studie besagt eindeutig, dass eine Wirkung nicht gegeben ist", so der Landesgeschäftsführer des ARBÖ Steiermark. Autofahrerinnen und Autofahrer würden obendrein vor enormen Finanzierungskosten für einen vorzeitigen Fahrzeug- wechsel, einer erhebliche Wertminderung ihrer Gebrauchtfahrzeuge, sowie Nachrüst- und Umweltplakettenkosten stehen.
"Das alles müssten die Grazerinnen und Grazer auf sich nehmen, damit schlussendlich eine Emissionsreduktion im Verkehr um 1,26 Prozent bewirkt wird? - Das kann nicht der Preis für eine derart geringe Wirkung sein!", ist Marcher vom ARBÖ Steiermark überzeugt. Jeder, der mit diesem Schildbürgerstreich für Autofahrerinnen und Autofahrern nichts anfangen kann, hat die Möglichkeit, dagegen beim ARBÖ zu unterschreiben:
http://www.arboe.at/umweltzone.html
Staus im Westen durch Urlauber scheinen vorprogrammiert
Schon letztes Wochenende wurde der Urlauberreise-verkehr in Richtung Süden auf den Transitrouten in West -österreich zu einer wahren Belastungsprobe für die Autofahrer. Der Grund war der Sommerferien-Beginn im bevölkerungsreichsten deutschen Bundes- land Nordrhein-Westfalen. Auch der kommende Samstag verspricht für so manches Kopfzerbrechen zusorgen, wenn die zweite Reise -welle aus NRW nach beziehungsweise durch Österreich rollt. Die längsten Staus werden wieder einmal von den Transitrouten in Westösterreich gemeldet werden müssen, sind sich die ARBÖ-Verkehrsexperten sicher.
Vor allem vor dem Nordportal des Tauerntunnel zwischen Flachau- winkel und Zederhaus auf der Tauernautobahn (A10) muss ab den Morgenstunden mit Blockabfertigung gerechnet werden. Auch Bau- stellen im Bereich Golling und Pass Lueg sowie zwischen dem Tauern- tunnel und Zederhaus werden das ihre zu stundenlangen Wartezeiten beitragen. Ausweichen können die Reisenden unter anderem über die mautpflichtigen Felbertauernstraße (B108) oder die Großglockner- hochalpenstraße (B107). Als lokale Ausweichstrecken bieten sich die ÖBB- Tauern- schleuse zwischen Böckstein und Mallnitz sowie die Katschberg Bundesstraße (B99) an. Diese Ausweichalter- nativen kommen allerdings nur Fahrzeuglenker, die ohne Anhänger unterwegs sind, in Frage.
In Tirol warnt der ARBÖ auf der Brennerautobahn (A13) vor Staus und langen Verzögerungen. Vor der Mautstelle Schönberg werden die Autofahrer in Richtung Süden nur sehr langsam vorankommen. Im weiteren Verlauf müssen die Reisenden in Südtirol auf der Brenner- autobahn (A22) Richtung Bozen mit Wartezeiten rechnen. Staupunkt und Nadelöhr wird hier die Mautstelle Sterzing/Vipiteno sein.
Weniger stark frequentiert als am letzte Wochenende, aber dennoch sehr stark befahren von langen Verzögerungen "befallen" wird die Fernpass-Bundesstraße (B179) vor dem Grenztunnel Vils/Füssen und dem Lermoosertunnel sein, sind sich die ARBÖ-Verkehrsexperten abschließend sicher.
Rund 20.000 Teilnehmer sorgen für Staus und Verzögerungen im Abendverkehr
Zur Demo gegen die Diskriminierung von Menschen zu setzen, die TrägerInnen des HI-Virus sind, werden rund 20.000 Teilnehmer erwartet. Im Zuge des Marsches wird die Ringstraße in den Abend- stunden rund 3,5 Stunden gesperrt, berichten die Verkehrsexperten des ARBÖ.
Ab 18.30 Uhr werden sich die Demonstranten am Dr. Karl-Lueger - Ring und dem Schottenring im Bereich zwischen Grillparzer- straße bis Hohenstaufengasse sammeln. Der Abmarsch ist gegen 19:30 Uhr geplant. Der Marsch wird über den Ring bis zum Heldenplatz führen. Dort findet als Abschluss und Höhepunkt ein Auftritt der schottischen Sängerin und Songwriterin Annie Lennox statt.Im Zuge des Menschen - rechts-Marsches wir die Ringstraße von ca. 18 bis ca. 21:30 Uhr zwischen dem Franz-Josefskai und der Operngasse für den gesamten Verkehr gesperrt. Der Verkehr wird nach Informationen des ARBÖ über die Operngasse und den Getreidemarkt sowie die 2-er-Linie, die Universitäts- straße und Maria-Theresia-Straße umgeleitet. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel werden von der Ringsperre betroffen sein. Die Straßenbahnlinien 1,2 und D werden kurzgeführt beziehungsweise umgeleitet. Die Vienna Ring Tram wird den Betrieb im Laufe des Nachmittags ebenfalls einstellen.
"Wir raten den Autofahrern die City zu meiden und großräumig zu umfahren. Staus auf der Ausweichstrecke werden durch den Abendverkehr sicherlich nicht ausbleiben. Für Wege in die City sollte man möglichst auf die U-Bahnlinien U1, U2, U3 und U4 umsteigen", rät ARBÖ-Verkehrsexpertin Sandra Ivancok abschließend.
16.7.2010 - ARBÖ-Pannendienst: Batterien sterben den Hitzetod
Utl.: Bis zu 50 Prozent mehr Panneneinsätze österreichweit
Die Techniker des ARBÖ-Pannendienstes schwitzen derzeit um die Wette: Bis zu 50 Prozent mehr Einsätze verzeichnen sie auf den glühendheißen Straßen österreichweit. Und überall das gleiche Bild: Batterien, die den Hitzetod sterben, überhitzte Motoren, Reifenpannen, Falschtanker und eingesperrte Autoschlüssel.
Die Hitze setzt allen zu: Mensch, Tier und Maschine. Auf der "Hitliste der Panneneinsätze" an allererster Stelle steht die Autobatterie. Denn so, wie sie mit extremer Kälte ihre Probleme hat, ist es auch mit extremer Hitze. Und dann "schwingen" die Techniker des ARBÖ- Pannendienstes ihre Starthilfe-Kabel und versuchen die fahrbaren Untersätze der verzweifelten Mitglieder wieder flott zu bekommen.
Die Hitze macht Autofahrer aber auch unkonzentrierter und schusseliger: "Viele sind nervöser, wollen nur schnell zur nächsten Abkühlung", so die Erfahrungen der ARBÖ-Techniker. Die fatalen Folgen: In der Hitze des Gefechts greifen manche zum falschen Zapfhahn und tanken Diesel anstatt Benzin. Andere sperren sich bei diesen Saunatemperaturen aus.
Auffälligkeit bei Pannen auf Autobahnen: Kaputte Reifen. Wenn schnelle Autobahnfahrten mit einem voll beladenen Fahrzeug und geringem Reifenluftdruck zusammentreffen, muss früher oder später mit einer Reifenpanne gerechnet werden. Da der Reifen zu stark arbeiten muss, überhitzt er sich und kann über kurz oder lang "kollabieren". Besonders hoch ist dieses Risiko bei älteren Reifen, so die ARBÖ-Techniker. Viele Panneneinsätze betreffen auch Reifen- pannen bei Fahrzeugen, die mit Winterpneus unterwegs sind. Bei Hitze erhöht sich der Abrieb bei Winterreifen erheblich, der Gummi verliert seinen optimalen Grip, Reifenschäden sind vorprogrammiert.
Und die höchstpersönlichen Hitzetipps der schwitzenden ARBÖ- Pannenhelfer? - "Trinken, Trinken, Trinken - am besten Wasser. Die Klimaanlage nicht zu stark runterdrehen, um beim Aussteigen keinen Hitzeschock zu erleiden. Und das Wageninnere lüften, bevor man einsteigt."
Autoschlüssel im versperrten Auto und Unfall in Kalabrien
Seit Jahren kauft sich Luis B. (Namen geändert) beim ARBÖ einen Sicherheits-Pass, bevor er in den Urlaub fährt. "Heuer haben sich die 34,90 Euro gleich doppelt ausgezahlt", freut sich der gebürtige Niederösterreicher nach überstandenen Strapazen. Statt unbeschwerte Urlaubsfreuden zu genießen, wurden er und seine Lebens- gefährtin von einer doppelten Pechsträhne verfolgt: Schlüssel in Auto - Türen zu und Knöchelbruch.
Die Pannenserie begann kurz nach dem Start in den Urlaub. Ganz traditionell hatte sich das Paar mit dem Auto auf den Weg nach Italien gemacht. Das wilde Apulien war das Ziel, ganz unten am "Stiefelabsatz". Passiert ist es bei einem Tankstopp auf der Auto- bahn südlich von Ancona. "Wir haben ein Mittagsschläfchen gemacht und sind danach ausgestiegen, um einen Café zu trinken," erzählt B.. "Jeder hat angenommen, dass der andere den Autoschlüssel mitnimmt", fügt seine Lebensgefährtin hinzu.
Dem war aber nicht so. Da B. während des Nickerchens händisch die Zentralverriegelung aktiviert hatte, waren alle Türen bombenfest zu - und der Schlüssel drin. Da auch beide Handys im Auto eingeschlossen waren, nahmen die geschockten Urlauber via Telefon -zelle Kontakt mit dem ARBÖ-Notruf auf. Trotz des italienischen Staatsfeiertages konnte mit Hilfe eines Tankwartes rasch via ARBÖ Hilfe gerufen werden. Ein paar Handgriffe später waren die Autotüren wieder offen - und die Urlaubsfahrt ging weiter.
Ein paar Sonnentage konnten unbeschwert genossen werden, bevor das Pech erneut zuschlug: Auf dem Weg zum Strand rutschte Luis B. aus und verknöchelte sich das linke Bein. Da er zunächst keine Schmerzen spürte, wollte er die Sache mit kalten Umschlägen aus der Welt schaffen. Rasch wurde aber klar, dass eine Untersuchung im Krankenhaus notwendig war. Die Hiobsbotschaft: Komplizierter Knöchelbruch - ehestmögliche Operation erforderlich. Den restlichen Urlaub mussten sich die Österreicher abschminken. Den Plan, in drei Tages- etappen mit dem Mietauto fast 1.800 Kilometer nach Österreich zu "zuckeln", wurde rasch verworfen. Zu beschwerlich mit dem dicken Liegegips, zu schmerzhaft für den auf Krücken angewiesenen Patienten. Also: Erneut wurde der ARBÖ-Reisenotruf eingeschalten.
Nach ärztlicher Abklärung war klar, dass ein Straßentransport aus medizinischen Gründen nicht infrage kam. Dann ging es Schlag auf Schlag: Luis B.: "Unglaublich. Schon am nächsten Tag saß ich im Linien- flug von Süditalien nach Rom und von dort weiter nach Wien. Die Rettungskette klappte wie am Schnürchen!" Um 5.40 Uhr stand im Kleinstflughafen nicht nur das Flugzeug bereit, sondern auch noch ein Fahrzeug mit Hebebühne, mit der Herr B. in den Flieger gehievt wurde. Dasselbe wiederholte sich in Rom und in Wien, wo Herr B. von einem Krankentaxi ins Landesklinikum Wiener Neustadt überführt wurde.
Vier Tage nach seiner Landung in Wien wurde Herr B. im Krankenhaus Mödling operiert. Nun muss er sechs Wochen Liegegips ertragen. Viel Zeit zum Sinnieren: "Ich hatte zwar doppeltes Pech, aber dafür dreifaches Glück: Zwei Mal durch den ARBÖ und ein Mal durch die tüchtigen Ärzte in Mödling. Dafür möchte ich mich einfach nur bedanken!"
Die Kosten des Rücktransportes in der Höhe von rund 1.370 Euro wurden gänzlich durch den ARBÖ- Sicher-heits-Pass abgedeckt.
Der größte Berglauf Österreichs - der Großglockner Berglauf - findet am kommenden Sonntag bereits zum elften Mal statt. Auch wenn der rund 13 Kilometer lange Lauf zumeist über "Stock und Stein" führt, werden nach Einschätzungen des ARBÖ Behinderungen auf der Großglockner Hochalpenstraße (B107) nicht ausbleiben.
Der Start erfolgt um 10:00 Uhr in Heiligenblut in Kärnten. Das Ziel ist die Kaiser Franz-Josefs-Höhe auf 2.370 m Seehöhe. An die 1.000 Teilnehmer werden sich dieser ultimativen Herausforderung von 12,7 km und 1.514 Höhenmeter stellen. "Die Autofahrer die sich auf der Großglockner Bundesstraße (B107) befinden sollten jederzeit mit querenden Läufern rechnen und mit besonderer Vorsicht unterwegs sein. Außerdem sollten unbedingt die gegebenen Tempolimits ein- gehalten werden", rät Alexandra Goga vom ARBÖ-Informations- dienst.
Zum fünfzehnten Mal findet das Rockfestival "Forestglade" in der burgenländischen Idylle, Wiesen, statt. Dieses Jahr werden Stars wie, Die Fantastischen 4, The Cranberries und Everlast erwartet. Aufgrund der Star-Besetzung wird nach Einschätzungen des ARBÖ mit einem großen Andrang gerechnet.
Einiges an Geduld wird vor allem vor der Ausfahrt Bad Sauerbrunn auf der Mattersburger Schnellstraße (S4) und Mattersburger Landes- straße (L219) gefragt sein. Längere Verzögerungen sollten Festival- besucher, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, auch vor dem Knoten Wiener Neustadt, auf der Südautobahn (A2), einplanen. "Wer nicht mit dem eigenen Fahrzeug in die 'Erdbeermetropole' des Burgenlandes anreisen will, kann auf die Bahn ausweichen. Vom Bahnhof Wiesen/Sigleß verkehren kostenlose Shuttlebusse zum Festivalgelände", weiß ARBÖ-Verkehrsexpertin Alexandra Goga.
Lebensgefährliche "Mischung" im Straßenverkehr: Hitze und Müdigkeit
Auch in Westösterreich beginnen heute die heißersehnten Sommerferien. Sehr viele Österreicherinnen und Österreicher werden mit dem eigenen Fahrzeug in den Urlaub "losdüsen". Der ARBÖ warnt: Marathonfahrten in der Hitze über Hunderte von Kilometern und ohne ausgedehnte Ruhepausen können tödlich enden! Wer die ersten Anzeichen einer Ermüdung ignoriert, riskiert nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer.
Gähnen, das nicht unterdrückt werden kann, Lidschwere, brennende Augen und trockener Mund: Das sind die ersten Müdigkeitssymptome. "Jetzt muss schleunigst eine ausgiebige Fahrpause eingelegt werden, am besten ein zehn- bis dreißigminütiges Schläfchen", rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner Medizinal -rat Prof. Prim. Dr. Josef Nagler. Wer Müdigkeit ignoriert, riskiert den sogenannten "Sekundenschlaf" und spielt mit dem Leben. Achtung: Kaffee oder Energydrinks bringen nur eine subjektiv empfundene Frische. Objektiv gesehen bleibt die Müdigkeit bestehen. Das beste Hausmittel gegen Müdigkeit ist und bleibt der Schlaf!
Am besten vor einer langen Urlaubsfahrt sich nur ausgeruht ans das Steuer setzen. "Wer in der Nacht unterwegs sein möchte, sollte nicht vergessen, dass sich der Körper in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr morgens normalerweise in der Tiefschlafphase befindet und deshalb nicht sehr leistungsfähig ist", erinnert Nagler. Auch nicht gleich nach dem Essen weiterfahren, sondern dem Körper noch eine Verdauungs phase gönnen. Der ARBÖ-Verkehrsmediziner: "Besonders wichtig ist es, Pausen schon vor Fahrtantritt fix einzuplanen und darauf zu achten, dass sinnvoll gerastet wird."
Zwtl.: Fahrtpause sinnvoll nützen
"Damit eine Fahrtpause auch wirklich was bringt, sollte man sie sinnvoll nützen", rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner. Einige körperliche Übungen beleben den Organismus: Ausgiebig Recken und Strecken, Arme über den Kopf strecken, vorbeugen und zu den Zehen wippen. Oder Hände an die Taille legen und einige lockere Rumpfdrehungen machen. Kniebeugen und ein paar Minuten am Stand laufen runden das Bewegungsprogramm ab.
Speziell bei Hitze regelmäßig Trinken - und nicht erst, wenn man Durst hat! Am besten Mineralwasser, ungesüßte Limonaden, Eistee oder Fruchtmolke. Selbstverständlich sollte Alkohol gemieden werden, so der ARBÖ. Auf "schwere" Mahlzeiten, die nur im Magen liegen, verzichten. Diese verringern die Konzentrationsfähigkeit und ermüden. Leichte Kost wie kaltes, mageres Fleisch, Käse, Obst, Vollkorn- weckerl, Tomaten, knackige Paprika, in Stifte geschnittene rohe Kohlrabi geben dem Körper Energie für die Weiterfahrt.
Zwtl.: ARBÖ-Faustregel zum richtigen Pausentiming
Faustregel für das richtige Pausentiming: Zu jeder ungeraden Stunde eine Pause einlegen: die erste Pause nach etwa einer Stunde Fahrt, die zweite nach drei, die dritte nach fünf und die vierte (spätestens dann sollte man sowieso schon sein Etappenziel erreicht haben) nach sieben Stunden Fahrtzeit. Mindestlänge der jeweiligen Pausen: Die erste Pause sollte mindestens fünf Minuten dauern, für die richtige Länge der folgenden Pausen, jeweils die Länge der voran- gegangenen verdoppeln: Erste Pause: fünf Minuten, zweite: zehn Minuten, dritte: zwanzig Minuten, vierte: vierzig Minuten.
Auch wenn es verlockend erscheint: Der Sprung unter die eiskalte Dusche sollte bei Hitze vermieden werden, denn der kurzfristigen Abkühlung folgt unweigerlich der extreme Schweißausbruch. "Lauwarmduscher haben die Nase vorne, ihre Körper fühlen sich nach der Dusche wirklich erfrischt", rät ARBÖ-Verkehrsmediziner Medizinalrat Prof. Prim. Dr. Josef Nagler.
Wenn das Auto zum "fahrenden Ofen" wird, sind die Fahrzeuginsassen großem Stress ausgesetzt. Der ARBÖ- Verkehrsmediziner: "Müdigkeit wird beschleunigt, Aufmerksamkeit reduziert. Der Autofahrer reagiert wie unter Alkoholeinfluss. Die Bewegungsabläufe werden langsamer und kritische Situationen nicht so schnell erfasst. Auch die Kombinationsfähigkeit lässt nach, damit steigt die Gefahr für Fehlreaktionen."
Coole ARBÖ-Tipps gegen die Hitze hinter dem Steuer:
* Tipp 1 - und noch immer der beste Tipp: Viel Trinken! "Alkohol ist dabei klarerweise zu vermeiden," so der ARBÖ-Verkehrsmediziner. "Am besten zwei bis drei Liter Mineralwasser, Limonaden, Frucht- säfte oder Tee trinken." Achtung bei isotonischen Getränken: Ein Drink pro Stunde ist genug. Ansonsten wird der Körper zu sehr aufgeputscht. Nicht vergessen: Kinder brauchen mehr Flüssigkeit als Erwachsene, damit sie keinen gesundheitlichen Schaden davontragen.
* Tipp 2: Magen nicht belasten Auf fettreiche Mahlzeiten verzichten, da dies die Konzentrationsfähigkeit verringert und ermüdet. Besser ist leichte Kost wie leckere Salate, magerer Schinken, Käse, Obst, Vollkorngebäck, knackiges Gemüse.
* Tipp 3: Direkte Sonneneinstrahlung mindern Wenn möglich einen schattigen Parkplatz suchen und dabei nicht darauf vergessen, dass die Sonne weiterwandert. Sollte dies nicht möglich sein, Sonnenblenden, die hinter die Windschutzscheibe gelegt werden, mindern die Sonnenein. strahlung auf das Armaturenbrett und ein brennend heißes Lenkrad, auf- geheizte Schalthebel und glühende Sicherheitsgurtschnallen werden vermindert.
* Tipp 4: Sitzlehnen klappen Sitzlehnen so klappen, dass sie nicht frontal von der Sonne beschienen werden.
* Tipp 5: Durchlüften Nicht ins glutheiße Auto einsteigen und wegfahren, zuerst alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen.
* Tipp 6: Wie erwähnt: besser lauwarm als kalt duschen.
Glücklich diejenigen, die im Auto eine Klimaanlage installiert haben. Wenn diese noch gereinigt und gewartet ist (Service beim ARBÖ möglich), nicht mit "Eiszapfen"- Temperatur läuft (Gefahr einer Verkühlung) und die Kühlluft nicht direkt auf den Körper zielt, steht dem wahren coolen Fahrterlebnis nichts mehr im Wege.
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